Eisenwalzwerk Carl Steiner & Comp.: Unterschied zwischen den Versionen
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
| − | In der anfangs Hufeisen herstellenden Firma brannte es [[1909]] und [[1912]]. [[1918]] kam es zur Gründung der freiwilligen Arbeiter-Feuerwehr der Firma Steiner Eisenwerke. [[1920]] erfolgte die Einweihung der neu erbauten Zeugstätte der freiwilligen Arbeiter-Feuerwehr der Firma Steiner Eisenwerke. [[1925]] | + | [[1792]] wurde ein [[Hammerwerk]] in Grödig erwähnt.<ref>[https://books.google.at/books?id=d6E5AAAAcAAJ&pg=PA298&q=hammerwerk%20gr%C3%B6dig&f=false Franz von Paula Schrank, Abhandlungen einer Privatgesellschaft von Naturforschern und Ökonomen, 1792, Seite 298]</ref> [[1852]] produzierte das Eisenwalzwerk von Johann Döttl 2 280 Zentner Zain-, Band- und Drahteisen und beschäftigte vier Arbeiter.<ref> [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18561115&query=%22Hammerwerk%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Neue Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 15. November 1856, Seite 1]</ref> |
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| + | [[1869]] wurde [[Carl Steiner]], der in Grödig in der [[Villa Hartmann]] wohnte, als Besitzer der ''Grödigermühle'' genannt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690216&query=%22Steiner%22+%22Carl%22+%22Zeller%22+%22Kremplin%22&seite=5 ANNO], Salzburger Zeitung, 16. Februar 1869, Seite 5</ref> Am [[20. März]] 1869 gründet Carl Steiner eine Einzelfirma mit der Firmenbezeichnung: "Untersberger Eisenraffinerie in Grödig bei Salzburg"<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18690401&query=%22Carl%22+%22Steiner%22+%22gr%c3%b6dig%22&seite=17 ANNO], Wiener Zeitung, 1. April 1869, Seite 17</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wge&datum=18690401&query=%22Carl%22+%22Steiner%22+%22gr%c3%b6dig%22&seite=3 ANNO], Wiener Geschäftszeitung, 1. April 1869, Seite 3</ref> | ||
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| + | In dem Eisenwalzwerk wurde Eisen zu Gusseisen und Gussstahl in Formen verarbeitet und Eisendraht, Drahtstifte galvanisiert, Lederdraht und Möbelfedern erzeugt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710826&query=%22Eisenwalzwerk%22+%22Carl%22+%22Steiner%22&seite=7 ANNO], Salzburger Volksblatt, 26. August 1871, Seite 7</ref> Es wurden auch Auftragsarbeit ausgeführt, wie Metalle Bohren und Drehen, Appreturwerkstätte. | ||
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| + | Das [[1871]] bei der [[Handels- und Gewerbekammer für das Herzogtum Salzburg]] registrierte Werk- und Handelszeichen war ein Anker, um den sich der Buchstabe "S" schlingt.<ref>[https://books.google.at/books?id=P1PEAEY0WQ0C&pg=PA12-IA4&dq=Carl+Steiner&f=false ]</ref> | ||
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| + | [[1910]] erschien im Verlag von Angerer, C. & Göschl - Wien eine Serie von 17 schwarz-weiß Fotos des Eisenwarenherstellers Carl Steiner, Grödig bei Salzburg. Original Fotografien auf Karton, davon zwei ohne. Circa 17 x 23 cm. Innen- und Außenansichten der Fabrik sowie der Arbeitsvorgänge. Sprache: deutsch.<ref>[https://www.abebooks.com/servlet/BookDetailsPL?bi=30586615576&searchurl=sortby%3D0%26vci%3D1047844&cm_sp=snippet-_-srp1-_-title10 www.abebooks.com]</ref> | ||
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| + | In der anfangs Hufeisen herstellenden Firma brannte es [[1909]] und [[1912]]. [[1918]] kam es zur Gründung der [[Freiwillige Feuerwehr Grödig|''freiwilligen Arbeiter-Feuerwehr der Firma Steiner Eisenwerke'']]. [[1920]] erfolgte die Einweihung der neu erbauten Zeugstätte der freiwilligen Arbeiter-Feuerwehr der Firma Steiner Eisenwerke. | ||
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| + | Etwa [[1920]] wurde [[Notgeld|Wertmarken]] im Wert von 1, 2, 5, 10 und 20 [[Heller]] vom Eisenwerk Steiner herausgegeben.<ref>[https://www.firma-sommer.de/de/i_9162_110868/110_370_Banknoten_sterreich_Ruemisch_Deutsches_Reich/0916306511.html?treeparent=NU-110.370&set_sprache=de&set_auktionnr=0&set_anbieter=9162&postype=NU&breadcrumbId=-1&row_nr=3 Wertmarke, Eisenwerk Grödig, ca. 1920]</ref> | ||
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| + | [[1921]] wurde das Eisenhüttenwerk in Grödig, das sechshundert Mitarbeiter beschäftigte, nach einem Streik durch Aussperrung geschlossen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19210620&query=%22Carl%22+%22Steiner%22&seite=4 ANNO], Salzburger Volksblatt, 20. Juni 1921, Seite 4</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19210628&query=%22Carl%22+%22Steiner%22&seite=9 ANNO], Salzburger Volksblatt, 28. Juni 1921, Seite 9</ref> | ||
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| + | [[1925]] kam es zu einer Explosion eines Gasgenerators und Brand, der durch die Werksfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Grödig gelöscht wurde.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19250608&query=%22Eisenwerk%22+%22Carl%22+%22Steiner%22&seite=6 ANNO], Salzburger Chronik, 8. Juni 1925, Seite 6</ref> | ||
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| + | [[1932]] wurde das Eisenwerk von Carl Steiner & Comp. stillgelegt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19320613&query=%22Carl%22+%22Steiner%22&seite=7 ANNO], Salzburger Volksblatt, 13. Juni 1932, Seite 7</ref> | ||
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| + | Danach wurde es zur "Anker" Gesenkschmiede und Presswerk. | ||
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* [http://members.aon.at/grabmueller/geschichte/geschichte.htm members.aon.at], abgefragt am 3. Oktober 2018 | * [http://members.aon.at/grabmueller/geschichte/geschichte.htm members.aon.at], abgefragt am 3. Oktober 2018 | ||
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Aktuelle Version vom 25. Februar 2023, 22:49 Uhr
Die Eisenwalzwerk Carl Steiner & Comp., auch Eisenwerk Steiner, in Grödig gehörte der Carl Steiner & Comp. in der Stadt Salzburg.
Geschichte
1792 wurde ein Hammerwerk in Grödig erwähnt.[1] 1852 produzierte das Eisenwalzwerk von Johann Döttl 2 280 Zentner Zain-, Band- und Drahteisen und beschäftigte vier Arbeiter.[2]
1869 wurde Carl Steiner, der in Grödig in der Villa Hartmann wohnte, als Besitzer der Grödigermühle genannt.[3] Am 20. März 1869 gründet Carl Steiner eine Einzelfirma mit der Firmenbezeichnung: "Untersberger Eisenraffinerie in Grödig bei Salzburg"[4][5]
In dem Eisenwalzwerk wurde Eisen zu Gusseisen und Gussstahl in Formen verarbeitet und Eisendraht, Drahtstifte galvanisiert, Lederdraht und Möbelfedern erzeugt.[6] Es wurden auch Auftragsarbeit ausgeführt, wie Metalle Bohren und Drehen, Appreturwerkstätte.
Das 1871 bei der Handels- und Gewerbekammer für das Herzogtum Salzburg registrierte Werk- und Handelszeichen war ein Anker, um den sich der Buchstabe "S" schlingt.[7]
1910 erschien im Verlag von Angerer, C. & Göschl - Wien eine Serie von 17 schwarz-weiß Fotos des Eisenwarenherstellers Carl Steiner, Grödig bei Salzburg. Original Fotografien auf Karton, davon zwei ohne. Circa 17 x 23 cm. Innen- und Außenansichten der Fabrik sowie der Arbeitsvorgänge. Sprache: deutsch.[8]
In der anfangs Hufeisen herstellenden Firma brannte es 1909 und 1912. 1918 kam es zur Gründung der freiwilligen Arbeiter-Feuerwehr der Firma Steiner Eisenwerke. 1920 erfolgte die Einweihung der neu erbauten Zeugstätte der freiwilligen Arbeiter-Feuerwehr der Firma Steiner Eisenwerke.
Etwa 1920 wurde Wertmarken im Wert von 1, 2, 5, 10 und 20 Heller vom Eisenwerk Steiner herausgegeben.[9]
1921 wurde das Eisenhüttenwerk in Grödig, das sechshundert Mitarbeiter beschäftigte, nach einem Streik durch Aussperrung geschlossen.[10][11]
1925 kam es zu einer Explosion eines Gasgenerators und Brand, der durch die Werksfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Grödig gelöscht wurde.[12]
1932 wurde das Eisenwerk von Carl Steiner & Comp. stillgelegt.[13]
Danach wurde es zur "Anker" Gesenkschmiede und Presswerk.
Quelle
- members.aon.at, abgefragt am 3. Oktober 2018
Einzelnachweise
- ↑ Franz von Paula Schrank, Abhandlungen einer Privatgesellschaft von Naturforschern und Ökonomen, 1792, Seite 298
- ↑ ANNO, Neue Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 15. November 1856, Seite 1]
- ↑ ANNO, Salzburger Zeitung, 16. Februar 1869, Seite 5
- ↑ ANNO, Wiener Zeitung, 1. April 1869, Seite 17
- ↑ ANNO, Wiener Geschäftszeitung, 1. April 1869, Seite 3
- ↑ ANNO, Salzburger Volksblatt, 26. August 1871, Seite 7
- ↑ [1]
- ↑ www.abebooks.com
- ↑ Wertmarke, Eisenwerk Grödig, ca. 1920
- ↑ ANNO, Salzburger Volksblatt, 20. Juni 1921, Seite 4
- ↑ ANNO, Salzburger Volksblatt, 28. Juni 1921, Seite 9
- ↑ ANNO, Salzburger Chronik, 8. Juni 1925, Seite 6
- ↑ ANNO, Salzburger Volksblatt, 13. Juni 1932, Seite 7