Ludwig und Emilie Fischer: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Fischer und seine Frau wurden aus ihrer Wohnung im Juni 1938 vertrieben und musste nach Wien. Am [[14. Juli]] [[1942]] wurden sie, gemeinsam mit den Ehepaaren [[Heinrich und Klara Aninger|Aninger]] und [[Bela_und_Therese_Spiegel|Spiegel]] nach Theresienstadt deportiert. Emilie Fischer starb am [[26. Dezember]] [[1943]], Fischer schied am [[26. April]] [[1944]] aus dem Leben. | + | Fischer und seine Frau wurden aus ihrer Wohnung im Juni 1938 vertrieben und musste nach Wien ziehen. Am [[14. Juli]] [[1942]] wurden sie, gemeinsam mit den Ehepaaren [[Heinrich und Klara Aninger|Aninger]] und [[Bela_und_Therese_Spiegel|Spiegel]] nach Theresienstadt deportiert. Emilie Fischer starb am [[26. Dezember]] [[1943]], Fischer schied am [[26. April]] [[1944]] aus dem Leben. |
Zum Andenken an das Ehepaar Fischer wurde am [[22. Juni]] [[2009]] in der Franz-Josef-Straße 12 ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt. | Zum Andenken an das Ehepaar Fischer wurde am [[22. Juni]] [[2009]] in der Franz-Josef-Straße 12 ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt. | ||
Version vom 14. April 2013, 17:41 Uhr
Ludwig Fischer (* 31. Dezember 1868 in Jungbunzlau (Böhmen); † 26. April 1944 in Theresienstadt (ermordet) und seine FrauEmilie Fischer, geborene Taussig (* 27. August 1885 in Rakonitz † 26. Dezember 1943 in Theresienstadt (ermordet), waren Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.
Leben
Fischer gehörte dem jüdischen Glauben an und arbeitete als Kaufmann. Ferner war er Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburger und Teilhaber der Firma Fischer & Aninger, die ihren Sitz in der Sigmund-Haffner-Gasse 7-9 hatte. Fischers Frau Emilie (geborene Taussig) war die Schwester von Klara Aninger. Klara Aninger war die Gattin von Heinrich Aninger, Fischers Kompagnon.
Das Ehepaar Fischer wohnte im Andrä-Viertel, seit 1906 in der Franz-Josef-Straße 12. Sie hatten eine Sohn Walter (* 12. Juli 1908, † 1930 in Berlin). Walter besuchte zunächst das Gymnasium und studierte später Architektur. Er starb 22jährig in Berlin und fand auf dem jüdischen Friedhof in Salzburg seine letzte Ruhestätte.
Fischer und seine Frau wurden aus ihrer Wohnung im Juni 1938 vertrieben und musste nach Wien ziehen. Am 14. Juli 1942 wurden sie, gemeinsam mit den Ehepaaren Aninger und Spiegel nach Theresienstadt deportiert. Emilie Fischer starb am 26. Dezember 1943, Fischer schied am 26. April 1944 aus dem Leben.
Zum Andenken an das Ehepaar Fischer wurde am 22. Juni 2009 in der Franz-Josef-Straße 12 ein Stolperstein verlegt.