Hans Wimberger: Unterschied zwischen den Versionen

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Univ.-Doz. Dr. '''Hans Christoph Wimberger''' (* 18xx; † 19xx) war ein Salzburger Kinderarzt, Primar und [[Salzburger Ärztekammer#Ehemalige Präsidenten|Präsident]] der [[Salzburger Ärztekammer]].
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Univ.-Doz. Dr. '''Hans Christoph Wimberger''' (* [[1887]] in [[Bischofshofen]]; † [[16. Oktober]] [[1954]]<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=JjqwrHEnXz1whIuVbRi%2FDf78ZwykjgZ90sXudb4AZXiehm%2F1P4x88U89954gO6L82v5n6WvBipfYDbBOBVBXkkDIuIJwhacBYnWL3M5ufX4COfDLklW4mjg3%2FY%2F0uiUQ&id1=19541018_09&q=%2522Hans%2520Wimberger%2522#sn-archiv-9 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 18. Oktober 1954, Seite 9 und [https://www.sn.at/archivsn?img=JjqwrHEnXz1whIuVbRi%2FDf78ZwykjgZ90sXudb4AZXiehm%2F1P4x88U89954gO6L82v5n6WvBipfYDbBOBVBXkkDIuIJwhacBYnWL3M5ufX4COfDLklW4mjg3%2FY%2F0uiUQ&id1=19541018_09&q=%2522Hans%2520Wimberger%2522#sn-archiv-6 www.sn.at] vom 18. Oktober 1954, Seite 9</ref>) war ein Salzburger Kinderarzt, Primar und [[Salzburger Ärztekammer#Ehemalige Präsidenten|Präsident]] der [[Salzburger Ärztekammer]].
  
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Mit September 1927 wurde Dr. Hans Wimberger aus [[Bischofshofen]] (als Nachfolger des pensionierten Primars Dr. [[Hans Fiala]]) zum Leiter des zum [[St. Johanns-Spital]] gehörenden [[Erzherzogin-Maria-Valerie-Kinderspital]]s bestellt. Nach neun Jahren an der Wiener Kinderklinik hatte er sich bei Clemens von Pirquet habilitiert.  
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Dr. Wimberger promovierte [[1913]]. Mit September [[1927]] wurde Dr. Hans Wimberger als Nachfolger des pensionierten Primars Dr. [[Hans Fiala]] zum Leiter des zum [[St. Johanns-Spital]] gehörenden [[Salzburger Kinderspital|Erzherzogin-Maria-Valerie-Kinderspitals]] bestellt. Nach neun Jahren an der Wiener Kinderklinik hatte er sich bei Clemens von Pirquet habilitiert.  
  
Er war ein organisatorisch begabter Mann, der ''"initiativste Primararzt der [[Zwischenkriegszeit]]"''<ref>[[Erwin Domanig|Domanig, Erwin]]: ''Personen und Persönlichkeiten am Wege vom alten St. Johanns-Spital zum heutigen Landeskrankenhaus'', in [[Reiner Brettenthaler|Brettenthaler/[[Hans Volkmar Feurstein|Feurstein]] (Hg): ''300 Jahre St. Johanns-Spital'' (Salzburg 1986) S. 127-151, hier S. 134; zitiert nach Öhler, a.a.O.</ref>. Mit Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit trieb er, der von 1930 bis 1940 auch Leiter der ärztlichen Fortbildung am St. Johanns-Spital war, den Ausbau des Kinderspitals voran: Von 1929 bis 1931 wurde die Bettenzahl von 70 auf 170 erhöht, 1938 wurde das Säuglingsheim mit 35 Betten eingerichtet und zwischen 1939 und 1942 ein neues Infektionsgebäude gebaut. Das Personal wurde um eine zweite Amme, Pflegepersonal und eine zweite Arztstelle vermehrt. Zudem war er darauf bedacht, am Kinderspital alle Agenden der Gesundheitsfürsorge und -erziehung zu zentralisieren – er richtete im Jahr 1929 eine Kinderkrankenpflegeschule, 1930 eine Lehr-Mutterberatung ein, übernahm 1942 von der allgemeinen Chirurgie die chirurgischen Kinder und richtete Operationsräume im Kinderspital ein. Bei der Verfolgung seiner Ziele kam ihm in der [[NS-Zeit]] seine ''"Selbstanpassung an das System"'' ([[Ernst Hanisch]])  zugute. Diese brachte ihn freilich 1945 um seine Primararztstelle und trug ihm überdies ein Berufsverbot ein. Ab 1946 durfte er allerdings wieder eine Praxis führen.
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Er war ein organisatorisch begabter Mann, der "initiativste Primararzt der [[Zwischenkriegszeit]]"<ref>[[Erwin Domanig|Domanig, Erwin]]: ''Personen und Persönlichkeiten am Wege vom alten St. Johanns-Spital zum heutigen Landeskrankenhaus'', in [[Reiner Brettenthaler|Brettenthaler/[[Hans Volkmar Feurstein|Feurstein]] (Hg): ''300 Jahre St. Johanns-Spital'' (Salzburg 1986) S. 127-151, hier S. 134; zitiert nach Öhler, a.a.O.</ref>. Mit Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit trieb er, der von 1930 bis 1940 auch Leiter der ärztlichen Fortbildung am St. Johanns-Spital war, den Ausbau des Kinderspitals voran: Von 1929 bis 1931 wurde die Bettenzahl von 70 auf 170 erhöht, 1938 wurde das Säuglingsheim mit 35 Betten eingerichtet und zwischen 1939 und 1942 ein neues Infektionsgebäude gebaut. Das Personal wurde um eine zweite Amme, Pflegepersonal und eine zweite Arztstelle vermehrt. Zudem war er darauf bedacht, am Kinderspital alle Agenden der Gesundheitsfürsorge und -erziehung zu zentralisieren – er richtete im Jahr 1929 eine Kinderkrankenpflegeschule, 1930 eine Lehr-Mutterberatung ein, übernahm 1942 von der allgemeinen Chirurgie die chirurgischen Kinder und richtete Operationsräume im Kinderspital ein. Bei der Verfolgung seiner Ziele kam ihm in der [[NS-Zeit]] seine "Selbstanpassung an das System" ([[Ernst Hanisch]])  zugute. Diese brachte ihn freilich 1945 um seine Primararztstelle und trug ihm überdies ein Berufsverbot ein. Ab 1946 durfte er allerdings wieder eine Praxis führen.
  
 
Von [[1950]] bis [[1952]] war er Präsident der Salzburger Ärztekammer.
 
Von [[1950]] bis [[1952]] war er Präsident der Salzburger Ärztekammer.
  
Wimberger war verheiratet und hatte zumindest die Söhne [[Gerhard Wimberger|Gerhard]] (Komponist) und Herbert (Kinderpsychiater).<ref>Internet-Treffer (11. August 2014): ''"Professor Gerhard Wimberger and later his brother, Dr. Herbert Wimberger, […] provided us with details about their father […]"'' </ref>
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Wimberger war verheiratet und hatte zumindest die Söhne [[Gerhard Wimberger|Gerhard]] (Komponist) und Herbert (Kinderpsychiater).<ref>Internet-Treffer (11. August 2014): "Professor Gerhard Wimberger and later his brother, Dr. Herbert Wimberger, […] provided us with details about their father […]" </ref>
  
== Quellen ==
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* [[Leopold Öhler|Öhler, Leopold]]: ''Kinderheilkunde in Salzburg: Entwicklung der pädiatrischen Versorgung''. In:  [[Wolfgang Sperl|Sperl, Wolfgang]]; Kerbl, Reinhard (Hrsg.): [http://www.docs4you.at/Content.Node/News/_OEGKJ_Festbrosch_A4_060912_ANSICHT.pdf ''Festschrift – 50 Jahr Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde. 1962–2012: Rückblick und Standortbestimmung''.] S. 67 ff. (70 f.)
 
* [[Leopold Öhler|Öhler, Leopold]]: ''Kinderheilkunde in Salzburg: Entwicklung der pädiatrischen Versorgung''. In:  [[Wolfgang Sperl|Sperl, Wolfgang]]; Kerbl, Reinhard (Hrsg.): [http://www.docs4you.at/Content.Node/News/_OEGKJ_Festbrosch_A4_060912_ANSICHT.pdf ''Festschrift – 50 Jahr Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde. 1962–2012: Rückblick und Standortbestimmung''.] S. 67 ff. (70 f.)
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Version vom 23. Oktober 2024, 15:31 Uhr

Univ.-Doz. Dr. Hans Christoph Wimberger (* 1887 in Bischofshofen; † 16. Oktober 1954[1]) war ein Salzburger Kinderarzt, Primar und Präsident der Salzburger Ärztekammer.

Leben

Dr. Wimberger promovierte 1913. Mit September 1927 wurde Dr. Hans Wimberger als Nachfolger des pensionierten Primars Dr. Hans Fiala zum Leiter des zum St. Johanns-Spital gehörenden Erzherzogin-Maria-Valerie-Kinderspitals bestellt. Nach neun Jahren an der Wiener Kinderklinik hatte er sich bei Clemens von Pirquet habilitiert.

Er war ein organisatorisch begabter Mann, der "initiativste Primararzt der Zwischenkriegszeit"[2]. Mit Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit trieb er, der von 1930 bis 1940 auch Leiter der ärztlichen Fortbildung am St. Johanns-Spital war, den Ausbau des Kinderspitals voran: Von 1929 bis 1931 wurde die Bettenzahl von 70 auf 170 erhöht, 1938 wurde das Säuglingsheim mit 35 Betten eingerichtet und zwischen 1939 und 1942 ein neues Infektionsgebäude gebaut. Das Personal wurde um eine zweite Amme, Pflegepersonal und eine zweite Arztstelle vermehrt. Zudem war er darauf bedacht, am Kinderspital alle Agenden der Gesundheitsfürsorge und -erziehung zu zentralisieren – er richtete im Jahr 1929 eine Kinderkrankenpflegeschule, 1930 eine Lehr-Mutterberatung ein, übernahm 1942 von der allgemeinen Chirurgie die chirurgischen Kinder und richtete Operationsräume im Kinderspital ein. Bei der Verfolgung seiner Ziele kam ihm in der NS-Zeit seine "Selbstanpassung an das System" (Ernst Hanisch) zugute. Diese brachte ihn freilich 1945 um seine Primararztstelle und trug ihm überdies ein Berufsverbot ein. Ab 1946 durfte er allerdings wieder eine Praxis führen.

Von 1950 bis 1952 war er Präsident der Salzburger Ärztekammer.

Wimberger war verheiratet und hatte zumindest die Söhne Gerhard (Komponist) und Herbert (Kinderpsychiater).[3]

Quelle

Einzelnachweis

  1. www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 18. Oktober 1954, Seite 9 und www.sn.at vom 18. Oktober 1954, Seite 9
  2. Domanig, Erwin: Personen und Persönlichkeiten am Wege vom alten St. Johanns-Spital zum heutigen Landeskrankenhaus, in [[Reiner Brettenthaler|Brettenthaler/Feurstein (Hg): 300 Jahre St. Johanns-Spital (Salzburg 1986) S. 127-151, hier S. 134; zitiert nach Öhler, a.a.O.
  3. Internet-Treffer (11. August 2014): "Professor Gerhard Wimberger and later his brother, Dr. Herbert Wimberger, […] provided us with details about their father […]"
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