Benediktinerinnenabtei Nonnberg: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[1423]]: ein Brand zerstört wesentliche Teile von Kirche und Kloster.  
 
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* [[1464]]: Wiederaufbau und Errichtung der heutigen gotischen Kirche und überwiegend gotischen Baulichkeiten.  
 
* [[1464]]: Wiederaufbau und Errichtung der heutigen gotischen Kirche und überwiegend gotischen Baulichkeiten.  
* [[19. Jahrhundert]]: Bis zu dieser Zeit ist Nonnberg überwiegend ein Adeligenstift mit reichen Besitzungen. Von daher haben sich bedeutende Kunstwerke erhalten, u. a. der "''Nonnberger Faltstuhl''", [[1242]] (das ist eine zusammenklappbare, eben faltbare und daher leicht zu transportierende hockerartige Sitzgelegenheiten  
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* [[19. Jahrhundert]]: Bis zu dieser Zeit ist Nonnberg überwiegend ein Adeligenstift mit reichen Besitzungen. Von daher haben sich bedeutende Kunstwerke erhalten, u. a. der "''Nonnberger Faltstuhl''", [[1242]] (das ist eine zusammenklappbare, eben faltbare und daher leicht zu transportierende hockerartige Sitzgelegenheiten)
 
* [[20. Jahrhundert]]: bekannteste Lehrerin im Stift war [[Maria Augsta Kutschera|Maria von Trapp]], die durch den Film [[Sound of Music]] weltberühmt wurde
 
* [[20. Jahrhundert]]: bekannteste Lehrerin im Stift war [[Maria Augsta Kutschera|Maria von Trapp]], die durch den Film [[Sound of Music]] weltberühmt wurde
  

Version vom 1. April 2007, 20:14 Uhr

Das Benediktiner-Frauenstift Nonnberg ist das älteste, seit seiner Gründung 713 - 715 ununterbrochen bestehende Frauenkloster nördlich der Alpen.

Geschichte

Um 715 gründete Rupert am Nonnberg das Benediktinenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster. Einst war das Kloster begütert: Zu den Gütern gehörte im Frühmittelalter auch das Nonntal, dessen Kirche früher eine Filialkirche des Klosters war, und der Raum zwischen Salzach und Leopoldskroner Moor im Süden der Stadt.

Um 1006 brannte die erste Klosterkirche ab. Eine neue Klosterkirche wurde mit Hilfe Heinrich II. im Jahr 1009 vollendet. Aus dieser Zeit sind der mächtige Kirchturm, Portalteile und unter das „Paradies“ mit seinen Fresken erhalten. Durch einen Brand 1423 zum Großteil zerstört, wurde die Klosterkirche in den Jahren 1464 bis 1509 auf den alten Gebäuderechten fußend neu aufgebaut (Spätgotischer Bau). Das mittige gotische Glasfenster hinter dem Altar (1480), gestiftet vom damaligen Bürgermeister Augustin Clanner, der spätgotische Altar (mit neugotischem Beiwerk) aus der Filialkirche Scheffau/Lammer.Das Kloster beherbergt eine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Handschriften, gotischer Figuren und Malerei (vor allem spätgotische Altäre). Besonders bemerkenswert ist das "Faldistorium" (ein Faltstuhl für die Äbtissin, nach 1100 entstanden mit figürlichen Reliefs und Figuren aus Walrossbein) und das Elfenbeinpastorale von 1242.


Klosterkirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt

Um 715 gründete Hruodpert (Rupert) am Nonnberg das Benediktinenstift Nonnberg (heute das weltweit älteste christliche Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition), Ruperts Nichte Erentrudis war die erste Äbtissin. Um 1006 brannte die erste Klosterkirche ab. Eine neue Klosterkirche wurde mit maßgeblicher Unterstützung durch Heinrich I. 1009 vollendet. Aus romanischer Zeit sind der mächtige Kirchturm, Portalteile und unter dem Nonnenchor das „Paradies“ mit seinen Fresken (um 1140) erhalten.

Nach dem Brand 1423 wurde die Kirche ab 1464 spätgotisch wiedererrichtet. Das gotische Kirchenschiff besitzt filialengeschmückte Kirchenfenster, wobei das gotische "Claner-Fenster" hinter dem Altar besondere Bedeutung besitzt. Es wurde vom Salzburger Bürger und späteren Bürgermeister Augustin Claner 1473 gestiftet und von Hemmel von Andlau geschaffen.

Der gotische Flügelaltar (aus der Werkstatt des Hallstädter Meisters) stammt samt den neugotischen Ergänzungen aus der Abtenauer Kirche. Der stets sehr dunkle Kirchenraum mit dem erhöhten Chor über der Krypta verleiht der Kirche eine eigene Stimmung. An hohen Festtags-Gottesdiensten ist hier der zeitlos-meditative gregorianische Gesang des Nonnenchores zu hören.


Die Geschichte im Überblick

  • 712/15: Gründung durch Hl. Rupert im Auftrag des Bayernherzogs Theodor, der das Kloster seiner Nichte (manchmal auch als seine Schwester bezeichnet) Erintrudis (auch Erentrudis geschrieben) als erster Äbtissin überantwortete.
  • 9. Jahrhundert: Das Kloster übernimmt die Regeln des Hl. Bendikt von Nursia, Italien; vorher lebte man nach einer 'Mischregel'
  • 1000: Bau einer Romanischen Basilika durch Kaiser Heinrich II.
  • 1242: Äbtissin Gertraud von Stein erhält die Pontifikalien (Bischofsring, Brustkreuz, Bischofsstab, Mitra und Pileous) für sich und ihre Nachfolgerinnen durch Fürsterzbischof Eberhard II. im Namen des Papstes und wird in den Prälatenstand (hochrangiger Geistlicher mit weitreichenden Befugnissen, so sprach man ja auch einer Grenze zum Nonnberg [markiert gewesen durch einen Grenzstein auf den zum Stift führenden Wegen]) erhoben.
  • 1423: ein Brand zerstört wesentliche Teile von Kirche und Kloster.
  • 1464: Wiederaufbau und Errichtung der heutigen gotischen Kirche und überwiegend gotischen Baulichkeiten.
  • 19. Jahrhundert: Bis zu dieser Zeit ist Nonnberg überwiegend ein Adeligenstift mit reichen Besitzungen. Von daher haben sich bedeutende Kunstwerke erhalten, u. a. der "Nonnberger Faltstuhl", 1242 (das ist eine zusammenklappbare, eben faltbare und daher leicht zu transportierende hockerartige Sitzgelegenheiten)
  • 20. Jahrhundert: bekannteste Lehrerin im Stift war Maria von Trapp, die durch den Film Sound of Music weltberühmt wurde

Güter

Quelle