Peter Anton Lorenzoni: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Peter Anton Lorenzoni''' (manchmal auch: ''Lorenzi'') (* [[5. August]] [[1721]] in Cles bei Trient, Italien; † [[18. Jänner]], manchmal auch [[16. Juli]] [[1782]] in [[Salzburg]]) war Maler und Schüler [[Paul Troger]]s.
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'''Peter Anton Lorenzoni''', manchmal auch ''Lorenzi'' (* [[5. August]] [[1721]] in Cles, [[Südtirol]]; † [[18. Juni]] [[1782]] in der [[Stadt Salzburg]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/STBIV/?pg=607 Sterbebuch der Dompfarre Salzburg, Band IV, S. 598.]</ref>), war ein Schüler [[Paul Troger]]s und in Salzburg tätiger Maler.
  
==Leben==
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== Leben ==
Lorenzoni kam durch Protektion seines engeren Landsmannes [[Franz Lactanz Graf von Firmian]], eines Neffen des [[Erzbischof]]s [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]], nach Salzburg und wurde später unter Erzbischof [[Sigismund Christian Graf Schrattenbach]] Hofmaler. Er erwarb [[1749]] durch Heirat das Recht, den Malerberuf auszuüben und schuf in weiterer Folge zahlreiche Altarbilder, zum Beispiel in der [[Pfarrkirche Mülln]] und in den Kirchen von [[Annaberg]], [[Strobl]] oder [[Sankt Georgen bei Salzburg]]. Außerdem schmücken seine Gemälde einzelne Arkaden im [[Petersfriedhof]].
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Pietro Antonio Lorenzoni war Sohn eines Schmiedes aus dem Trientiner Nonstal. Seine Ausbildung als Maler erhielt er in Rom und als Schüler von Paul Troger. Durch Protektion des Kunst fördernden [[Franz Laktanz Graf von Firmian]], eines Neffen des [[Fürsterzbischof]]s [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]], kam Lorenzoni nach Salzburg, wo er unter Fürsterzbischof [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Sigismund Christoph von Schrattenbach]] [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#Kammerdiener|Vorzimmer-Kammerdiener]] und Hofmaler wurde. Durch Heirat erwarb er [[1749]] das Recht, den Malerberuf auszuüben und schuf in weiterer Folge zahlreiche Altarbilder und Gemälde in Salzburg.  
  
Von seinen Porträts sind vor allem ein Selbstbildnis, ein Porträt des Erzbischofs Schrattenbach und eines des Paters [[Dominikus Beck]] erwähnenswert. Zudem bannte Lorenzoni fast alle Mitglieder der Familie [[Mozart]], so auch [[1763]] die Geschwister [[Nannerl]] und [[Wolfgang Amadeus Mozart|Wolfgang]], auf Leinwand.
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Lorenzoni war ein Förderer seines Neffen [[Johann Nepomuk della Croce]], der ebenfalls mit großem Erfolg im Salzburger Raum arbeitete. Er starb sehr vermögend im zweiten Stock des Schlossermeister-Hauses am [[Mönchsberg]].
  
Lorenzoni war ein Förderer seines Neffen [[Johann Nepomuk della Croce]], der ebenfalls mit großem Erfolg im Salzburger Raum arbeitete.
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== Werke ==
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Lorenzoni war im [[Erzbistum Salzburg]] sehr aktiv und fertigte eine Vielzahl von Altarblättern an. Bekannt sind auch seine Bildnisse der Familie [[Mozart]].
  
Lorenzoni starb als reicher Mann im ''Schlossermeister Haus'' am [[Mönchsberg]].
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=== Altarbilder (Auswahl) ===
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* in der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]]
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* in der Pfarrkirche Buchbach bei [[Mühldorf am Inn]]
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* in der [[Wallfahrtskirche Maria Königin des Rosenkranzes|Wallfahrtskirche Marienberg]] in [[Burghausen]]
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* in der [[Pfarre Itter|Pfarrkirche Itter]]
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* in der Altersheimkapelle in [[Köstendorf]]
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* in der [[Dekanatskirche St. Georg|Pfarrkirche St. Georgen bei Salzburg]]
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* in der [[Pfarrkirche zum hl. Sigismund]] in [[Strobl]]
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* an der Südwand der [[Margarethenkapelle]] am [[Friedhof von St. Peter]]
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* Gemälde in der Arkade Nr. 6, der ehemaligen Familiengruft Lorenzonis, am Friedhof von St. Peter
  
==Quelle==
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=== Porträts ===
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* Selbstporträt (1754)
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* Erzbischof Sigismund Christoph Graf Schrattenbach (1772)
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* Pater [[Dominikus Beck]] (1781)
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: Zudem bannte Lorenzoni fast alle Mitglieder der Familie Mozart, so auch [[1763]] die Geschwister [[Nannerl]] und [[Wolfgang Amadé Mozart|Wolfgang]], auf Leinwand.
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== Quellen ==
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
 
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* [https://www.uibk.ac.at/aia/lorenzi_peter%20anton.html Artisti Italiani in Austria: ''Lorenzi, Peter Anton'' (Julia Fickert, 2005)] auf der Homepage der Universität Innsbruck
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
  
[[Kategorie:Person|Lorenzoni, Peter Anton]]
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[[Kategorie:Künstler|Lorenzoni, Peter Anton]]
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[[Kategorie:Bildende Kunst]]
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[[Kategorie:Zuagroaste]]
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[[Kategorie:Tirol]]
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[[Kategorie:Südtirol]]
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[[Kategorie:Geboren 1721]]
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[[Kategorie:Gestorben 1782]]

Aktuelle Version vom 26. Februar 2024, 10:49 Uhr

Peter Anton Lorenzoni, manchmal auch Lorenzi (* 5. August 1721 in Cles, Südtirol; † 18. Juni 1782 in der Stadt Salzburg[1]), war ein Schüler Paul Trogers und in Salzburg tätiger Maler.

Leben

Pietro Antonio Lorenzoni war Sohn eines Schmiedes aus dem Trientiner Nonstal. Seine Ausbildung als Maler erhielt er in Rom und als Schüler von Paul Troger. Durch Protektion des Kunst fördernden Franz Laktanz Graf von Firmian, eines Neffen des Fürsterzbischofs Leopold Anton Freiherr von Firmian, kam Lorenzoni nach Salzburg, wo er unter Fürsterzbischof Sigismund Christoph von Schrattenbach Vorzimmer-Kammerdiener und Hofmaler wurde. Durch Heirat erwarb er 1749 das Recht, den Malerberuf auszuüben und schuf in weiterer Folge zahlreiche Altarbilder und Gemälde in Salzburg.

Lorenzoni war ein Förderer seines Neffen Johann Nepomuk della Croce, der ebenfalls mit großem Erfolg im Salzburger Raum arbeitete. Er starb sehr vermögend im zweiten Stock des Schlossermeister-Hauses am Mönchsberg.

Werke

Lorenzoni war im Erzbistum Salzburg sehr aktiv und fertigte eine Vielzahl von Altarblättern an. Bekannt sind auch seine Bildnisse der Familie Mozart.

Altarbilder (Auswahl)

Porträts

  • Selbstporträt (1754)
  • Erzbischof Sigismund Christoph Graf Schrattenbach (1772)
  • Pater Dominikus Beck (1781)
Zudem bannte Lorenzoni fast alle Mitglieder der Familie Mozart, so auch 1763 die Geschwister Nannerl und Wolfgang, auf Leinwand.

Quellen

Einzelnachweis