Musisches Gymnasium Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die Vorgängerschule des Musischen Gymnasiums zu Salzburg ist das "Bundesgymnasium II Salzburg", das heutige [[Christian-Doppler-Gymnasium]] an der [[Lehener Brücke]]. In den [[1960er]] Jahren, einer kulturellen Umbruchszeit in Salzburg, entwickelten ungefähr zehn Lehrer des damaligen "BG II" unter Führung des Kunsterziehers HR [[Adolf Degenhardt]] die Idee eines "musischen Modells". So gelang es, dass dort 1965 eine erste "musische Parallelklasse" als Schulversuch eingeführt werden konnte, die offiziell noch Teil des "Bundesgymnasium II" war. Nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz von HR Dr. [[Bernhard Paumgartner]], dem ehemaligen Direktor des [[Mozarteum]]s in Salzburg, ist es wohl zu verdanken, dass es nicht lange dauerte, bis es der [[Landesschulrat]] von Salzburg am 19. September 1966 genehmigte, im Rahmen eines Schulversuchs eine zweite und schließlich auch dritte musische Parallelklasse einzuführen, da die Nachfrage danach immer größer wurde − vielleicht auch deswegen, da zu dieser Zeit der Unterricht in den anderen Schulen noch ziemlich streng ablief.<ref>Mühlbacher, Dr. Wolfgang: Zur Brauchbarkeit der Prolegomena Bernhard Paumgartners für die Schulprofildiskussion am Musischen Gymnasium.<http:// | + | Die Vorgängerschule des Musischen Gymnasiums zu Salzburg ist das "Bundesgymnasium II Salzburg", das heutige [[Christian-Doppler-Gymnasium]] an der [[Lehener Brücke]]. In den [[1960er]] Jahren, einer kulturellen Umbruchszeit in Salzburg, entwickelten ungefähr zehn Lehrer des damaligen "BG II" unter Führung des Kunsterziehers HR [[Adolf Degenhardt]] die Idee eines "musischen Modells". So gelang es, dass dort 1965 eine erste "musische Parallelklasse" als Schulversuch eingeführt werden konnte, die offiziell noch Teil des "Bundesgymnasium II" war. Nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz von HR Dr. [[Bernhard Paumgartner]], dem ehemaligen Direktor des [[Mozarteum]]s in Salzburg, ist es wohl zu verdanken, dass es nicht lange dauerte, bis es der [[Landesschulrat]] von Salzburg am 19. September 1966 genehmigte, im Rahmen eines Schulversuchs eine zweite und schließlich auch dritte musische Parallelklasse einzuführen, da die Nachfrage danach immer größer wurde − vielleicht auch deswegen, da zu dieser Zeit der Unterricht in den anderen Schulen noch ziemlich streng ablief.<ref>Mühlbacher, Dr. Wolfgang: Zur Brauchbarkeit der Prolegomena Bernhard Paumgartners für die Schulprofildiskussion am Musischen Gymnasium.<http://www.musgym.salzburg.at/Deutsch/PaumgMueh.pdf></ref> |
| − | 1974 wurde das Musische Gymnasium unter dem Namen "Bundesgymnasium III" zu einer eigenen Schule, die dann dem "Bundesgymnasium II" nichts mehr zu tun hatte, auch wenn die neue Schule vorerst noch im gleichen Schulgebäude blieben. 1976/77 stimmte das Bundesministerium für Unterricht und Kunst schließlich der offiziellen Institutionalisierung der Schulform „Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung“ zu.<ref>Mitgutsch, Dr. Ernst: 40 Jahre Musisches Gymnasium Salzburg (Mai 2006) <http:// | + | 1974 wurde das Musische Gymnasium unter dem Namen "Bundesgymnasium III" zu einer eigenen Schule, die dann dem "Bundesgymnasium II" nichts mehr zu tun hatte, auch wenn die neue Schule vorerst noch im gleichen Schulgebäude blieben. 1976/77 stimmte das Bundesministerium für Unterricht und Kunst schließlich der offiziellen Institutionalisierung der Schulform „Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung“ zu.<ref>Mitgutsch, Dr. Ernst: 40 Jahre Musisches Gymnasium Salzburg (Mai 2006) <http://www.musgym.salzburg.at/Seiten/gesch5.html></ref> |
In die Zeit von Direktor [[Franz Schirlbauer|Schirlbauer]] fiel dann der Bau eines eigenen Schulgebäudes am [[Franz-Josef-Kai]] an der [[Lehen]]er Brücke neben dem Christian-Doppler-Gymnasium. | In die Zeit von Direktor [[Franz Schirlbauer|Schirlbauer]] fiel dann der Bau eines eigenen Schulgebäudes am [[Franz-Josef-Kai]] an der [[Lehen]]er Brücke neben dem Christian-Doppler-Gymnasium. | ||
Version vom 19. Juni 2017, 13:13 Uhr
| Schuldaten[1] | |
|---|---|
| Schulkennzahl: | 501136 |
| Name der Schule: | Musisches Gymnasium Salzburg |
| Adresse: | Haunspergstraße 77 5020 Salzburg |
| Website: | www.musischesgymnasium.at |
| E-Mail: | office@musischesgymnasium.at |
| Telefon: | (06 62) 45 49 70 |
| Direktor: | Mag.a Barbara Tassatti |
Das Musische Gymnasium Salzburg befindet sich in der Stadt Salzburg in der Elisabeth-Vorstadt. Der offizielle Schultyp dieser allgemein bildenden höheren Schule heißt "Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung".
Allgemeines
Die musischen Schwerpunktfächer sind die Fächer bildnerische Erziehung, Tanz, Musik, Literatur und auch Darstellendes Spiel.
Bis Ende des 20. Jahrhunderts war das Musische Gymnasium offiziell ein Schulversuch. Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es auch zu den vier musischen Klassen eine parallel laufende Klasse, die als "Musikgymnasium" bezeichnet wird. Das Musikgymnasium Salzburg besteht seit 2009 und ist ein Abzweigemodell des Musischen Gymnasiums.
Geschichte
Die Vorgängerschule des Musischen Gymnasiums zu Salzburg ist das "Bundesgymnasium II Salzburg", das heutige Christian-Doppler-Gymnasium an der Lehener Brücke. In den 1960er Jahren, einer kulturellen Umbruchszeit in Salzburg, entwickelten ungefähr zehn Lehrer des damaligen "BG II" unter Führung des Kunsterziehers HR Adolf Degenhardt die Idee eines "musischen Modells". So gelang es, dass dort 1965 eine erste "musische Parallelklasse" als Schulversuch eingeführt werden konnte, die offiziell noch Teil des "Bundesgymnasium II" war. Nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz von HR Dr. Bernhard Paumgartner, dem ehemaligen Direktor des Mozarteums in Salzburg, ist es wohl zu verdanken, dass es nicht lange dauerte, bis es der Landesschulrat von Salzburg am 19. September 1966 genehmigte, im Rahmen eines Schulversuchs eine zweite und schließlich auch dritte musische Parallelklasse einzuführen, da die Nachfrage danach immer größer wurde − vielleicht auch deswegen, da zu dieser Zeit der Unterricht in den anderen Schulen noch ziemlich streng ablief.[2]
1974 wurde das Musische Gymnasium unter dem Namen "Bundesgymnasium III" zu einer eigenen Schule, die dann dem "Bundesgymnasium II" nichts mehr zu tun hatte, auch wenn die neue Schule vorerst noch im gleichen Schulgebäude blieben. 1976/77 stimmte das Bundesministerium für Unterricht und Kunst schließlich der offiziellen Institutionalisierung der Schulform „Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung“ zu.[3]
In die Zeit von Direktor Schirlbauer fiel dann der Bau eines eigenen Schulgebäudes am Franz-Josef-Kai an der Lehener Brücke neben dem Christian-Doppler-Gymnasium.
Im Jahre 1988 wurde aus Platzgründen ein neues Schulgebäude in der Haunspergstraße in Itzling errichtet,in das die das "Bundesgymnasium III" 1989 übersiedelte.
1999 wurde die Schule offiziell in "Musisches Gymnasium" umbenannt.
Direktoren
- 1966 - 1973 HR Dr. Erich Kaforka (* 1908, † 1991)
- 1973 - 1974 OStR Dr. Franz Schirlbauer (* 1912, † 1991)
- 1974 - 1980 HR Mag. Gustav Seiss (* 1919, † 2002)
- 1980 - 1988 HR Mag. Erich Weinkamer (* 1923)
- 1989 - 2009 HR Mag. Dr. Ernst Mitgutsch (* 1949)
- März-September 2009 Mag. Georg Strasser
- seit 2009 Mag.a Barbara Tassatti (* 1964)
Quelle
Webseite
Fußnoten
- ↑ www.lsr-sbg.gv.at
- ↑ Mühlbacher, Dr. Wolfgang: Zur Brauchbarkeit der Prolegomena Bernhard Paumgartners für die Schulprofildiskussion am Musischen Gymnasium.<http://www.musgym.salzburg.at/Deutsch/PaumgMueh.pdf>
- ↑ Mitgutsch, Dr. Ernst: 40 Jahre Musisches Gymnasium Salzburg (Mai 2006) <http://www.musgym.salzburg.at/Seiten/gesch5.html>