Berchtesgadener Ache - Königsseeache: Unterschied zwischen den Versionen

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== Verlauf ==
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Die Königsseeache entspringt am [[Königssee]] im [[Berchtesgadener Land]] und mündet nach 17,6 Kilometern im Bundesland Salzburg in die [[Salzach]]. Im Land Salzburg bildet sie die natürliche Grenze zwischen dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] westlich der Salzach und mündet beim [[Kraftwerk Urstein]] auf dem Gemeindegebiet von [[Anif]]-[[Niederalm]] in diese.
Die Königsseeache entspringt am [[Königssee]] im [[Berchtesgadener Land]] und mündet nach 17,6 Kilometern im Bundesland Salzburg in die [[Salzach]]. Im Land Salzburg bildet sie die natürliche Grenze zwischen dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] westlich der Salzach und mündet beim [[Kraftwerk Urstein]] in diese. Dort ist die Flussmitte die Grenze zwischen den Gemeinden [[Anif]] (Ortschaft [[Niederalm]]) und [[Hallein]].<ref>Siehe [https://www.openstreetmap.org/relation/86650#map=16/47.7317/13.0761 www.openstreetmap.org]</ref> 


Zusammen mit der [[Ramsau bei Berchtesgaden|Ramsauer]] Ache, Bischofswiesener Ache und Königsseer Ache heißt sie ab dem Zusammenfluss am Bahnhof Berchtesgaden die ''Berchtesgadener Ache'', in Salzburg ist sie unter dem Namen ''Königsseeache'' bekannt.  
Zusammen mit der [[Ramsau bei Berchtesgaden|Ramsauer]] Ache, Bischofswiesener Ache und Königsseer Ache heißt sie ab dem Zusammenfluss am Bahnhof Berchtesgaden die ''Berchtesgadener Ache'', in Salzburg ist sie unter dem Namen ''Königsseeache'' bekannt.  


== Flussbau-Maßnahmen ==
== Flussbau-Maßnahmen ==
Die ältesten Flussbau-Maßnahmen an der Berchtesgadener Ache dienten zur Verbesserung der [[Holztrift]] für das [[Salzbergwerk Berchtesgaden]] und die hemalige Saline in [[Marktschellenberg]]. Nach Einstellung der Holztrift um [[1950]] wechselte die Zielsetzung der wasserbaulichen Maßnahmen zum Objektschutz.
Die ältesten Flussbau-Maßnahmen an der Berchtesgadener Ache dienten zur Verbesserung der [[Holztrift]] für das [[Salzbergwerk Berchtesgaden]] und der ehemalige [[Saline Schellenberg|Saline]] in [[Marktschellenberg]]. Nach Einstellung der Holztrift um [[1950]] wechselte die Zielsetzung der wasserbaulichen Maßnahmen zum Objektschutz.


Bei [[Hangendenstein]], kurz nach der deutsch-österreichischen Grenze, wird der [[Almkanal]] von der Königsseeache abgeleitet.  
Bei [[Hangendenstein]], kurz nach der deutsch-österreichischen Grenze, wird der [[Almkanal]] von der Königsseeache abgeleitet.<ref>Siehe [https://www.salzburg.gv.at/sagisonline/init.aspx?hotspot=landsbg|default|1:5090|428275.3|286159.5|pin1.png|Einleitung&redliningid=tzo24ahjrhybzar2x3w4l0m0 SAGIS]</ref>


Aus dem Flussbett der Königsseeache wurden 2008 rund 30&nbsp;000 m³ Sand und Kies ausgebaggert, im Winter 2009/2010 waren es nochmals 10&nbsp;000 m². Diese Aktionen dienen auch dem Schutz vor [[Hochwasser]].
Aus dem Flussbett der Königsseeache wurden 2008 rund 30&nbsp;000 m³ Sand und Kies ausgebaggert, im Winter 2009/2010 waren es nochmals 10&nbsp;000 m². Diese Aktionen dienen auch dem Schutz vor [[Hochwasser]].
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Die ''Nasse Wand'' ist eine markante Felsformation am Wanderweg<ref>[https://www.berchtesgadener-land.com/natur/wandern/wander-touren/wanderwege/koenigsseer-fussweg Königsseer Fußweg]</ref> von [[Berchtesgaden]] an der Berchtesgadener Ache entlang nach [[Schönau am Königssee]].
Die ''Nasse Wand'' ist eine markante Felsformation am Wanderweg<ref>[https://www.berchtesgadener-land.com/natur/wandern/wander-touren/wanderwege/koenigsseer-fussweg Königsseer Fußweg]</ref> von [[Berchtesgaden]] an der Berchtesgadener Ache entlang nach [[Schönau am Königssee]].


Namensgebend für diese (und ähnliche) Stellen ist das natürliche Phänomen, dass stetig Wasser aus dem Felsen austritt, welches im Sommer in kleinen Rinnsalen die Wand herunterläuft und im Winter bei Frost zu mächtigen Eiszapfen gefriert. Die natürliche Schönheit dieses Ortes inspirierte viele Künstler, wie etwa den Wiener Maler Friedrich Gauermann, einen der bedeutendsten Maler des [[Österreich]]ischen Biedermeier in der Mitte des [[19. Jahrhundert]].<ref>Quelle Mag. [[Thomas Schmiedbauer]], eigene Wahrnehmung und Recherche</ref>   
Namensgebend für diese (und ähnliche) Stellen ist das natürliche Phänomen, dass stetig Wasser aus dem Felsen austritt, welches im Sommer in kleinen Rinnsalen die Wand herunterläuft und im Winter bei Frost zu mächtigen Eiszapfen gefriert. Die natürliche Schönheit dieses Ortes inspirierte viele Künstler, wie etwa den Wiener Maler Friedrich Gauermann, einen der bedeutendsten Maler des [[österreich]]ischen Biedermeier in der Mitte des [[19. Jahrhundert]]s.<ref>Quelle Mag. [[Thomas Schmiedbauer]], eigene Wahrnehmung und Recherche</ref>   


== Bildergalerie ==
== Bildergalerie ==

Version vom 20. März 2018, 12:55 Uhr

Bild
Datei:Königsseeache in Marktschellenberg Panoramaaufnahme 01.jpg
Basisdaten
Länge: 17,6 km
Quelle: Königssee
Quellhöhe: ca.  603 m ü. A.
Mündung: beim Kraftwerk Urstein in die Salzach
Mündungshöhe: ca.  434 m ü. A.
Höhenunterschied: 169 m

Die Königsseeache ist ein Fließgewässer im Norden des Landes Salzburg. Im Berchtesgadener Land wird sie Berchtesgadener Ache genannt.

Verlauf

Die Königsseeache entspringt am Königssee im Berchtesgadener Land und mündet nach 17,6 Kilometern im Bundesland Salzburg in die Salzach. Im Land Salzburg bildet sie die natürliche Grenze zwischen dem Flachgau und dem Tennengau westlich der Salzach und mündet beim Kraftwerk Urstein in diese. Dort ist die Flussmitte die Grenze zwischen den Gemeinden Anif (Ortschaft Niederalm) und Hallein.[1]

Zusammen mit der Ramsauer Ache, Bischofswiesener Ache und Königsseer Ache heißt sie ab dem Zusammenfluss am Bahnhof Berchtesgaden die Berchtesgadener Ache, in Salzburg ist sie unter dem Namen Königsseeache bekannt.

Flussbau-Maßnahmen

Die ältesten Flussbau-Maßnahmen an der Berchtesgadener Ache dienten zur Verbesserung der Holztrift für das Salzbergwerk Berchtesgaden und der ehemalige Saline in Marktschellenberg. Nach Einstellung der Holztrift um 1950 wechselte die Zielsetzung der wasserbaulichen Maßnahmen zum Objektschutz.

Bei Hangendenstein, kurz nach der deutsch-österreichischen Grenze, wird der Almkanal von der Königsseeache abgeleitet.[2]

Aus dem Flussbett der Königsseeache wurden 2008 rund 30 000 m³ Sand und Kies ausgebaggert, im Winter 2009/2010 waren es nochmals 10 000 m². Diese Aktionen dienen auch dem Schutz vor Hochwasser.

Nasse Wand

Datei:Nasse Wand Königsseeache 01.jpg
Nasse Wand an der Berchtesgadener Ache
Lage der Nasse Wand (Königsseeache) auf Googlemaps

Die Nasse Wand ist eine markante Felsformation am Wanderweg[3] von Berchtesgaden an der Berchtesgadener Ache entlang nach Schönau am Königssee.

Namensgebend für diese (und ähnliche) Stellen ist das natürliche Phänomen, dass stetig Wasser aus dem Felsen austritt, welches im Sommer in kleinen Rinnsalen die Wand herunterläuft und im Winter bei Frost zu mächtigen Eiszapfen gefriert. Die natürliche Schönheit dieses Ortes inspirierte viele Künstler, wie etwa den Wiener Maler Friedrich Gauermann, einen der bedeutendsten Maler des österreichischen Biedermeier in der Mitte des 19. Jahrhunderts.[4]

Bildergalerie

  • Berchtesgadener Land
  • Flachgau / Tennengau

Quellen

Fußnoten

  1. ↑ Siehe www.openstreetmap.org
  2. ↑ Siehe SAGIS
  3. ↑ Königsseer Fußweg
  4. ↑ Quelle Mag. Thomas Schmiedbauer, eigene Wahrnehmung und Recherche