Halleiner Papierfabrik: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 14. Januar 2009, 15:25 Uhr
Die Papiererzeugung in der Halleiner Papierfabrik begann 1891.
Geschichte
Die zur Papiergewinnung notwendige Zelloluse gewann das Unternehmen aus Holz, das auf der Salzach bis in den Griesrechen bei der Halleiner Altstadt getrifftet wurde.
Die Firma wurde vom englischen Unternehmen „The Kellner-Partington Paper Pulp Co. Ltd.“ gegründet. Von 1918 bis 1979 war die norwegische Holding "Borregaard" Gesellschafter. Nach einer mehrheitlichen Übernahme durch die PWA Grafische Papiere GmbH kam es 1981 zur Umbenennung in Hallein Papier AG. 1995 foglte die Übernahme durch den schwedischen SCA-Konzern , was 1996 zu einer neuerlichen Umbenennung in SCA FINE PAPER Hallein GmbH führte. 1999 kam es nach Bildung der Modo Paper AB aus den Feinpapier- und Großhandelsdivisionen der schwedischen Konzerne SCA und MoDo zur weiteren Umbenennung auf Modo Paper Hallein GmbH.
Unter Modo Paper Hallein GmbH wurde die Halleiner Papierfabrik zu einem der größten Industriebetriebe des Landes Salzburg. Sie stellte Papierzellstoff und hochveredelte Druck- und Schreibpapiere für Bücher, Zeitschriften und Prospekte her. Modo Paper ging aus einer 1890 gegründeten englischen Firma hervor, der Gesellschafter von 1918 bis 1979 die norwegische Holding "Borregaard" war.
1998 wurden 245.000 t Papier und 130.000 t Zellstoff erzeugt, der Umsatz betrug drei Milliarden Schilling, die Zahl der Beschäftigten 800.
2000 kaufte der finnische Konzern Metsä-Serla die Papierzeugung auf und 2001 kam es zur Umbenennung in M-real Hallein AG
Die M-real Hallein AG erzeugt nach dem Magnefit-Verfahren Papierzellstoff und gestrichene Druck- und Schreibpapiere für Bücher, Zeitschriften und Prospekte. 2003 wurden 262.000 t Papier und 143.000 t Zellstoff erzeugt (davon 108.000 t Eigenverbrauch), der Umsatz betrug 237,9 Mio €, die Zahl der Beschäftigten 764. Das Unternehmen hat eine Umwelterklärung gemäß EMAS erstellt.
Am 29. September 2008 wurde bekannt, dass eine (Teil)Schließung des Unternehmens geplant ist. Dies wurde am 14. Jänner 2009 dann auch offiziell bestätigt: Die Schließung der Papierproduktion wird 485 Mitarbeitern bis Ende 2009 den Job kosten. Die Produktion von feingestrichenen Papieren wird schon mit 30. April 2009 beendet. Erhalten bleiben dagegen die Zellulose-Produktion und das Elektrizitätswerk in der Fabrik - mit insgesamt rund 200 Arbeitsplätzen.
Geschichte im Überblick
- 1890 Englische Gründung „The Kellner-Partington Paper Pulp Co. Ltd.“
- 1918–79 war die norwegische Holding „Borregaard“ Gesellschafter, danach mehrheitliche Übernahme durch die PWA Grafische Papiere GmbH
- 1981 Umbenennung in Hallein Papier AG.
- 1995 Übernahme durch den schwedischen SCA-Konzern
- 1996 Umbenennung in SCA FINE PAPER Hallein GmbH
- 1999 Umbenennung auf Modo Paper Hallein GmbH (nach Bildung der Modo Paper AB aus den Feinpapier- und Großhandelsdivisionen der schwedischen Konzerne SCA und MoDo).
- 2000 Kauf durch den finnischen Konzern Metsä-Serla
- 2001 Umbenennung in M-real Hallein AG
Rohstoffe und Energieeinsatz
Im Jahr 2003 wurden 714.000 Festmeter Holz (vorwiegend Fichte) verarbeitet. Zum Großteil wird Industrierestholz (Hackschnitzel) eingesetzt, das aus einem Umkreis von ca. 200 km angeliefert.
Die eingesetzte elektrische Energie stammt zum Großteil aus eigener Produktion. Energieträger sind vor allem Dicklauge und Erdgas. Weiters wird Biogas aus der anaeroben Abwasserbehandlung und Heizöl schwer eingesetzt.
Sonstiges
Die Halleiner Papierfabrik betreibt eine eigene Betriebsfeuerwehr.
Quellen
- aeiou Österreich im Internet
- PDF Umweltbundesamt