Talübergang Söllheim: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Talübergang Söllheim wurde in den Jahren [[1938]] bis [[1942]] errichtet und war damals eine der größten Baustellen der [[Reichsautobahn]]. Das [[Salzburger Volksblatt]] berichtete am [[6. Juli]] [[1939]] über die Bauarbeiten. | Der Talübergang Söllheim wurde in den Jahren [[1938]] bis [[1942]] errichtet und war damals eine der größten Baustellen der [[Reichsautobahn]]. Das [[Salzburger Volksblatt]] berichtete am [[6. Juli]] [[1939]] über die Bauarbeiten. | ||
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| + | 1. Der Talübergang der Autobahn bei Söllheim. Teleskop-Aufnahme mit eingezeichnetem Brückenbauwerk. (Aufnahme: Ellinger) | ||
| + | 2. Der Steinlagerplatz beim Widerlager auf der Salzburger Seite. Auf der Wiese gleich daneben liegt das Heu. Der Bauplatz ist vorbildlich. Es wird auf engstem Raum gearbeitet. Kein Quadratmeter Boden geht verloren. Das Seil gehört zur Verankerung eines Kabelkranes. | ||
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| + | : Unten: Reihe 1.—6. | ||
| + | 1. Ein Pfeiler wächst aus dem Boden. Und mit ihm wächst das neuartige Klettergerüst empor, das keiner Bodenstütze bedarf. In die Fugen der Steinblöcke werden gleich beim Ausbau Haken eingelegt, die das Gerüst tragen. | ||
| + | 2. Mit Presslufthammern werden die Rohlinge zunächst angebohrt, worauf sie von Handarbeitern noch ihren letzten Schliff bekommen. | ||
| + | 3. Von einem Pfeiler-Gerüst blicken wir nach Söllheim hinüber; rechts das Schloss und links die Kapelle; ganz rechts beim Wald eine Unterkunft für die Arbeiter mit der deutschen und italienischen Flagge. | ||
| + | 4. Die beiden Turmgerüste mit den Maschinenhäusern für die Kabelkrananlage, die eine Spannweite von 300 Metern besitzt. Gegenüber, auf der anderen Seite des Talüberqanges, die Turmgerüste für die Gegengewichte. | ||
| + | 5. Der Mann, der die Verantwortung für das Arbeiten des Kabelkranes trägt. Dauernde scharfe Beobachtung bis zu 300 Meter und sofortiges Reagieren auf die Winksignale, das ist seine Hauptaufgabe. | ||
| + | 6. Und hier kommt ein Block gerade auf die Einbaustelle im Pfeiler III herab. | ||
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| + | : Aufnahmen: Ernst Ziegeleder. Salzburg: Druckstöcke: R. Kiesel Salzburg. | ||
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* 12 000 Kubikmeter Fundament-Beton | * 12 000 Kubikmeter Fundament-Beton | ||
* 12 000 Kubikmeter Beton für Pfeiler und Widerlager | * 12 000 Kubikmeter Beton für Pfeiler und Widerlager | ||
| + | * 3 800 Kubikmeter Schichtenmauerwerk; Gewicht: rund 9 100 Tonnen | ||
== Bildergalerie == | == Bildergalerie == | ||
Version vom 1. Februar 2020, 12:07 Uhr
Der Talübergang Söllheim ist eine Autobahnbrücke der Westautobahn bei Söllheim .
Beschreibung
Die Westautobahn führt im Norden der Stadt Salzburg von Westen her kommend über die Salzach südlich am Plainberg vorbei bis zum Grünen Wald, wo sie die Straße nach Mattsee und die Westbahn kreuzt, und wendet sich dann in einem Bogen nach Norden dem Nußdorfer Berg zu. Von diesem aus überspannt die Autobahnbrücke auf fünf hohen Pfeilern den Taleinschnitt bei Söllheim zur Söllheimer Leiten hinüber.
Über den Talübergang verläuft die Westautobahn von der Stadt Salzburg in Richtung Osten nach Wien, die Brückenkonstruktion selbst steht in Richtung Nord-Süd
Unter dem Talübergang verbindet die Söllheimerstraße Salzburg-Kasern und Hallwang-Söllheim in Richtung West-Ost.
Geschichte
Der Talübergang Söllheim wurde in den Jahren 1938 bis 1942 errichtet und war damals eine der größten Baustellen der Reichsautobahn. Das Salzburger Volksblatt berichtete am 6. Juli 1939 über die Bauarbeiten.
= Bilder der Baustelle
- Oben links und rechts
1. Der Talübergang der Autobahn bei Söllheim. Teleskop-Aufnahme mit eingezeichnetem Brückenbauwerk. (Aufnahme: Ellinger) 2. Der Steinlagerplatz beim Widerlager auf der Salzburger Seite. Auf der Wiese gleich daneben liegt das Heu. Der Bauplatz ist vorbildlich. Es wird auf engstem Raum gearbeitet. Kein Quadratmeter Boden geht verloren. Das Seil gehört zur Verankerung eines Kabelkranes.
- Unten: Reihe 1.—6.
1. Ein Pfeiler wächst aus dem Boden. Und mit ihm wächst das neuartige Klettergerüst empor, das keiner Bodenstütze bedarf. In die Fugen der Steinblöcke werden gleich beim Ausbau Haken eingelegt, die das Gerüst tragen. 2. Mit Presslufthammern werden die Rohlinge zunächst angebohrt, worauf sie von Handarbeitern noch ihren letzten Schliff bekommen. 3. Von einem Pfeiler-Gerüst blicken wir nach Söllheim hinüber; rechts das Schloss und links die Kapelle; ganz rechts beim Wald eine Unterkunft für die Arbeiter mit der deutschen und italienischen Flagge. 4. Die beiden Turmgerüste mit den Maschinenhäusern für die Kabelkrananlage, die eine Spannweite von 300 Metern besitzt. Gegenüber, auf der anderen Seite des Talüberqanges, die Turmgerüste für die Gegengewichte. 5. Der Mann, der die Verantwortung für das Arbeiten des Kabelkranes trägt. Dauernde scharfe Beobachtung bis zu 300 Meter und sofortiges Reagieren auf die Winksignale, das ist seine Hauptaufgabe. 6. Und hier kommt ein Block gerade auf die Einbaustelle im Pfeiler III herab.
- Aufnahmen: Ernst Ziegeleder. Salzburg: Druckstöcke: R. Kiesel Salzburg.
Technische Daten
- 18 000 Kubikmeter Baugruben-Aushub (Erdbewegungen)
- 12 000 Kubikmeter Fundament-Beton
- 12 000 Kubikmeter Beton für Pfeiler und Widerlager
- 3 800 Kubikmeter Schichtenmauerwerk; Gewicht: rund 9 100 Tonnen
Bildergalerie
Söllheim mit Autobahnbrücke Westautobahnviadukt und dem Staufen im Hintergrund
Weblink
- Lage auf SAGIS
Quelle
- Salzburger Geographisches Informationssystem (SAGIS), im Internet unter www.salzburg.gv.at/sagismobile... abrufbar.
- ANNO, Salzburger Volksblatt, 6. Juli 1939, Seite 4