Gewerbeschule Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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So wurde im Jahr [[1875]] dem Wiener Architekten [[Camillo Sitte]] die Leitung der im alten städtischen Getreidemagazin ([[Franz-Josef-Kai]] 17) neu gegründeten ''Zeichen- und Modellierschule'' übertragen, die bereits [[1876]] – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – mit kaiserlicher Bewilligung zur ''k.u.k. Staats-Gewerbeschule'' erhoben wurde. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "Abteilung für Photografie und Reproduktionsverfahren" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung [[1886]] nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele [[Fotografen]], deren es auch viele in Salzburg gab (siehe auch [[Fotografie]]).
 
So wurde im Jahr [[1875]] dem Wiener Architekten [[Camillo Sitte]] die Leitung der im alten städtischen Getreidemagazin ([[Franz-Josef-Kai]] 17) neu gegründeten ''Zeichen- und Modellierschule'' übertragen, die bereits [[1876]] – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – mit kaiserlicher Bewilligung zur ''k.u.k. Staats-Gewerbeschule'' erhoben wurde. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "Abteilung für Photografie und Reproduktionsverfahren" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung [[1886]] nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele [[Fotografen]], deren es auch viele in Salzburg gab (siehe auch [[Fotografie]]).
  
Zum Lehrkörper der neugegründeten Anstalt gehörten als Leiter der Schnitzschule der Bildhauer Alois Kiebacher, dann die Professoren Kuhn, Mell und Salb.  
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In der ersten Zeit musste sich die Schule gegen Anfeindungen behaupten, die von den Leitern anderer, älterer Schulen ausgingen, die die neue Schule als Konkurrenz betrachteten.
 
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Das Gebäude der Staatsgewerbeschule am [[Rudolfskai]] 42 wurde nach Plänen des städtischen Architekten Franz Drobny von der Baufirma [[Jakob Ceconi}} 1897 bis 1900 errichtet und am [[20. Oktober]] [[1900]] eröffnet. In den [[1930er]] Jahren erfolgte der Zubau eines Werkstättentraktes. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude durch Bombentreffer am [[27. Februar]] [[1945]] schwer beschädigt.
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Das Gebäude der Staatsgewerbeschule am [[Rudolfskai]] 42 wurde nach Plänen des städtischen Architekten Franz Drobny von der Baufirma [[Jakob Ceconi]] 1897 bis 1900 errichtet und am [[20. Oktober]] [[1900]] eröffnet. In den [[1930er]] Jahren erfolgte der Zubau eines Werkstättentraktes. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude durch Bombentreffer am [[27. Februar]] [[1945]] schwer beschädigt.
  
 
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fand am [[17. Juli]] [[1948]] erstmals eine Fotoausstellung in der Gewerbeschule statt. Es werden 280 Bilder aus 28 Nationen gezeigt.
 
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fand am [[17. Juli]] [[1948]] erstmals eine Fotoausstellung in der Gewerbeschule statt. Es werden 280 Bilder aus 28 Nationen gezeigt.

Version vom 10. Januar 2010, 21:10 Uhr

Datei:Staatsgewerbeschule.jpg
ehemalige Staatsgewerbeschule, später Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg, heute Universität Salzburg in der Salzburger Altstadt am Rudolfskai, im Hintergrund die Festung Hohensalzburg
Stadtblick vom Giselakai zur ehem. Gewerbeschule

Die Gewerbeschule Salzburg, auch Staatsgewerbeschule genannt, befand sich am Rande der Salzburger Altstadt am Rudolfskai.

Geschichte

‎ Nach dem Wiener Börsenkrach von 1873 und dem durch diesen ausgelösten wirtschaftlichen Zusammenbruch sah sich das Ministerium veranlasst, etwas für die Hebung des gewerblichen Unterrichtswesens zu unternehmen. Ein Teil dieser Initiative war die Gründung der nachmaligen Gewerbeschule Salzburg.

So wurde im Jahr 1875 dem Wiener Architekten Camillo Sitte die Leitung der im alten städtischen Getreidemagazin (Franz-Josef-Kai 17) neu gegründeten Zeichen- und Modellierschule übertragen, die bereits 1876 – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – mit kaiserlicher Bewilligung zur k.u.k. Staats-Gewerbeschule erhoben wurde. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "Abteilung für Photografie und Reproduktionsverfahren" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung 1886 nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele Fotografen, deren es auch viele in Salzburg gab (siehe auch Fotografie).

Zum Lehrkörper der neu gegründeten Anstalt gehörten als Leiter der Schnitzschule der Bildhauer Alois Kiebacher, dann die Professoren Kuhn, Mell und Salb.

In der ersten Zeit musste sich die Schule gegen Anfeindungen behaupten, die von den Leitern anderer, älterer Schulen ausgingen, die die neue Schule als Konkurrenz betrachteten.

Camillo Sittes Wirken in Salzburg war so erfolgreich, dass er 1883 nach Wien zurückberufen wurde, um auch dort eine k.k. Staatsgewerbeschule aufzubauen.

Das Gebäude der Staatsgewerbeschule am Rudolfskai 42 wurde nach Plänen des städtischen Architekten Franz Drobny von der Baufirma Jakob Ceconi 1897 bis 1900 errichtet und am 20. Oktober 1900 eröffnet. In den 1930er Jahren erfolgte der Zubau eines Werkstättentraktes. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude durch Bombentreffer am 27. Februar 1945 schwer beschädigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand am 17. Juli 1948 erstmals eine Fotoausstellung in der Gewerbeschule statt. Es werden 280 Bilder aus 28 Nationen gezeigt.

Am 14. September 1955 wurde die erste Klasse der neuen Maschinenbauabteilung mit Beginn des neuen Schuljahres eröffnet.

Aus der Staatsgewerbeschule wurde in der Neuzeit die HTL Salzburg und es kam 1985 zu einem Neubau in der Itzlinger Hauptstraße 30 in Itzling. Nach Renovierung des Gebäudes am Rudolfskai durch die Architekten Prossinger und Windisch zog dort die Universität Salzburg mit den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern ein.

Quellen

  • diverse Internetseiten
  • Salzburgwiki Beitrag Camillo Sitte
  • Heinrich Sitte: Camillo Sitte. In: Neue österreichische Biographie 1815 – 1918. Amalthea-Verlag Wien 1929. S. 132 ff (insbesondere S. 141 f).