Eduard Stöllinger: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Eduard ''Edi'' Stöllinger''' (* [[19. November]] [[1948]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[16. September]] [[2006]] bei einem Oldtimerrennen in Schwanenstadt, [[Oberösterreich]]) war Motorradrennfahrer.
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'''Eduard ''Edi'' Stöllinger''' (* [[19. November]] [[1948]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[16. September]] [[2006]] bei einem Oldtimerrennen in Schwanenstadt, [[Oberösterreich]]) war Motorradrennfahrer und mehrfacher österreichischer Motorradstaatsmeister.
  
 
==Leben ==
 
==Leben ==
Edi Stöllinger erlernte bei der Fa. Hinterleitner den Beruf des Mechanikers. [[1973]] kaufte er gemeinsam mit seinem Freund Fritz Altendorfer eine 250 cm³ Yamaha, um damit im Rennsport einzusteigen. Gekauft wurde sie beim damaligen Yamaha-Importeur [[Volker Rothschädl]]. Die beiden trugen ein ''Wettrennen'' aus, wer nun die Maschine rennmäßig fahren durfte. Edi schien das Duell für sich entschieden haben, da er beim vorletzten Rennen der Saison in Schwanenstadt ([[]].) damit an den Start ging. Er stand mit dem vierfachen Weltmeister Dieter Braun ([[GER]]), dem vierfachen Bergeuropameister Walter Rungg ([[SUI]]) und dem österreichischen Motorrad-Staatsmeister des Jahres 1972 Karl Auer am Start. Zwar wurde er von mehreren Fahrern überrundet, aber er stand in der Ergebnisliste - und das zählte für Stöllinger.
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Edi Stöllinger erlernte bei der Fa. Hinterleitner den Beruf des Mechanikers. [[1973]] kaufte er gemeinsam mit seinem Freund Fritz Altendorfer eine 250‑cm³‑Yamaha, um damit im Rennsport einzusteigen. Die Maschine wurde beim damaligen Yamaha-Importeur [[Volker Rothschädl]] gekauft. Die beiden trugen ein ''Wettrennen'' aus, wer die Maschine rennmäßig fahren durfte. Edi schien das Duell für sich entschieden zu haben, da er beim vorletzten Rennen der Saison in Schwanenstadt (OÖ) damit an den Start ging. Er stand mit dem vierfachen Weltmeister Dieter Braun ([[GER]]), dem vierfachen Bergeuropameister Walter Rungg ([[SUI]]) und dem österreichischen Motorrad-Staatsmeister des Jahres [[1972]] Karl Auer am Start. Zwar wurde er von mehreren Fahrern überrundet, aber er stand in der Ergebnisliste und das zählte für Stöllinger.
  
1973 folgte dann am [[Salzburgring]] beim internationalen Motorradfestival der erste Sieg in der Österreich-Wertung, ein Sieg beim Straßenrennen in Großraming an der [[Enns]] (OÖ) und andere. Unerwartet fand er sich in Führung bei der Staatsmeisterschaft und konnte diese Führung bis zum Ende der Saison verteidigen. Das Jahr [[1974]] begann hart mit einem Aufeinandertreffen mit [[Harald Bartol]] in der 250 cm³ Klasse. Beim Flugplatzrennen in Aspern kam es zu einem harten Duell, das Bartol mit wenigen Sekunden Vorsprung gewann. Beim int. Bergrennen in Alpl wurde auch ein Lauf zur Bergeuropameisterschaft gefahren, den Stöllinger souverän für sich entschied. Allerdings verlor er das entscheidende Rennen um die Staatsmeisterschaft gegen Bartol, der mit zwei Punkten Vorsprung neuerlich Staatsmeister wurde.
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[[1973]] folgte dann am [[Salzburgring]] beim internationalen Motorradfestival der erste Sieg in der Österreich-Wertung, ein Sieg beim Straßenrennen in Großraming an der [[Enns]] (OÖ) und weitere. Unerwartet fand er sich in Führung bei der Staatsmeisterschaft und konnte diese Führung bis zum Ende der Saison verteidigen. Das Jahr [[1974]] begann hart mit einem Aufeinandertreffen mit [[Harald Bartol]] in der 250‑cm³‑Klasse. Beim Flugplatzrennen in Aspern kam es zu einem harten Duell, das Bartol mit wenigen Sekunden Vorsprung gewann. Beim internationalen Bergrennen in Alpl in der [[Steiermark]] wurde auch ein Lauf zur Bergeuropameisterschaft gefahren, den Stöllinger souverän für sich entschied. Allerdings verlor er das entscheidende Rennen um die Staatsmeisterschaft gegen Bartol, der mit zwei Punkten Vorsprung neuerlich Staatsmeister wurde.
  
Das Jahr der Erfolge bei Bergeuropameisterschaftsläufen wurde [[1976]]. Stöllinger eilte von Sieg zu Sieg und wurde erstmals Bergeuropameister. [[1977]] gewann er erstmals auch im Ausland (Horice, CSSR, in der Klasse bis 250 cm³ und 350 cm³).
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Das Jahr der Erfolge bei Bergeuropameisterschaftsläufen wurde [[1976]]. Stöllinger eilte von Sieg zu Sieg und wurde erstmals Bergeuropameister. [[1977]] gewann er erstmals auch im Ausland (Horice, [[CSSR]], in der Klasse bis 250&bnsp;cm³ und 350&bnsp;cm³).
  
Stöllinger war [[1979]] auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als er als bis dato letzter Österreicher einen "Grand Prix" der Viertelliterklasse im belgischen Spa gewann. Er war auch achtfacher österreichischer Motorradmeister.  
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Stöllinger war [[1979]] auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als er als bis dato letzter Österreicher einen "Grand Prix" der Viertelliterklasse im [[Belgien|belgischen]] Spa gewann. Er war auch achtfacher österreichischer Motorradmeister.  
  
 
Edi Stöllinger starb 57-jährig bei einem Sturz beim Motorrad-Oldtimer-Grand-Prix in Schwanenstadt.  
 
Edi Stöllinger starb 57-jährig bei einem Sturz beim Motorrad-Oldtimer-Grand-Prix in Schwanenstadt.  
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* ''Österreichische Legenden in Schräglage in memoriam'', Seite 131ff
 
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Aktuelle Version vom 1. Januar 2026, 17:40 Uhr

Eduard Edi Stöllinger (* 19. November 1948 in der Stadt Salzburg; † 16. September 2006 bei einem Oldtimerrennen in Schwanenstadt, Oberösterreich) war Motorradrennfahrer und mehrfacher österreichischer Motorradstaatsmeister.

Leben

Edi Stöllinger erlernte bei der Fa. Hinterleitner den Beruf des Mechanikers. 1973 kaufte er gemeinsam mit seinem Freund Fritz Altendorfer eine 250‑cm³‑Yamaha, um damit im Rennsport einzusteigen. Die Maschine wurde beim damaligen Yamaha-Importeur Volker Rothschädl gekauft. Die beiden trugen ein Wettrennen aus, wer die Maschine rennmäßig fahren durfte. Edi schien das Duell für sich entschieden zu haben, da er beim vorletzten Rennen der Saison in Schwanenstadt (OÖ) damit an den Start ging. Er stand mit dem vierfachen Weltmeister Dieter Braun (GER), dem vierfachen Bergeuropameister Walter Rungg (SUI) und dem österreichischen Motorrad-Staatsmeister des Jahres 1972 Karl Auer am Start. Zwar wurde er von mehreren Fahrern überrundet, aber er stand in der Ergebnisliste – und das zählte für Stöllinger.

1973 folgte dann am Salzburgring beim internationalen Motorradfestival der erste Sieg in der Österreich-Wertung, ein Sieg beim Straßenrennen in Großraming an der Enns (OÖ) und weitere. Unerwartet fand er sich in Führung bei der Staatsmeisterschaft und konnte diese Führung bis zum Ende der Saison verteidigen. Das Jahr 1974 begann hart mit einem Aufeinandertreffen mit Harald Bartol in der 250‑cm³‑Klasse. Beim Flugplatzrennen in Aspern kam es zu einem harten Duell, das Bartol mit wenigen Sekunden Vorsprung gewann. Beim internationalen Bergrennen in Alpl in der Steiermark wurde auch ein Lauf zur Bergeuropameisterschaft gefahren, den Stöllinger souverän für sich entschied. Allerdings verlor er das entscheidende Rennen um die Staatsmeisterschaft gegen Bartol, der mit zwei Punkten Vorsprung neuerlich Staatsmeister wurde.

Das Jahr der Erfolge bei Bergeuropameisterschaftsläufen wurde 1976. Stöllinger eilte von Sieg zu Sieg und wurde erstmals Bergeuropameister. 1977 gewann er erstmals auch im Ausland (Horice, CSSR, in der Klasse bis 250&bnsp;cm³ und 350&bnsp;cm³).

Stöllinger war 1979 auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als er als bis dato letzter Österreicher einen "Grand Prix" der Viertelliterklasse im belgischen Spa gewann. Er war auch achtfacher österreichischer Motorradmeister.

Edi Stöllinger starb 57-jährig bei einem Sturz beim Motorrad-Oldtimer-Grand-Prix in Schwanenstadt.

Erfolge

  • Österreichischer Staatsmeister:
→ Klasse bis 250 cm³: 1974, 1978 und 1979;
→ Klasse bis 350 cm³: 1978 und 1979;
  • Sieger im "Grand Prix von Belgien" in Spa Franchorchamps 1979 in der Klasse bis 250 cm³
  • 9. Rang in der Motorrad-Weltmeisterschafts-Endwertung 1979 in der Klasse bis 250 cm³
  • Bergeuropameister 1976 und 1977;
  • Motorsportler des Jahres 1976, 1977 und 1979;

Literatur

Quellen

  • SALZBURGWIKI
  • Österreichische Legenden in Schräglage in memoriam, Seite 131ff