Ptilocephala plumifera valesiella: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:bE-MK-12049b.jpg|thumb|Raupe: Salzburg, Hohe Tauern, Rauriser Tal, Kalkbretterkopf, 2008.07.25]]
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'''Ptilocephala plumifera valesiella''' (''Psyche valesiella'' Millière, 1867) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]].
 
'''Ptilocephala plumifera''' (''Psyche plumifera'' Ochsenheimer, 1810: 176) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]].
 
==Diagnose==
Die Männchen sind nicht unähnlich jenen von ''[[Lepdopterix hirsutella]]'', sind aber deutlich kleiner. Die Säcke sind ebenfalls kleiner, noch unregelmäßiger belegt und besitzen bei den Männchen keine lang Endröhre.
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''P. plumifera'' kommt in Salzburg nur in der alpinen Unterart ''valesiella'' vor. Die Art ist hier in den [[Hohen Tauern]] und im [[Lungau]] (Zonen IV und V nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] 2011) weit verbreitet und kommt in Höhenlagen von 1000 - 2400 m vor ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2011). Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen, kurzrasige alpine Magerwiesen und Zwergstrauchheiden. Je nach der Höhenlage fliegen die Männchen von Ende April bis Anfang Juli, gelegentlich erscheinen erste Tiere aber bereits kurz nach der Schneeschmelze. So wurde im [[Stubachtal]] ein Männchen bereits am 20.2.1949 gefangen und auch aus dem März sind wenige Funde bekannt. Erwachsene Raupen sind nach der Überwinterung in höheren Lagen noch im Juni und Juli anzutreffen, wobei aber unklar ist, ob sich die Falter dann noch im gleichen Jahr entwickeln, oder eben erst im darauffolgenden Frühjahr.
''P. plumifera'' kommt in Salzburg nur in der alpinen Form ''valesiella'' Millière, 1867 vor. Die Art ist hier in den [[Hohen Tauern]] und im [[Lungau]] (Zonen IV und V nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] 2011) weit verbreitet und kommt in Höhenlagen von 1000 bis 2400 m vor ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2011). Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen, kurzrasige alpine Magerwiesen und Zwergstrauchheiden. Je nach der Höhenlage fliegen die Männchen von Ende April bis Anfang Juli, gelegentlich erscheinen erste Tiere aber bereits kurz nach der Schneeschmelze. So wurde im [[Stubachtal]] ein Männchen bereits am 20.2.1949 gefangen und auch aus dem März sind wenige Funde bekannt. Erwachsene Raupen sind nach der Überwinterung in höheren Lagen noch im Juni und Juli anzutreffen, wobei aber unklar ist, ob sich die Falter dann noch im gleichen Jahr entwickeln, oder eben erst im darauffolgenden Frühjahr.
==Biologie und Gefährdung==
==Biologie und Gefährdung==
Die Männchen fliegen tagsüber im Sonnenschein auf der Suche nach den Weibchen umher, wobei sie an den Flugstellen oft nicht selten sind. Die Raupen leben am Boden, etwa an Thymianpolstern, oder in den Zwergsträuchern. Sie können dabei gelegentlich in großen Mengen auftreten. Als Futterpflanze ist in Salzburg zumindest ''[[Vaccinium gaultherioides]]'' (Alpenrauschbeere) belegt, die Tiere leben vermutlich aber auch von anderen Pflanzenarten. Die großflächige Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume im Hochgebirge und das häufige, wenn auch meist nur lokale Auftreten lassen die Art in Salzburg als ungefährdet erscheinen.
Die Männchen fliegen tagsüber im Sonnenschein auf der Suche nach den Weibchen umher, wobei sie an den Flugstellen oft nicht selten sind. Die Raupen leben am Boden, etwa an Thymianpolstern, oder in den Zwergsträuchern. Sie können dabei gelegentlich in großen Mengen auftreten. Als Futterpflanze ist in Salzburg zumindest ''[[Vaccinium gaultherioides]]'' (Alpenrauschbeere) belegt, die Tiere leben vermutlich aber auch von anderen Pflanzenarten. Die großflächige Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume im Hochgebirge und das häufige, wenn auch meist nur lokale Auftreten lassen die Art in Salzburg als ungefährdet erscheinen.

Version vom 28. Januar 2025, 09:24 Uhr

Raupe: Salzburg, Hohe Tauern, Rauriser Tal, Kalkbretterkopf, 2008.07.25

Ptilocephala plumifera (Psyche plumifera Ochsenheimer, 1810: 176) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Psychidae.

Diagnose

Die Männchen sind nicht unähnlich jenen von Lepdopterix hirsutella, sind aber deutlich kleiner. Die Säcke sind ebenfalls kleiner, noch unregelmäßiger belegt und besitzen bei den Männchen keine lang Endröhre.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]

P. plumifera kommt in Salzburg nur in der alpinen Form valesiella Millière, 1867 vor. Die Art ist hier in den Hohen Tauern und im Lungau (Zonen IV und V nach Embacher et al. 2011) weit verbreitet und kommt in Höhenlagen von 1000 bis 2400 m vor (Kurz & Kurz 2011). Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen, kurzrasige alpine Magerwiesen und Zwergstrauchheiden. Je nach der Höhenlage fliegen die Männchen von Ende April bis Anfang Juli, gelegentlich erscheinen erste Tiere aber bereits kurz nach der Schneeschmelze. So wurde im Stubachtal ein Männchen bereits am 20.2.1949 gefangen und auch aus dem März sind wenige Funde bekannt. Erwachsene Raupen sind nach der Überwinterung in höheren Lagen noch im Juni und Juli anzutreffen, wobei aber unklar ist, ob sich die Falter dann noch im gleichen Jahr entwickeln, oder eben erst im darauffolgenden Frühjahr.

Biologie und Gefährdung

Die Männchen fliegen tagsüber im Sonnenschein auf der Suche nach den Weibchen umher, wobei sie an den Flugstellen oft nicht selten sind. Die Raupen leben am Boden, etwa an Thymianpolstern, oder in den Zwergsträuchern. Sie können dabei gelegentlich in großen Mengen auftreten. Als Futterpflanze ist in Salzburg zumindest Vaccinium gaultherioides (Alpenrauschbeere) belegt, die Tiere leben vermutlich aber auch von anderen Pflanzenarten. Die großflächige Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume im Hochgebirge und das häufige, wenn auch meist nur lokale Auftreten lassen die Art in Salzburg als ungefährdet erscheinen.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.

Quellen

  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2011. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 25 Juli 2011].