Faberhäuser: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Dieses Gebäude hat vier Geschosse und ein aufgesetztes Attikageschoss. Die Fassade ist symmetrisch aufgebaut und durch Gesimse und Lisenen gegliedert. Im Erdgeschoss sehen wir eine Rundbogenarchitektur mit Blockquaderwerk. Im ersten Stock sind fast quadratische Fenster mit Blockquaderwerk. Im zweiten Stock, der belle Etage, sind es Rundbogenfenster mit aufgesetzten Spitzgiebeln und beidseitigen Halbsäulen. Im dritten Stock sehen wir rechteckige Fenster mit aufgesetzten Rundgiebeln. In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein Mittelrisalit, in dem sechs korinthische Säulen einen Architrav tragen, darüber eine Balustrade, sowie ein allegorisches Medaillon. Es zeigt eine Allegorie für den Fleiß (Attribut: Biene), sowie eine Allegorie für die Tüchtigkeit (Attribut: Harke), die sich an ein ovales Medaillon lehnen, auf dem die Buchstaben M F zu lesen sind (für Moritz Faber) | ||
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Version vom 11. November 2018, 21:12 Uhr
Faberhäuser ist die Bezeichnung für mehrere Gebäudekomplexe in der Neustadt von Salzburg.
Beschreibung
Die einzelnen Gebäudekomplexe stehen auf einem viergeteilten Gelände aus mehreren Baugründen. Die Vorderseite bilden die beiden großen Gebäude mit der repräsentativen Fassadengestaltung zur Rainerstraße im Westen, die Seiten bilden die Auerspergstraße im Norden und die Hubert-Sattler-Gasse im Süden, die Rückseite bilden die Gebäude an der Faberstraße im Osten. Dazwischen verläuft, das Karee aufbrechend, die Franz-Josef-Straße.
Die Faberhäuser sind:
- Rainerstraße Nr. 2 - im Stil des Historismus, es beherbergt die Erste Bank, zuvor Bundesländer-Versicherung
- Rainerstraße Nr. 4 - im Stil des Historismus, es beherbergt die Salzburger Sparkasse, ab 2019 Umbau zu einem Hotel (?)
- Faberstraße Nr. 7 - 11 - vier Häuser, es ist Amtsgebäude der Stadtgemeinde Salzburg
- Faberstraße Nr. 15 - 17 - zwei Häuser, es gehört Stadtgemeinde Salzburg (Vermietung)
Die repräsentative Fassadengestaltung zur Rainerstraße steht unter Denkmalschutz und zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.
Geschichte
Nach 1866, als die Wälle und Gräben der Verteidigungsanlagen von Kaiser Franz Joseph I. der Stadtgemeinde Salzburg überlassen wurden, erwarb der Wiener Brauereibesitzer Moritz Faber mehrere Baulose. Moritz Faber beauftragte den Architekten Franz Sonnleitner mit der Planung, die Baumeister Valentin Ceconi ab 1873 ausgeführte. Das erste Gebäude war 1874 bereits bezugsfertigt, das zweite Gebäude wurde 1878 fertig gestellt. Die Straße, an der sie lagen, hieß damals Westbahnstraße.
Die weitere Errichtung von sieben Häusern entlang der Faberstraße erfolgte ab 1888 durch die Firma Heller & Comp.[1]
einzelne Gebäude
- Rainerstraße Nr. 2
Dieses Gebäude hat vier Geschosse und ein aufgesetztes Attikageschoss. Die Fassade ist symmetrisch aufgebaut und durch Gesimse und Lisenen gegliedert. Im Erdgeschoss sehen wir eine Rundbogenarchitektur mit Blockquaderwerk. Im ersten Stock sind fast quadratische Fenster mit Blockquaderwerk. Im zweiten Stock, der belle Etage, sind es Rundbogenfenster mit aufgesetzten Spitzgiebeln und beidseitigen Halbsäulen. Im dritten Stock sehen wir rechteckige Fenster mit aufgesetzten Rundgiebeln. In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein Mittelrisalit, in dem sechs korinthische Säulen einen Architrav tragen, darüber eine Balustrade, sowie ein allegorisches Medaillon. Es zeigt eine Allegorie für den Fleiß (Attribut: Biene), sowie eine Allegorie für die Tüchtigkeit (Attribut: Harke), die sich an ein ovales Medaillon lehnen, auf dem die Buchstaben M F zu lesen sind (für Moritz Faber)
- Rainerstraße Nr. 4
Quellen
- Salzburgwiki-Beitrag Valentin Ceconi
- Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918, Salzburger Museum Carolino Augusteum, Wolfram Morath (Hrsg.), 2000, ISBN 3-901014-68-3
- Brettenthaler, Josef: Salzburgs Synchronik, Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6
- Digitaler Salzburg-Stadtplan
Weblinks
- Lage auf dem digitaler Salzburg-Stadtplan