Marianne Traugott: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Marianne Traugott''' geborene Beurle (* September [[1921]]; † [[28. Mai]] [[1991]]) war die Gründerin der [[Trachten]]⁣werkstätte Beurle in der [[Stadt Salzburg]], Wels, Gmunden, [[Lofer]] und [[Abtenau]]. | '''Marianne Traugott''' geborene Beurle (* [[11. September]] [[1921]]; † [[28. Mai]] [[1991]]) war die Gründerin der [[Trachten]]⁣werkstätte Beurle in der [[Stadt Salzburg]], Wels, Gmunden, [[Lofer]] und [[Abtenau]]. | ||
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Marianne Traugott-Beurle kam schon früh mit der Tracht und der Trachtenerneuerungsbewegung in Berührung. Aus einer [[Linz]]er Familie stammend, besuchte sie die dortige "Gewerbliche Frauenberufsschule des Vereines für Fraueninteressen" und hatte in dieser Zeit Gelegenheit, regelmäßig bei Dr. Franz C. Lipp am Oö. Landesmuseum Vorträge über Tracht und ihre Erneuerung zu hören. | |||
Im Jahr [[1949]] begann sie mit dem Aufbau ihrer Trachtenwerkstätten in Wels, Gmunden, Lofer, | Nach Abschluss der Schule war sie als Gesellin in Linz und Berlin tätig. Gerade zwanzigjährig, legte Marianne Traugott-Beurle im November [[1941]] die Meisterprüfung der Damenkleidermacher ab. Die junge Meisterin vervollständigte ihre theoretische Ausbildung – insbesondere in Kostümgeschichte und Kostümzeichnen – an der Meisterschule für Mode in [[München]]. Von [[1943]] bis zum Kriegsende arbeitete sie dann an der "Mittelstelle Deutsche Tracht" unter Gertrud Pesendorfer in Innsbruck. Es war das eine Tätigkeit, die sie für ihren späteren Berufsweg ganz wesentlich prägte. | ||
Im Jahr [[1949]] begann sie mit dem Aufbau ihrer Trachtenwerkstätten in Wels, Gmunden und Lofer: Im Frühjahr dieses Jahres eröffnete sie ihre erste Werkstätte im Hoffmannschen Freihaus (Stadtplatz 24) in Wels. Auf Grund der damals geltenden Gewerbesperre war sie gezwungen, mit dem Gewerbeschein einer alten Schneidermeisterin zu arbeiten. Zahlreiche Trachtenschauen und Ausstellungen wurden veranstaltet. | |||
Im Mai [[1958]] folgte die Eröffnung einer Filiale in Lofer und schließlich wagte Marianne Traugott-Beurle den Sprung in die [[Altstadt]] Salzburgs durch den Einzug in das Haus [[Griesgasse]] 25. In weiterer Folge wurden die Werkstätten in Lofer und Gmunden wesentlich erweitert, und als jüngstes Glied im Reigen der Werkstätten kam [[1970]] ein Betrieb in Abtenau dazu; dieser spezialisierte sich auf die für die Gebirgstäler typischen Steppmieder und Garnierspenzer. | |||
Als Genossenschafterin des Heimatwerks setzte Marianne Traugott-Beurle auf Echtheit und solides Handwerk. Die als Familienunternehmen geführte Werkstätte Beurle stieg zum größten handwerklichen Erzeuger der erneuerten Tracht in [[Oberösterreich]] und [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]], mit (1981) 50 Mitarbeitern, auf. | |||
Gegen Ende der [[1970er]]-Jahre übertrug Marianne Traugott-Beurle die kaufmännischen Agenden an ihren Sohn Dr. Georg Florens Traugott. | |||
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Aktuelle Version vom 9. Oktober 2026, 18:31 Uhr
Marianne Traugott geborene Beurle (* 11. September 1921; † 28. Mai 1991) war die Gründerin der Trachtenwerkstätte Beurle in der Stadt Salzburg, Wels, Gmunden, Lofer und Abtenau.
Aus ihrem Leben
Marianne Traugott-Beurle kam schon früh mit der Tracht und der Trachtenerneuerungsbewegung in Berührung. Aus einer Linzer Familie stammend, besuchte sie die dortige "Gewerbliche Frauenberufsschule des Vereines für Fraueninteressen" und hatte in dieser Zeit Gelegenheit, regelmäßig bei Dr. Franz C. Lipp am Oö. Landesmuseum Vorträge über Tracht und ihre Erneuerung zu hören.
Nach Abschluss der Schule war sie als Gesellin in Linz und Berlin tätig. Gerade zwanzigjährig, legte Marianne Traugott-Beurle im November 1941 die Meisterprüfung der Damenkleidermacher ab. Die junge Meisterin vervollständigte ihre theoretische Ausbildung – insbesondere in Kostümgeschichte und Kostümzeichnen – an der Meisterschule für Mode in München. Von 1943 bis zum Kriegsende arbeitete sie dann an der "Mittelstelle Deutsche Tracht" unter Gertrud Pesendorfer in Innsbruck. Es war das eine Tätigkeit, die sie für ihren späteren Berufsweg ganz wesentlich prägte.
Im Jahr 1949 begann sie mit dem Aufbau ihrer Trachtenwerkstätten in Wels, Gmunden und Lofer: Im Frühjahr dieses Jahres eröffnete sie ihre erste Werkstätte im Hoffmannschen Freihaus (Stadtplatz 24) in Wels. Auf Grund der damals geltenden Gewerbesperre war sie gezwungen, mit dem Gewerbeschein einer alten Schneidermeisterin zu arbeiten. Zahlreiche Trachtenschauen und Ausstellungen wurden veranstaltet.
Im Mai 1958 folgte die Eröffnung einer Filiale in Lofer und schließlich wagte Marianne Traugott-Beurle den Sprung in die Altstadt Salzburgs durch den Einzug in das Haus Griesgasse 25. In weiterer Folge wurden die Werkstätten in Lofer und Gmunden wesentlich erweitert, und als jüngstes Glied im Reigen der Werkstätten kam 1970 ein Betrieb in Abtenau dazu; dieser spezialisierte sich auf die für die Gebirgstäler typischen Steppmieder und Garnierspenzer.
Als Genossenschafterin des Heimatwerks setzte Marianne Traugott-Beurle auf Echtheit und solides Handwerk. Die als Familienunternehmen geführte Werkstätte Beurle stieg zum größten handwerklichen Erzeuger der erneuerten Tracht in Oberösterreich und Salzburg, mit (1981) 50 Mitarbeitern, auf.
Gegen Ende der 1970er-Jahre übertrug Marianne Traugott-Beurle die kaufmännischen Agenden an ihren Sohn Dr. Georg Florens Traugott.
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", 11. September 1981, S. 6: Geburtstage; 13. September 1986, S. 8: Geburtstage; 28. Mai 1991, S. 13: Parte