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| | ===Pfarreien=== | | ===Pfarreien=== |
| | Das Bistum bestand ursprünglich aus zehn Pfarreien; davon lagen | | Das Bistum bestand ursprünglich aus zehn Pfarreien; davon lagen |
| − | * fünf in Bayern: ''[[Pfarre Herrenchiemsee|Herrenchiemsee]]'', ''[[Pfarre Prien am Chiemsee|Prien am Chiemsee]]'', ''[[Pfarre Eggstätt|Eggstätt]]'', ''[[Pfarre Söllhuben|Söllhuben]]'' und ''[[Pfarre Grassau|Grassau]]'' | + | * fünf in Bayern: [[Pfarre Herrenchiemsee|Herrenchiemsee]], [[Pfarre Prien am Chiemsee|Prien am Chiemsee]], [[Pfarre Eggstätt|Eggstätt]], [[Pfarre Söllhuben|Söllhuben]] und [[Pfarre Grassau|Grassau]] |
| − | * vier in Tirol (bis [[1504]] zu Bayern gehörig): ''[[Pfarre Kirchdorf in Tirol|Kirchdorf]]'', ''[[Pfarre St. Ulrich am Pillersee|St. Ulrich am Pillersee]]'', ''[[Pfarre St. Johann im Leukental|St. Johann im Leukental]]'' [das ist [[St. Johann in Tirol]]] und ''[[Pfarre Söll|Söll]]'' | + | * vier in Tirol (bis [[1504]] zu Bayern gehörig): [[Pfarre Kirchdorf in Tirol|Kirchdorf]], [[Pfarre St. Ulrich am Pillersee|St. Ulrich am Pillersee]], [[Pfarre St. Johann im Leukental|St. Johann im Leukental]] [das ist [[St. Johann in Tirol]]] und [[Pfarre Söll|Söll]] |
| − | * eine in Tirol (bzw. bis 1816 zu Salzburg gehörig): ''[[Pfarre Brixen im Thale|Brixen im Thale]]'' | + | * eine in Tirol (bzw. bis 1816 zu Salzburg gehörig): [[Pfarre Brixen im Thale|Brixen im Thale]] |
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| | 1804 bestand das Bistum aus elf Pfarreien mit 16 Vikariaten, zehn Kuratien, zehn Kooperaturen, elf Kaplaneien und Benefizien, einem Priesterhaus, einem Chorherrenstift, einem Kapuzinerkloster und 38 818 Katholiken. | | 1804 bestand das Bistum aus elf Pfarreien mit 16 Vikariaten, zehn Kuratien, zehn Kooperaturen, elf Kaplaneien und Benefizien, einem Priesterhaus, einem Chorherrenstift, einem Kapuzinerkloster und 38 818 Katholiken. |
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| | ===Archidiakonate=== | | ===Archidiakonate=== |
| − | Bereits bei der Bistumsgründung wurde festgelegt, dass die Rechte des Archidiakons von Chiemsee, der zugleich Dompropst und Propst des Augustinerchorherrenstifts sowie des Inselklosters war, nicht geschmälert werden sollten. Bischof und Archidiakon standen stets in einem Kompetenzstreit, wobei Bayern die Position des Archidiakons unterstützte. Klare Rechtsverhältnisse wurden erst 1613 durch die Teilung des Archidiakonates in einen erzbischöflich-salzburgischen und einen bischöflich-chiemseeischen Teil geschaffen. Durch die Errichtung eines Dekanates in St. Johann im Leukental wurde der Einfluss des Dompropstes 1621 wiederum verringert. | + | Bereits bei der Bistumsgründung wurde festgelegt, dass die Rechte des Archidiakons von Chiemsee, der zugleich Dompropst und Propst des Augustinerchorherrenstifts sowie des Inselklosters war, nicht geschmälert werden sollten. Bischof und Archidiakon standen stets in einem Kompetenzstreit, wobei Bayern die Position des Archidiakons unterstützte. Klare Rechtsverhältnisse wurden erst 1613 durch die Teilung des [[Archidiakonat]]es in einen erzbischöflich-salzburgischen und einen bischöflich-chiemseeischen Teil geschaffen. Durch die Errichtung eines Dekanates in St. Johann im Leukental wurde der Einfluss des Dompropstes 1621 wiederum verringert. |
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| | ==Literatur== | | ==Literatur== |