Salzburger Mittelschülerball: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Mittelschülerball''' der Stadt Salzburg war bis Ende der [[1980er]] einer der wichtigsten Faschingsereignisse im Ballgeschehen.
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Der '''Mittelschülerball''' der Stadt Salzburg war bis Ende der [[1980er]]-Jahre einer der wichtigsten Ereignisse im Salzburger Ballgeschehen.
  
 
==Veranstaltung==
 
==Veranstaltung==
Der erste Mittelschülerball in Salzburg fand am [[29. Jänner]] [[1948]] mit „Frageonkel“ Maxi Böhm Stargast statt. Traditionell wurde er im [[Salzburg Congress|Salzburger Kongresshaus]] veranstaltet. Zugelassen war das Kongresshaus für 2000 Gäste, meist waren es jedoch deutlich mehr, viele von ihnen ohne gültige Eintrittskarte, da die Ordnerdienste aus den Reihen der Schüler stammten, die ihre Freunde gerne ohne Karte einließen.
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Der erste Mittelschülerball in der [[Stadt Salzburg]] fand am [[29. Jänner]] [[1948]] mit "Frageonkel" Maxi Böhm Stargast statt. Traditionell wurde er im [[Salzburg Congress#Geschichte|Salzburger Kongresshaus]] veranstaltet. Zugelassen war das Kongresshaus für 2 000 Gäste, meist waren es jedoch deutlich mehr, viele von ihnen ohne gültige Eintrittskarte, da die Ordnerdienste aus den Reihen der Schüler stammten, die ihre Freunde gerne ohne Karte einließen.
 
 
ergänzt durch Christian Dreyer (christian@dreyer.at):
 
Nach Krackowizer waren folgende Landesschulsprecher Organisatoren des Mitelschülerballs:
 
  
1978-79 Manfred Brauneis (LSSP BHS)
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Folgende Landesschulsprecher waren Organisatoren des Mittelschülerballs, soweit derzeit (2022) bekannt:
1980-85 Christian Dreyer (LSSP AHS Akad. Gymnasium) mit Andreas Spechtler (ab 1981 dabei) und Hansjörg Hochleitner (ebenfalls ab 1981)
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* [[1976]] und [[1977]]: Peter Krackowizer (1976/1977 Landesschulssprecher AHS, [[Tourismusschule Kleßheim|Höhere Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe]])
1986 Michael Parisot (LSSP AHS)
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: 1976 am [[22. Februar]] und 1977 am [[2. Februar]]
1987 Natalie Prasser (LSSP AHS)
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* [[1978]]–[[1979]]:  Manfred Brauneis (Landesschulsprecher berufsbildende Höhere Schulen)
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* [[1980]]–[[1985]]: [[Benutzer:cdreyer|Christian Dreyer]] (Landesschulssprecher AHS, [[Akademisches Gymnasium]]) mit Andreas Spechtler (ab [[1981]] dabei) und Hansjörg Hochleitner (ebenfalls ab [[1981]])
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* [[1986]]:  Michael Parisot (Landesschulssprecher AHS)
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* [[1987]]:  Natalie Prasser (Landesschulssprecher AHS)
  
In den Jahren 80-85 erinnert sich der Veranstalter an folgende Top-Mitternachtseinlagen: "Roland Bilgeri", "Erste Allgemeine Verunsicherung", "Muckenstrunz und Bamschabl". Als Bands spielten u.a. "Sergant Pepper", "Les Cerises", "The Pears", u.v.a. Die Besucherzahl erreichte bis zu 3.000, was regelmäßig Türsperren durch die Baupolizei wegen Überfüllung zur Folge hatte.
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In den Jahren 1980 bis 1985 erinnert sich der Veranstalter an folgende Top-Mitternachtseinlagen: "Roland Bilgeri", "Erste Allgemeine Verunsicherung", "Muckenstrunz und Bamschabl". Als Bands spielten u. a. "Sergant Pepper", "[[Les Cerises]]", "The Pears", u.v.a. Die Besucherzahl erreichte bis zu 3 000, was regelmäßig Türsperren durch die Baupolizei wegen Überfüllung zur Folge hatte.
  
ab 1990 fiel der Mittelschülerball in die Bedeutungslosigkeit und wurde nach Abriss des alten Kongresshauses nicht mehr wieder aufgenommen.
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Ab [[1990]] fiel der Mittelschülerball in die Bedeutungslosigkeit und wurde nach Abriss des alten Kongresshauses nicht mehr wieder aufgenommen.
  
 
==Veranstalter==
 
==Veranstalter==
Veranstalter war lange Zeit der ''MIOG'' (Mittelschülerorganisation für Salzburg), die aus dem Landes- und den Schulsprechern bestand.
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Veranstalter war lange Zeit die ''MIOG'' (Mittelschülerorganisation für Salzburg), die aus dem Landes- und den Schulsprechern bestand.
  
 
==Verkauf==
 
==Verkauf==
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==Erinnerungen==
 
==Erinnerungen==
[[Bild:Mittelschuelerball.jpg|thumb|250px|Ballplakat 1977]]
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Einer der Autoren (Peter Krackowizer) dieses Artikels war 1976 und 1977 für diesen Ball (1976 in seiner Eigenschaft als Landesschulsprecher) verantwortlich. Seinen Unterlagen kann er entnehmen, dass der ''Europa-Saal'' (der größte Saal im Kongresshaus) für die Nacht [[öS]] 5.500.-- (ca. € 400.--) kostete, die 800 Plakate öS 2.771,82 (rund € 200.--) und der Reingewinn des Mittelschülerballes 1977, rund öS 20.000.--- (rund € 1.450.-), einem blinden Mittelschüler in [[Radstadt]] zum Ankauf einer Blindenschreibmaschine und am [[7. Mai]] für einen Ausflug für 50 Seniorinnen des [[Vereinigte Versorgungsanstalten|Nonntaler Altersheimes]] in das [[Salzkammergut]] (mit einem Bus von [[Christof Reisen]]) zur Verfügung gestellt wurde. Diesen "Muttertagsausflug" begleitete Landesschulsprecher Peter Krackowizer und bei Rückkehr gegen Abend überreichte er jeder Seniorin eine rote Rose.
  
Der Autor dieses Artikels veranstaltete [[1976]] und [[1977]] diesen Ball in seiner Eigenschaft als Landesschulsprecher-Stellvertreter ([[1975]]/[[1976|76]]) und Landesschulsprecher (1976/[[1977|77]]). Seinen Unterlagen kann er entnehmen, dass der ''Europa-Saal'' (der größte Saal im Kongresshaus) für die Nacht öS 5.500.-- (ca. € 400.--) kostete, die 800 Plakate öS 2771,82 (rund € 200.--) und der Reingewinn des Mittelschülerballes 1977, rund öS 20.000.--- (rund € 1.450.-) einem blinden Mittelschüler in Radstadt zum Ankauf einer Blindenschreibmaschine und am [[7. Mai]] für einen Ausflug für 50 Damen vom [[Vereinigte Versorgungsanstalten|Nonntaler Altersheim]] in das [[Salzkammergut]] (mit einem Bus von [[Christof Reisen]]) zur Verfügung gestellt wurde.  
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[[1977]] waren Andy & Bobby die  DJ's (Andreas Spieß und Wolfgang Stadler vom Maturajahrgang der [[Höhere Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe Schloß Kleßheim|Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe Schloß Kleßheim]]).
  
Im Europasaal spielte die bekannte Salzburger Band "[[Die Tornados]]". Die Eröffnung und Mitternachtseinlagen arrangierte die [[Tanzschule Mirabell]] (unter der Leitung von Marianne Buchberger und Trude Ostheim), in den Jahren davor die [[Tanzschule Moll]] (unter der Leitung von Elisabeth Moll).
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Im Europasaal spielte die bekannte Salzburger Band "[[Die Tornados]]". Die Eröffnung und Mitternachtseinlagen arrangierte die [[Tanzschule Mirabell]] (unter der Leitung von Marianne Buchberger und [[Gertrude Ostheim]]), in den Jahren davor die Tanzschule Moll (unter der Leitung von Elisabeth Moll).
  
Die Mittelschülerbälle endete um 4 Uhr früh und man ging zunächst zu Würstelstände, um später im [[Café Bazar]] noch einzukehren. Entweder ging man dann in der Ballkleidung übermüdet zur Schule oder man schwänzte diesen Tag.
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Die Mittelschülerbälle endete um 04 Uhr früh am nächsten Tag und man ging zunächst zu Würstelstände, um später im [[Café Bazar]] noch einzukehren. Entweder erschien man dann in der Ballkleidung übermüdet zum Unterricht in der Schule oder man schwänzte diesen Tag.
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==
* Eigenartikel [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]]
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* [[Benutzer:Peter Krackowizer]]
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* Ergänzungen durch [[Benutzer:cdreyer|Christian Dreyer]]
  
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Neustadt]]
 
[[Kategorie:Veranstaltung]]
 
[[Kategorie:Veranstaltung]]
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[[Kategorie:Veranstaltung (Geschichte)]]

Aktuelle Version vom 30. November 2023, 10:25 Uhr

Mittelschülerball Ballplakat 1977.
Mittelschülerball 1976 im Salzburger Kongresshaus: Der Vertreter der Mittelschülerorganisation Salzburg und des Organisationsteams Peter Krackowizer begrüßt Landeshauptmann DDr. Dipl.-Ing. Hans Lechner und seine Gattin Friederike Lechner.

Der Mittelschülerball der Stadt Salzburg war bis Ende der 1980er-Jahre einer der wichtigsten Ereignisse im Salzburger Ballgeschehen.

Veranstaltung

Der erste Mittelschülerball in der Stadt Salzburg fand am 29. Jänner 1948 mit "Frageonkel" Maxi Böhm Stargast statt. Traditionell wurde er im Salzburger Kongresshaus veranstaltet. Zugelassen war das Kongresshaus für 2 000 Gäste, meist waren es jedoch deutlich mehr, viele von ihnen ohne gültige Eintrittskarte, da die Ordnerdienste aus den Reihen der Schüler stammten, die ihre Freunde gerne ohne Karte einließen.

Folgende Landesschulsprecher waren Organisatoren des Mittelschülerballs, soweit derzeit (2022) bekannt:

1976 am 22. Februar und 1977 am 2. Februar

In den Jahren 1980 bis 1985 erinnert sich der Veranstalter an folgende Top-Mitternachtseinlagen: "Roland Bilgeri", "Erste Allgemeine Verunsicherung", "Muckenstrunz und Bamschabl". Als Bands spielten u. a. "Sergant Pepper", "Les Cerises", "The Pears", u.v.a. Die Besucherzahl erreichte bis zu 3 000, was regelmäßig Türsperren durch die Baupolizei wegen Überfüllung zur Folge hatte.

Ab 1990 fiel der Mittelschülerball in die Bedeutungslosigkeit und wurde nach Abriss des alten Kongresshauses nicht mehr wieder aufgenommen.

Veranstalter

Veranstalter war lange Zeit die MIOG (Mittelschülerorganisation für Salzburg), die aus dem Landes- und den Schulsprechern bestand.

Verkauf

Der Verkauf der Eintrittskarten wurde über die Schulsprecher und die Salzburger Kartenbüros organisiert.

Erinnerungen

Einer der Autoren (Peter Krackowizer) dieses Artikels war 1976 und 1977 für diesen Ball (1976 in seiner Eigenschaft als Landesschulsprecher) verantwortlich. Seinen Unterlagen kann er entnehmen, dass der Europa-Saal (der größte Saal im Kongresshaus) für die Nacht öS 5.500.-- (ca. € 400.--) kostete, die 800 Plakate öS 2.771,82 (rund € 200.--) und der Reingewinn des Mittelschülerballes 1977, rund öS 20.000.--- (rund € 1.450.-), einem blinden Mittelschüler in Radstadt zum Ankauf einer Blindenschreibmaschine und am 7. Mai für einen Ausflug für 50 Seniorinnen des Nonntaler Altersheimes in das Salzkammergut (mit einem Bus von Christof Reisen) zur Verfügung gestellt wurde. Diesen "Muttertagsausflug" begleitete Landesschulsprecher Peter Krackowizer und bei Rückkehr gegen Abend überreichte er jeder Seniorin eine rote Rose.

1977 waren Andy & Bobby die DJ's (Andreas Spieß und Wolfgang Stadler vom Maturajahrgang der Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe Schloß Kleßheim).

Im Europasaal spielte die bekannte Salzburger Band "Die Tornados". Die Eröffnung und Mitternachtseinlagen arrangierte die Tanzschule Mirabell (unter der Leitung von Marianne Buchberger und Gertrude Ostheim), in den Jahren davor die Tanzschule Moll (unter der Leitung von Elisabeth Moll).

Die Mittelschülerbälle endete um 04 Uhr früh am nächsten Tag und man ging zunächst zu Würstelstände, um später im Café Bazar noch einzukehren. Entweder erschien man dann in der Ballkleidung übermüdet zum Unterricht in der Schule oder man schwänzte diesen Tag.

Quellen