Isengau: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Isengau,_Karte._Nach_Heinz_Dopsch,_Hans_Spatzenegger,_Geschichte_Salzburgs,_Band_I1,_Salzburg_1999_(Karte_Andreas_Hirsch).jpg|thumb|Der Isengau.]] | |||
Der '''Isengau''' war einer der [[Baiern|bairischen]] Gaue der Agilolfingerzeit vor [[788]] n. Chr. | Der '''Isengau''' war einer der [[Baiern|bairischen]] Gaue der Agilolfingerzeit vor [[788]] n. Chr. | ||
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Der Streubesitz der [[Salzburger Kirche]] im Isengau erstreckte sich zu Ende des [[8. Jahrhundert]]s von Gars am Inn und Loinbruck an der Isen (Gemeinde Schwindegg, Landkreis [[Mühldorf am Inn]]) im Westen bis Untertürken (Gemeinde Julbach, Lankdreis Rottal-Inn) im Osten. Im Norden lagen vereinzelte Güter bis an die Rott. Bis dorthin reichte auch die [[Erzdiözese Salzburg|Diözese Salzburg]]. Die im frühen [[Mittelalter]] erworbenen Besitzungen gingen bis zum [Vertrag von Erharting|Zweiten Erhartinger Vertrag]] ([[1275]]) größtenteils wieder verloren. | Der Streubesitz der [[Salzburger Kirche]] im Isengau erstreckte sich zu Ende des [[8. Jahrhundert]]s von Gars am Inn und Loinbruck an der Isen (Gemeinde Schwindegg, Landkreis [[Mühldorf am Inn]]) im Westen bis Untertürken (Gemeinde Julbach, Lankdreis Rottal-Inn) im Osten. Im Norden lagen vereinzelte Güter bis an die Rott. Bis dorthin reichte auch die [[Erzdiözese Salzburg|Diözese Salzburg]]. Die im frühen [[Mittelalter]] erworbenen Besitzungen gingen bis zum [Vertrag von Erharting|Zweiten Erhartinger Vertrag]] ([[1275]]) größtenteils wieder verloren. | ||
Der [[Erzbischof]] besaß im Spät[[mittelalter]] noch Güter in Altmühldorf, Ampfing Megling, Mittergars und Buchbach. Hauptorte des salzburgischen "[[Auswärtige Herrschaften|auswärtigen Besitzes]]" waren die Märkte Gars und Buchbach. In diesen beiden Hofmarken übte der Fürsterzbischof die niedere Gerichtsbarkeit aus. | Der [[Erzbischof]] besaß im Spät[[mittelalter]] noch Güter in Altmühldorf, [[Ampfing]], Megling, Mittergars und Buchbach. Hauptorte des salzburgischen "[[Auswärtige Herrschaften|auswärtigen Besitzes]]" waren die Märkte Gars und Buchbach. In diesen beiden Hofmarken übte der Fürsterzbischof die niedere Gerichtsbarkeit aus. | ||
== Orte im Isengau mit Bedeutung für Salzburg == | == Orte im Isengau mit Bedeutung für Salzburg == | ||
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=== Erharting === | === Erharting === | ||
Durch den [[Vertrag von Erharting|Ersten Vertrag von Erharting]] ([[1254]]) mit den bayerischen Herzögen Heinrich XIII. und Ludwig II. sicherte sich Erzbischof [[Philipp von Spanheim]] das Erbe der [[Grafen von Lebenau]]. Im [ | Durch den [[Vertrag von Erharting|Ersten Vertrag von Erharting]] ([[1254]]) mit den bayerischen Herzögen Heinrich XIII. und Ludwig II. sicherte sich Erzbischof [[Philipp von Spanheim]] das Erbe der [[Grafen von Lebenau]]. Im [Vertrag von Erharting|Zweiten Erhartinger Vertrag]] ([[1275]]) ging es u. a. um die Rechte und Gebiete der erloschenen [[Grafen von Plain]], die größtenteils an den Erzbischof fielen. Der Herzog von Bayern bestätigte damit weitgehend die Westgrenze des salzburgischen Territoriums, welche bis zum Anfang des [[19. Jahrhundert]]s im Wesentlichen unverändert blieb. Außerdem erhielt Salzburg Güter im Isengau, u. a. den Markt Buchbach, wieder zurück. | ||
=== Gars am Inn === | === Gars am Inn === | ||
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=== Altötting === | === Altötting === | ||
Das [[748]] erstmals urkundlich erwähnte [[Altötting]] lag bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts in der [[Erzdiözese Salzburg]]. Der Ort entwickelte sich nach ersten Wundern 1489 zu einem der bedeutendsten [[Wallfahrt]]sorte im süddeutschen Raum. Einer Legende zufolge hatte der heilige [[Rupert von | Das [[748]] erstmals urkundlich erwähnte [[Altötting]] lag bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts in der [[Erzdiözese Salzburg]]. Der Ort entwickelte sich nach ersten Wundern 1489 zu einem der bedeutendsten [[Wallfahrt]]sorte im süddeutschen Raum. Einer Legende zufolge hatte der heilige [[Rupert von Salzburg|Rupert]] das Gnadenbild - die "Schwarze Madonna" – nach Altötting gebracht. Zur Ikonographie Ruperts gehört daher auch die Darstellung des Bischofs mit dem Altöttinger Gnadenbild in Händen, unter anderem über dem Eingang der Gnadenkapelle und am Hochaltar der Stiftspfarrkirche in Altötting. | ||
Der Marienbrunnen auf dem Kapellplatz ist eine Stiftung des Salzburger Fürsterzbischofs [[Paris Graf von Lodron]], der [[1637]] von [[Santino Solari]] geschaffen wurde. Der Brunnen erinnert daran, dass Salzburg [[1632]] das dorthin vor den Schweden in Sicherheit gebrachte Altöttinger Gnadenbild hatte beherbergen dürfen. | Der Marienbrunnen auf dem Kapellplatz ist eine Stiftung des Salzburger Fürsterzbischofs [[Paris Graf von Lodron]], der [[1637]] von [[Santino Solari]] geschaffen wurde. Der Brunnen erinnert daran, dass Salzburg [[1632]] das dorthin vor den Schweden in Sicherheit gebrachte Altöttinger Gnadenbild hatte beherbergen dürfen. | ||