Vogelhaus im Mirabellgarten: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | Im März [[1924]] wurde der damals schon ehemalige Gemeinderat [[Fritz Eitel (Gemeinderat)|Fritz Eitel]] zum ehrenamtlichen Inspektor des Vogelhauses ernannt.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19260320&query=text:%22Fritz+Eitel%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 20. März 1926, Seite 8</ref> | |
| + | Immer lautere Proteste von vielen Salzburger Bewohnern und von seiten des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]] unter [[Eduard Paul Tratz|E. P. Tratz]] gegen die extrem tierschutzfeindliche Haltung von Großtieren in diesem Vogelhaus führten zur Schließung der verschiedenen Volieren im Vogelhaus. | ||
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Aktuelle Version vom 19. September 2022, 20:21 Uhr
Das Vogelhaus im Mirabellgarten ist als Teil dieses Gartens ein historisches Vogelhaus in der rechtsufrigen Altstadt der Stadt Salzburg. Es zählt, wie gesamte Anlage, zu den denkmalgeschützten Objekten der Stadt.
Geschichte
Das heute bestehende Vogelhaus, das zwischen dem Kleinen Bastionsgarten, der Kleinen Gartenachse des Mirabellgartens und dem Rosenhügel am nördlichen Ende einer historischen lodronschen Wehranlage steht, wurde unter Johann Ernst Graf Thun nach 1700 angelegt. Architket war auch hier Johann Fischer von Erlach. Verschiedene Unterlagen nennen zwar Anton Danreiter um 1730 unter Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian als Urheber. Die ältesten bekannten Ansichten nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, die 1717 unter Matthias Diesel entstand, zeigt allerdings bereits dieses Vogelhaus. Die Adler auf der Balustrade belegen ebenfalls den Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun als Bauherrn. Ein nicht ausgeführter Entwurf zu einem überaus großen Vogelhaus von Anton Danreiter stammt unstrittig aus der Zeit um 1730.[1]
In dem offenen, hohen Raum hielten die Fürsterzbischöfe exotische Vögel und Kleintiere. In der Folge diente das Vogelhaus bis in die Zeit vor 1940 weiter der Schaustellung von Großvögeln und anderen Tieren. Ein 1926 erstelltes Inventar zählt noch immer 170 Vögel, sechs Schildkröten und 17 Säugetiere, darunter Füchse, Bisamratten, Marder, Siebenschläfer und Rhesusaffen auf.
Im März 1924 wurde der damals schon ehemalige Gemeinderat Fritz Eitel zum ehrenamtlichen Inspektor des Vogelhauses ernannt.[2]
Immer lautere Proteste von vielen Salzburger Bewohnern und von seiten des Hauses der Natur unter E. P. Tratz gegen die extrem tierschutzfeindliche Haltung von Großtieren in diesem Vogelhaus führten zur Schließung der verschiedenen Volieren im Vogelhaus.
Museumspavillon
Die Volieren im Süden des Vogelhauses wurden schon in den Jahrzehnten nach 1800 abgetragen. Die größte Voliere im Vogelhaus reichte ursprünglich bis zum Erdboden. Seit 1952 wird das ehemalige Vogelhaus als Museumspavillon genutzt. Seither ist die einstige mittige Voliere für Großvögel nur mehr auf dem Dach des Vogelhauses sichtbar, die einstigen Treppe auf das Dach hinauf wurde damals ebenfalls entfernt.
Bilder
Vogelhaus im Mirabellgarten – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quelle
- "Salzburger Nachrichten", 11. August 2015
Einzelnachweise
- ↑ Quelle Bild des Entwurfs und Seitenaufriss des Entwurfs
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 20. März 1926, Seite 8