Freie Christengemeinde − Pfingstgemeinde: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)"''' ist eine Bekenntnisgemeinschaft mit Sitz in der Vogelweiderstraße 78 in Salzburg/Stadtteil [[Schallmoos]] sowie etlichen lokalen Pfingstgemeinden im Land Salzburg.  
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'''Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)"''' ist eine Bekenntnisgemeinschaft mit Sitz in der [[Vogelweiderstraße]] 78 in Salzburg - [[Schallmoos]] sowie etlichen lokalen Pfingstgemeinden im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]].  
  
 
== Salzburger Pfingstgemeinde ==
 
== Salzburger Pfingstgemeinde ==
* '''Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)"''' ist eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft und hat mit dem Feststellungsbescheid GZ 7836/18-9c/ 98 vom 20. Juli 1998 gemäß des Bundesgesetzes BGBL 1 - Nr. 19/1998 die Rechtspersönlichkeit mit Wirksamkeit vom 11. Juli 1998 erworben. In Salzburg ([[Schallmoos]]/Vogelweiderstraße 78) ist der österreichweite Sitz der Bekenntnisgemeinschaft, die ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich in über 65 lokalen Pfingstgemeinden ausübt.  
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* '''Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)"''' ist eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft und hat mit dem Feststellungsbescheid GZ 7836/18-9c/ 98 vom [[20. Juli]] [[1998]] gemäß des Bundesgesetzes BGBL 1 - Nr. 19/1998 die Rechtspersönlichkeit mit Wirksamkeit vom [[11. Juli]] 1998 erworben. In Salzburg-Schallmoos ist der österreichweite Sitz der Bekenntnisgemeinschaft, die ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich in über 65 lokalen Pfingstgemeinden ausübt.  
* Vor Ort trifft sich die Salzburger Pfingstgemeinde sonntags um 09:30 Uhr zum wöchentlichem Hauptgottesdienst mit 100-150 Teilnehmern in der Vogelweiderstraße 78.  
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* Vor Ort trifft sich die Salzburger Pfingstgemeinde sonntags um 09:30 Uhr zum wöchentlichem Hauptgottesdienst mit 100 - 150 Teilnehmern in der Vogelweiderstraße 78.  
 
* Die Vision der Pfingstgemeinde ist in lebendig gestalteten Gottesdiensten und im Rahmen eines zeitgemäßen Christentums Jesus Christus zu begegnen und mit der Kraft Gottes und den Gaben des Heiligen Geistes zu rechnen, um so lebensverändernde Berühungen und ganzheitliche Heilung durch den Glauben an Jesus Christus zu erfahren!
 
* Die Vision der Pfingstgemeinde ist in lebendig gestalteten Gottesdiensten und im Rahmen eines zeitgemäßen Christentums Jesus Christus zu begegnen und mit der Kraft Gottes und den Gaben des Heiligen Geistes zu rechnen, um so lebensverändernde Berühungen und ganzheitliche Heilung durch den Glauben an Jesus Christus zu erfahren!
 
* Zudem ist in Schallmoos das Nehemia Hilfswerk mit einer Altkleidersammelstelle für bedürftige Menschen, ein Jugendzentrum und ein Seniorentreffpunkt.  
 
* Zudem ist in Schallmoos das Nehemia Hilfswerk mit einer Altkleidersammelstelle für bedürftige Menschen, ein Jugendzentrum und ein Seniorentreffpunkt.  
 
* Es gibt in der Stadt Salzburg schätzungsweise zehn weitere pfingstliche Gemeinden unterschiedlicher ethnischer Herkünfte, was die hohen Angehörigenzahlen in Nord- und Südamerika sowie großen Teilen Afrikas und Asiens am Migrantenanteil in Salzburg wiederspiegelt. So sind beispielsweise in Schallmoos drei ethnisch-pfingstliche Gemeinden (Rumänen, Ghanesen und Philippinen).
 
* Es gibt in der Stadt Salzburg schätzungsweise zehn weitere pfingstliche Gemeinden unterschiedlicher ethnischer Herkünfte, was die hohen Angehörigenzahlen in Nord- und Südamerika sowie großen Teilen Afrikas und Asiens am Migrantenanteil in Salzburg wiederspiegelt. So sind beispielsweise in Schallmoos drei ethnisch-pfingstliche Gemeinden (Rumänen, Ghanesen und Philippinen).
 
* Übergemeindliche Arbeitsbereiche der FCGÖ sind Teen Challenge (Arbeit mit drogenabhängigen Jugendlichen, das Jugend- und Kinderwerk, Arte con Brio (Künstlerwerk), Royal Ranger (christliche Pfadfinder), Begegnung in der Ehe (Eheseminar), etc.)
 
* Übergemeindliche Arbeitsbereiche der FCGÖ sind Teen Challenge (Arbeit mit drogenabhängigen Jugendlichen, das Jugend- und Kinderwerk, Arte con Brio (Künstlerwerk), Royal Ranger (christliche Pfadfinder), Begegnung in der Ehe (Eheseminar), etc.)
* Vier Mal pro Jahr veranstaltet die Salzburger Pfingstgemeinde besondere Konferenzen, in denen sich die umliegenden lokalen Pfingstgemeinden aus dem Land Salzburg (Bürmoos, Schwarzach, Schladming, etc.) zusammen treffen. Für ältere Mitglieder der Salzburger Pfingstgemeinden besteht in [[Bürmoos]] die Möglichkeit eines betreuten Wohnens im "Glaubensheim" mit täglichen Andachten und gemeinsamen Mahlzeiten sowie gemeinsamer Freizeitgestaltung. Die Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde unterstützt zudem ein Imkerausbildungprojekt für ärmere Menschen in Chile, gründete ein Waisenhaus in Rumänien, ein Lehrlingsprogramm für ärmere Jugendliche in Bangladesch und hat zudem noch andere diakonische Dienste.
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* Vier Mal pro Jahr veranstaltet die Salzburger Pfingstgemeinde besondere Konferenzen, in denen sich die umliegenden lokalen Pfingstgemeinden aus dem Land Salzburg ([[Bürmoos]], [[Schwarzach]] etc.) zusammen treffen. Für ältere Mitglieder der Salzburger Pfingstgemeinden besteht in Bürmoos die Möglichkeit eines betreuten Wohnens im "Glaubensheim" mit täglichen Andachten und gemeinsamen Mahlzeiten sowie gemeinsamer Freizeitgestaltung. Die Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde unterstützt zudem ein Imkerausbildungprojekt für ärmere Menschen in Chile, gründete ein Waisenhaus in Rumänien, ein Lehrlingsprogramm für ärmere Jugendliche in Bangladesch und hat zudem noch andere diakonische Dienste.
  
 
== Geschichte der Freie Christengemeinde - Pfingstgemeinde ==
 
== Geschichte der Freie Christengemeinde - Pfingstgemeinde ==
* Pfingstler bekennen sich zur klassischen Pfingstbewegung, ein weltweiter christlicher Hauptstrom, der 1906 aus einer Erweckung in der Azuza Street (Los Angeles, USA) entsprang. Die World Christian Encyclopedia rechnet der pfingstlich-charismatischen Bewegung folgende Angehörigenzahlen zu: im Jahr 1970 waren weltweit 72.223.000 Anhänger zugehörig, 1995 477.378.000 Anhänger, 2000 523.767.390 Anhänger in 236 Ländern und 21.080 Denominationen.  
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* Pfingstler bekennen sich zur klassischen Pfingstbewegung, ein weltweiter christlicher Hauptstrom, der [[1906]] aus einer Erweckung in der Azuza Street (Los Angeles, USA) entsprang. Die World Christian Encyclopedia rechnet der pfingstlich-charismatischen Bewegung folgende Angehörigenzahlen zu: im Jahr [[1970]] waren weltweit 72.223.000 Anhänger zugehörig, 1995 477.378.000 Anhänger, 2000 523.767.390 Anhänger in 236 Ländern und 21.080 Denominationen.  
* Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in [[Fuschl am See]], St. Wolfgang und Bad Ischl. Die Klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. Im lange Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel  (1876-1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen. In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom röm.-kath. Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18.11.1930) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932-1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934-1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln. Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem 2. Weltkrieg verschwanden.  
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* Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in [[Fuschl am See]], [[St. Wolfgang]] und [[Bad Ischl]]. Die klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. In dem viele Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel  (1876 - 1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen. In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom röm.-kath. Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom [[18. November]] [[1930]]) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932 - 1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934 - 1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln. Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verschwanden.  
* Erst am 14.12.1946  wurde die FCGÖ in einer Flüchtlingswohnung in Sattledt (Oberösterreich) von 26 mehrheitlich deutschstämmig-jugoslawischen und österreichischen Predigern gegründet. Von da an gründete die Pfingstgemeinde in [[Schallmoos]] rund um Salzburg inetwa zehn weitere Lokalgemeinden, der österreichweit über 65 Gemeinden.  
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* Erst am [[14. Dezember]] [[1946]] wurde die FCGÖ in einer Flüchtlingswohnung in Sattledt ([[Oberösterreich]]) von 26 mehrheitlich deutschstämmig-jugoslawischen und österreichischen Predigern gegründet. Von da an gründete die Pfingstgemeinde in Salzburg-Schallmoos rund um Salzburg inetwa zehn weitere Lokalgemeinden, der österreichweit über 65 Gemeinden.  
* 7.186 Personen bekennen sich zur Freien Christengemeinde - Pfingstgemeinde (davon 5.061 mit österreichischer Staatsbürgerschaft und 2.125 mit anderer Staatsbürgerschaft). Quelle: Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit. (Weblink unten).
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* 7.186 Personen bekennen sich zur Freien Christengemeinde - Pfingstgemeinde (davon 5.061 mit österreichischer Staatsbürgerschaft und 2.125 mit anderer Staatsbürgerschaft)<ref>Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit</ref>
 
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== Sonstiges ==
 
== Sonstiges ==
 
=== Struktur ===
 
=== Struktur ===
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=== Kontakt ===
 
=== Kontakt ===
* Freie Christengemeinde-Pfingstgemeinde, Vogelweiderstr. 78, A-5020 Salzburg
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:''Freie Christengemeinde-Pfingstgemeinde''
Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft  
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:''Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft''
* BüroDi-Fr 9:00-12:00 + Di-Do 14:00-17:00
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:''Vogelweiderstraße 78''
* Tel./Fax.: +43-(0)662-871244  
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:''5020 Salzburg''
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:''BürozeitenDienstag - Freitag 9 -12 Uhr und Dienstag bis Donnerstag: 14 - 17 Uhr''
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:''Telefon und Fax: 06 62 - 87 12 44  
  
 
== Weblinks ==
 
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* http://www.statistik.at/web_de/static/bevoelkerung_2001_nach_religionsbekenntnis_und_staatsangehoerigkeit_022894.pdf
 
* http://www.statistik.at/web_de/static/bevoelkerung_2001_nach_religionsbekenntnis_und_staatsangehoerigkeit_022894.pdf
 
* http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Christengemeinde/Pfingstgemeinde
 
* http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Christengemeinde/Pfingstgemeinde
[[Kategorie:Religion]]
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== Literatur ==
 
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* Betschel, Nikolaus (1972): Zum 25jährigen Bestehen der Freien Christengemeinden in Österreich. Eigenverlag.
 
* Betschel, Nikolaus (1972): Zum 25jährigen Bestehen der Freien Christengemeinden in Österreich. Eigenverlag.
 
* Betschel, Nikolaus (1997): „Es geschah nicht ohne Geburtswehen.“ In: Winter, Klaus: Eine Bewegung stellt sich vor. 50 Jahre Freie Christengemeinden in Österreich. Salzburg: Lebensbotschaft – Eigenverlag.
 
* Betschel, Nikolaus (1997): „Es geschah nicht ohne Geburtswehen.“ In: Winter, Klaus: Eine Bewegung stellt sich vor. 50 Jahre Freie Christengemeinden in Österreich. Salzburg: Lebensbotschaft – Eigenverlag.
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==Quellen==
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Version vom 30. März 2008, 08:34 Uhr

Vorlage:Salzburger Pfingstgemeinde

Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)" ist eine Bekenntnisgemeinschaft mit Sitz in der Vogelweiderstraße 78 in Salzburg - Schallmoos sowie etlichen lokalen Pfingstgemeinden im Land Salzburg.

Salzburger Pfingstgemeinde

  • Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)" ist eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft und hat mit dem Feststellungsbescheid GZ 7836/18-9c/ 98 vom 20. Juli 1998 gemäß des Bundesgesetzes BGBL 1 - Nr. 19/1998 die Rechtspersönlichkeit mit Wirksamkeit vom 11. Juli 1998 erworben. In Salzburg-Schallmoos ist der österreichweite Sitz der Bekenntnisgemeinschaft, die ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich in über 65 lokalen Pfingstgemeinden ausübt.
  • Vor Ort trifft sich die Salzburger Pfingstgemeinde sonntags um 09:30 Uhr zum wöchentlichem Hauptgottesdienst mit 100 - 150 Teilnehmern in der Vogelweiderstraße 78.
  • Die Vision der Pfingstgemeinde ist in lebendig gestalteten Gottesdiensten und im Rahmen eines zeitgemäßen Christentums Jesus Christus zu begegnen und mit der Kraft Gottes und den Gaben des Heiligen Geistes zu rechnen, um so lebensverändernde Berühungen und ganzheitliche Heilung durch den Glauben an Jesus Christus zu erfahren!
  • Zudem ist in Schallmoos das Nehemia Hilfswerk mit einer Altkleidersammelstelle für bedürftige Menschen, ein Jugendzentrum und ein Seniorentreffpunkt.
  • Es gibt in der Stadt Salzburg schätzungsweise zehn weitere pfingstliche Gemeinden unterschiedlicher ethnischer Herkünfte, was die hohen Angehörigenzahlen in Nord- und Südamerika sowie großen Teilen Afrikas und Asiens am Migrantenanteil in Salzburg wiederspiegelt. So sind beispielsweise in Schallmoos drei ethnisch-pfingstliche Gemeinden (Rumänen, Ghanesen und Philippinen).
  • Übergemeindliche Arbeitsbereiche der FCGÖ sind Teen Challenge (Arbeit mit drogenabhängigen Jugendlichen, das Jugend- und Kinderwerk, Arte con Brio (Künstlerwerk), Royal Ranger (christliche Pfadfinder), Begegnung in der Ehe (Eheseminar), etc.)
  • Vier Mal pro Jahr veranstaltet die Salzburger Pfingstgemeinde besondere Konferenzen, in denen sich die umliegenden lokalen Pfingstgemeinden aus dem Land Salzburg (Bürmoos, Schwarzach etc.) zusammen treffen. Für ältere Mitglieder der Salzburger Pfingstgemeinden besteht in Bürmoos die Möglichkeit eines betreuten Wohnens im "Glaubensheim" mit täglichen Andachten und gemeinsamen Mahlzeiten sowie gemeinsamer Freizeitgestaltung. Die Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde unterstützt zudem ein Imkerausbildungprojekt für ärmere Menschen in Chile, gründete ein Waisenhaus in Rumänien, ein Lehrlingsprogramm für ärmere Jugendliche in Bangladesch und hat zudem noch andere diakonische Dienste.

Geschichte der Freie Christengemeinde - Pfingstgemeinde

  • Pfingstler bekennen sich zur klassischen Pfingstbewegung, ein weltweiter christlicher Hauptstrom, der 1906 aus einer Erweckung in der Azuza Street (Los Angeles, USA) entsprang. Die World Christian Encyclopedia rechnet der pfingstlich-charismatischen Bewegung folgende Angehörigenzahlen zu: im Jahr 1970 waren weltweit 72.223.000 Anhänger zugehörig, 1995 477.378.000 Anhänger, 2000 523.767.390 Anhänger in 236 Ländern und 21.080 Denominationen.
  • Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in Fuschl am See, St. Wolfgang und Bad Ischl. Die klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. In dem viele Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel (1876 - 1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen. In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom röm.-kath. Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18. November 1930) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932 - 1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934 - 1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln. Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden.
  • Erst am 14. Dezember 1946 wurde die FCGÖ in einer Flüchtlingswohnung in Sattledt (Oberösterreich) von 26 mehrheitlich deutschstämmig-jugoslawischen und österreichischen Predigern gegründet. Von da an gründete die Pfingstgemeinde in Salzburg-Schallmoos rund um Salzburg inetwa zehn weitere Lokalgemeinden, der österreichweit über 65 Gemeinden.
  • 7.186 Personen bekennen sich zur Freien Christengemeinde - Pfingstgemeinde (davon 5.061 mit österreichischer Staatsbürgerschaft und 2.125 mit anderer Staatsbürgerschaft)[1]

Sonstiges

Struktur

  • Eine kongregationalistische Verfassung ist die Struktur der Bekenntnisgemeinschaft, die in einem Gemeindeverband (Bund) zusammengeschlossen ist und sich in Distrikte und Regionen gliedert.

Veranstaltungen und Aktivitäten

  • Gottesdienst: jeden Sonntag um 09:30 Uhr in der Vogelweiderstraße 78 mit Kinderbetreuung und anschließendem Gemeindecafé.
  • Seniorentreff: jeden Mittwoch um 15:00 Uhr in der Vogelweiderstraße 78 (Bibelstunden, Ausflüge, Besichtigungen, Konzerte und Seniorengottesdienste)
  • Jugendtreff: jeden Samstag von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr in den Jugendräumlichkeiten der Vogelweiderstraße 78
  • Konferenzangebot: vierteljährlich
  • Altkleidersammelstelle: Abgabe im Büro

Kontakt

Freie Christengemeinde-Pfingstgemeinde
Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft
Vogelweiderstraße 78
5020 Salzburg
Bürozeiten: Dienstag - Freitag 9 -12 Uhr und Dienstag bis Donnerstag: 14 - 17 Uhr
Telefon und Fax: 06 62 - 87 12 44

Weblinks


Literatur

  • Barrett, David B. (Hg.) (1982): World Christian Encyclopedia. A comparative study of churches and religions in the modern world. AD 1900-2000. Nairobi/ Oxford/ New York: Oxford University Press)
  • Burgess, Stanley M./ Maas, E.M. van der (Hg.) (2002): The New International Dictionary of Pentecostal and Charismatic Movements. Rev. u. erw. Aufl. Grand Rapids: Zondervan Publishing House.
  • Brockhaus, F.A. (1972): „Pfingstbewegung“. In: Brockhaus Enzyklopädie. Vierzehnter Band: OST-POQ. 17., völlig neu bearb. Aufl. Wiesbaden: F.A. Brockhaus.
  • Frenschkowski, Marco (2003): „Pfingstbewegung/Pfingstkirchen. I. Kirchengeschichtlich“. In: Betz, Hans Dieter/ S.Browning, Don/ Janowski, Bernd/ Jüngel, Eberhard (Hg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. Band 6: N-Q. 4., völlig neu bearb. Aufl. Tübingen: Verlag Mohr Siebeck.
  • Gasper, Hans (2003): „Charismatische Bewegung“. In: Betz, Hans Dieter/ S.Browning, Don/ Janowski, Bernd/ Jüngel, Eberhard (Hg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. Band 2: C-E. 4., völlig neu bearb. Aufl. Tübingen: Verlag Mohr Siebeck.
  • May, Gerhard (2003): „Österreich“. In: Betz, Hans Dieter/ S.Browning, Don/ Janowski, Bernd/ Jüngel, Eberhard (Hg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. Band 6: N-Q. 4., völlig neu bearb. Aufl. Tübingen: Verlag Mohr Siebeck.
  • Ohlemacher, J. (1994): „Pfingstbewegung“. In: Burkhardt, Helmut/ Swarat, Uwe (Hg.): Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. Band 3. Wuppertal/ Zürich: R. Brockhaus Verlag.
  • Reimer, H.-D. (1994): „Charismatische Bewegung“. In: Burkhardt, Helmut/ Swarat, Uwe (Hg.): Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. Band 3. Wuppertal/ Zürich: R. Brockhaus Verlag.
  • Börner, Fritz (1989): Freikirchlicher Gemeindebau in Österreich. Eine Untersuchung der Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Gemeinden in Österreich (ARGEGÖ), mit einem historischen Rückblick in die Kirchengeschichte und die Geschichte der Bekennergemeinden auf österreichischem Boden. Eigenvervielfältigung.
  • Fleisch, Paul (1957): Die Pfingstbewegung in Deutschland. Ihr Wesen und ihre Geschichte in fünfzig Jahren. Band II. Hannover: Heinr. Feesche Verlag.
  • Hollenweger, Walter J. (1969): Enthusiastisches Christentum. Die Pfingstbewegung in Geschichte und Gegenwart. Wuppertal/Zürich: Theologischer Verlag Rolf Brockhaus und Zwingli Verlag.
  • Hollenweger, Walter J. (1997): Charismatisch-pfingstliches Christentum. Herkunft. Situation. Ökumenische Chancen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
  • Hollenweger, Walter J. (Hg.) (1971): Die Kirchen der Welt. Die Pfingstkirchen. Selbstdarstellungen, Dokumente, Kommentare. Band VII. Stuttgart: Evangelisches Verlagswerk.
  • Schmidgall, Paul (2003): Von Oslo nach Berlin! Die Pfingstbewegung in Europa. 1. Aufl. Erzhausen: Leuchter-Edition.
  • Winter, Klaus (2001): „Freie Christengemeinde-Pfingstgemeinde“. In: Hirnsperger, Johann/ Wessely, Christian/ Bernhard, Alexander (Hg.): Wege zum Heil? Religiöse Bekenntnisgemeinschaften in Österreich: Selbstdarstellung und theologische Reflexion. Graz/Wien/Köln: Verlag Styria.
  • Zopfi, Jakob (1985): „...auf alles Fleisch!“ Geschichte und Auftrag der Pfingstbewegung. Kreuzlingen: Dynamis Verlag.
  • Betschel, Nikolaus (1972): Zum 25jährigen Bestehen der Freien Christengemeinden in Österreich. Eigenverlag.
  • Betschel, Nikolaus (1997): „Es geschah nicht ohne Geburtswehen.“ In: Winter, Klaus: Eine Bewegung stellt sich vor. 50 Jahre Freie Christengemeinden in Österreich. Salzburg: Lebensbotschaft – Eigenverlag.

Quellen

  1. Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit