Schloss Saalhof: Unterschied zwischen den Versionen

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(Schloss Saalhof in Maishofen)
 
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Schloss Saalhof in [[Maishofen]] im [[Pinzgau]] liegt weithin sichtbar in der Nähe der Einmündung des [[Glemmtal]] in das [[Zeller Becken]] bei der Abzweigung von der [[B 311]] nach Maishofen.
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'''Schloss Saalhof''' in [[Maishofen]] im [[Pinzgau]] liegt weithin sichtbar in der Nähe der Einmündung des [[Glemmtal]] in das [[Zeller Becken]] bei der Abzweigung von der [[B 311]] nach Maishofen.
  
 
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Version vom 15. März 2010, 18:57 Uhr

Schloss Saalhof in Maishofen im Pinzgau liegt weithin sichtbar in der Nähe der Einmündung des Glemmtal in das Zeller Becken bei der Abzweigung von der B 311 nach Maishofen.

Beschreibung

Das hochgebaute, viergeschossige Schloss liegt in der Maishofener Katastralgemeinde Atzing. Das Erscheinungsbild des Schlosses mit seinen vier Ecktürmchen, die auf Ebene des 3. Stockwerkes aufgesetzt sind, ist ein typischer Salzburger Ansitz und erinnert mit seinem Aussehen an Schloss Lichtenau in Stuhlfeden, Schloss Rosenberg in Zell am See und Schloss Dorfheim in Saalfelden. Das Schloss ist mit einem mächtigen Walmdach eingedeckt. 1751 wird eine Schlosskapelle erwähnt, die vom Besitzer Matthias Kobald von Dambach zu Moll errichtet worden ist.

Urkundlich belegte Geschichte

Das Gut zu Saal war erzbischöfliches Lehen. Die erste urkundlich gesicherte Nachricht bezieht sich auf Oswald Eisenstang, der im Jahr 1423 als Besitzer genannt wird. Dessen Vorfahre Otte de Eisenstang wird um die Mitte des 14. Jahrhundert als Amtmann der Herren von Goldeck urkundlich erwähnt. Um das Jahr 1455 heiratet Heinrich Hackl Margarethe, die Tochter des Oswald Eisenstang und kommt damit in den Besitz eines Teiles von Saal. Die weitere Besitzerreihe ist bekannt. Sigmund Aman von Judendorf, der Saal von den Gläubigern des verstorbenen David Hackl erworben hat, bringt zusammen mit seiner Frau Felicitas, geborene Grimming von Niederrain, im Jahr [1606]] das Schloss in seine heutige bauliche Form, woran eine Marmortafel mit Wappen und Inschrift oberhalb des östlichen Eingangs noch heute erinnert. Auch die weiteren Besitzer sind beurkundet. Durch Einheirat kommt Schloss Saal schließlich an die heutige Besitzerfamilie Rieder. In den 70er-Jahren des 20. Jahrhundert erleidet die ganze Anlage samt Meierei und Stallgebäuden entscheidende Einbußen: 1970 wurde zuerst das jüngere der beiden Wirtschaftsgebäude mit der Firsttramdatierung 1828 abgerissen, im Jahr darauf auch das ältere mit der Firsttramdatierung von 1586 und wurden durch einen neuen Stallbau ersetzt.

Mögliche Vorgeschichte

Eine „Salburg“, die nebst Lichtenberg nach dem Jahre 1000 die Wohnung der Grafen von Unterpinzgau gewesen ist, könnte ein Vorgängerbau des Schlosses Saalhof gewesen sein. 1296 hat die Salburg wahrscheinlich „Konrad der Teufel von Haus, auf dem Ansitz zwischen Salvelden und Celle“, gehört. Unter dem „Haus“ vermutete Franz Martin die „Burg Saalhof“. Sollte diese Vermutung zutreffen, kann dieses „Haus“ nicht an Stelle des heutigen Schlosses gestanden haben, sondern musste als wehrhafte Anlage, als „festes Haus“ in einer geschützten Höhenlage errichtet worden sein. Dafür böte sich die Ratzensteinhöhe, ein Geländesporn in der Nähe des heutigen Schlosses an.

Quellen

  • Ferdinand Hölzl, „1200 Jahre Zell am See“, Selbstverlag Zell am See 1975
  • Josef Lahnsteiner, „Mitterpinzgau“ , Saalbach, Saalfelden, Lofer, Selbstverlag Hollersbach 1962
  • Friederike Zaisberger, Walter Schlegel, „Burgen und Schlösser in Salzburg, Pongau, Pinzgau, Lungau“, Birken-Verlag Wien 1978