Münzstätte Salzburg
Die Münzstätte Salzburg wurde etwa Mitte des 12. Jahrhunderts in der Münzgasse der Salzburger Altstadt errichtet.
Einführung
Die allererste Münzprägung des Erzbistums Salzburg erfolgte in der im damals salzburgischen Laufen errichteten Münzstätte Laufen. Hier wurde etwa ab dem ersten Drittel des 12. Jahrhunderts Scheidemünzen – sog. Salzburger Pfennige - geprägt. Aus politischen Gründen verlegte man diese Münzstätte etwa Mitte desselben Jahrhunderts in die Salzburger Altstadt. Schon vor der Errichtung der Münzstätte Salzburg begann die Münzstätte Friesach im damals ebenfalls salzburgischen Friesach in Kärnten mit der Ausmünzung der Friesacher Pfennige.
Standorte der Münzstätte Salzburg
Die Salzburger Münze mit ihren in Salzburg und in Friesach hergestellten Prägungen blieb nun jahrhundertelang ein Zeugnis der Selbständigkeit des Erzstiftes Salzburg. Die Münzstätte Salzburg, ursprünglich in der Münzgasse situiert, befand sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts am Ende der Getreidegasse nahe der Münzgasse. Ihr vorhergehender Standort ist nicht genau bekannt. Ab 1580 befand sich die Münzstätte Salzburg in der alten Kirchgasse, wurde aber wegen des geplanten Baues der Neuen Residenz bereits ab 18. August 1605 wieder abgerissen. Die Münzstätte übersiedelte nun in die Griesgasse in ein Gebäude, das 1953 dem Griesgassendurchbruch weichen musste.
1810 wurde dann die Salzburger Münzstätte endgültig geschlossen.
Quelle
- Beiträge im Salzburgwiki
- Günther Probszt, Die Münzen Salzburgs, 1975, Association Internationale des Numismates Proffessionnels, Kommissionsverlag Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz