Vogelhaus im Mirabellgarten: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Mirabellgarten_Vogelhaus_02.jpg|thumb|left|das Vogelhauses nach der Renovierung, 2011]]
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[[Datei:Mirabellgarten_Vogelhaus_02.jpg|thumb|Das Vogelhaus auf der Lodronschen Wehrmauer nach der Renovierung, 2011]]
[[Datei:Mirabellgarten_Vogelhaus.jpg|thumb|der obere Teil des Vogelhauses vor der Renovierung 2011]]Das '''Vogelhaus im Mirabellgarten''' ist ein historisches Gebäude in der [[Stadt Salzburg]].
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[[Datei:Mirabellgarten Vogelhaus 01.JPG|thumb|Das Vogelhaus vom [[Rosenhügel]].]]
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[[Datei:Mirabellgarten Pegasusbrunnen Vogelhaus Salzburg im Winter um 1938.jpg|thumb|Historische Aufnahme mit dem [[Pegasusbrunnen]] im Vordergrund, vermutlich im Winter 1938.]]
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Das '''Vogelhaus im Mirabellgarten''' ist als Teil dieses Gartens ein historisches Vogelhaus in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Es zählt, wie gesamte Anlage, zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] der Stadt.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Das Vogelhaus, das im [[Mirabellgarten]] zwischen dem [[Zwergelgarten]], dem [[Schloss Mirabell]] und dem [[Rosenhügel]] steht, wurde möglicherweise um 1730 unter [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] errichtet. Das genaue Entstehungsdatum ist jedoch unbekannt. Auch der Vorgänger von Firmian, Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun]] kommt als Erbauer in Frage. Die Adler auf der Balustrade deuten auf dessen Wappen hin. Sie legen die Beteiligung von Architekt [[Johann Fischer von Erlach]] nahe.
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Das heute bestehende Vogelhaus, das zwischen dem [[Kleiner Bastionsgarten|Kleinen Bastionsgarten]], der Kleinen Gartenachse des [[Mirabellgarten]]s und dem [[Rosenhügel]] am nördlichen Ende einer historischen lodronschen Wehranlage steht, wurde unter Johann Ernst Graf Thun nach 1700 angelegt. Architket war auch hier [[Johann Fischer von Erlach]]. Verschiedene Unterlagen nennen zwar [[Anton Danreiter]] um 1730 unter [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] als Urheber. Die ältesten bekannten Ansichten nach dem Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], die 1717 unter [[Matthias Diesel]] entstand, zeigt allerdings bereits dieses Vogelhaus. Die [[Steinadler|Adler]] auf der Balustrade belegen ebenfalls den Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf Thun]] als Bauherrn. Ein nicht ausgeführter Entwurf zu einem überaus großen Vogelhaus von Anton Danreiter stammt unstrittig aus der Zeit um 1730.<ref>Quelle [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f464a3a98fa&location=browse Bild des Entwurfs] und [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f4685faffed&location=browse Seitenaufriss des Entwurfs]</ref> 
  
In den 1950er Jahren wurde die Volìere durch eine Zwischendecke vom Rest des Pavillons abgetrennt. Im zuvor offenen, hohen Raum hielten die Fürsterzbischöfe exotische Vögel und Kleintiere. Ein 1926 erstelltes Inventar listet 170 Vögel, sechs Schildkröten und 17 Säugetiere, darunter Füchse, Bisamratten, Marder, Siebenschläfer und Rhesusaffen.  
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In dem offenen, hohen Raum hielten die Fürsterzbischöfe exotische Vögel und Kleintiere. In der Folge diente das Vogelhaus bis in die Zeit vor 1940 weiter der Schaustellung von Großvögeln und anderen Tieren. Ein 1926 erstelltes Inventar zählt noch immer 170 [[Vögel]], sechs [[Schildkröte]]n und 17 Säugetiere, darunter [[Fuchs|Füchse]], Bisamratten, [[Marder]], [[Siebenschläfer]] und Rhesusaffen auf.  
  
Das Vogelhaus wurde von 2009 bis 2011 sowie 2015 saniert. 2015 wurde die große barocke Drahtkuppel mit einem roten Anstrich versehen. Das Gebäude, das sich im Besitz der [[Stadt Salzburg Immobilien GmbH|städtischen Immobiliengesellschaft SIG]] befindet, investierte 300.000 Euro in die Sanierung 2015.  
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Im März [[1924]] wurde der damals schon ehemalige Gemeinderat [[Fritz Eitel (Gemeinderat)|Fritz Eitel]] zum ehrenamtlichen Inspektor des Vogelhauses ernannt.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19260320&query=text:%22Fritz+Eitel%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 20. März 1926, Seite 8</ref>
  
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Immer lautere Proteste von vielen Salzburger Bewohnern und von seiten des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]] unter [[Eduard Paul Tratz|E. P. Tratz]] gegen die extrem tierschutzfeindliche Haltung von Großtieren in diesem Vogelhaus führten zur Schließung der verschiedenen Volieren im Vogelhaus.
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[[Kategorie:Mirabellgarten]]

Aktuelle Version vom 19. September 2022, 20:21 Uhr

Das Vogelhaus auf der Lodronschen Wehrmauer nach der Renovierung, 2011
Das Vogelhaus vom Rosenhügel.
Historische Aufnahme mit dem Pegasusbrunnen im Vordergrund, vermutlich im Winter 1938.

Das Vogelhaus im Mirabellgarten ist als Teil dieses Gartens ein historisches Vogelhaus in der rechtsufrigen Altstadt der Stadt Salzburg. Es zählt, wie gesamte Anlage, zu den denkmalgeschützten Objekten der Stadt.

Geschichte

Das heute bestehende Vogelhaus, das zwischen dem Kleinen Bastionsgarten, der Kleinen Gartenachse des Mirabellgartens und dem Rosenhügel am nördlichen Ende einer historischen lodronschen Wehranlage steht, wurde unter Johann Ernst Graf Thun nach 1700 angelegt. Architket war auch hier Johann Fischer von Erlach. Verschiedene Unterlagen nennen zwar Anton Danreiter um 1730 unter Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian als Urheber. Die ältesten bekannten Ansichten nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, die 1717 unter Matthias Diesel entstand, zeigt allerdings bereits dieses Vogelhaus. Die Adler auf der Balustrade belegen ebenfalls den Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun als Bauherrn. Ein nicht ausgeführter Entwurf zu einem überaus großen Vogelhaus von Anton Danreiter stammt unstrittig aus der Zeit um 1730.[1]

In dem offenen, hohen Raum hielten die Fürsterzbischöfe exotische Vögel und Kleintiere. In der Folge diente das Vogelhaus bis in die Zeit vor 1940 weiter der Schaustellung von Großvögeln und anderen Tieren. Ein 1926 erstelltes Inventar zählt noch immer 170 Vögel, sechs Schildkröten und 17 Säugetiere, darunter Füchse, Bisamratten, Marder, Siebenschläfer und Rhesusaffen auf.

Im März 1924 wurde der damals schon ehemalige Gemeinderat Fritz Eitel zum ehrenamtlichen Inspektor des Vogelhauses ernannt.[2]

Immer lautere Proteste von vielen Salzburger Bewohnern und von seiten des Hauses der Natur unter E. P. Tratz gegen die extrem tierschutzfeindliche Haltung von Großtieren in diesem Vogelhaus führten zur Schließung der verschiedenen Volieren im Vogelhaus.

Museumspavillon

Die Volieren im Süden des Vogelhauses wurden schon in den Jahrzehnten nach 1800 abgetragen. Die größte Voliere im Vogelhaus reichte ursprünglich bis zum Erdboden. Seit 1952 wird das ehemalige Vogelhaus als Museumspavillon genutzt. Seither ist die einstige mittige Voliere für Großvögel nur mehr auf dem Dach des Vogelhauses sichtbar, die einstigen Treppe auf das Dach hinauf wurde damals ebenfalls entfernt.

Bilder

 Vogelhaus im Mirabellgarten – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quelle

Einzelnachweise

  1. Quelle Bild des Entwurfs und Seitenaufriss des Entwurfs
  2. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 20. März 1926, Seite 8