Archidiakonat Gars am Inn

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Das Archidiakonat Gars am Inn war eine kirchliche Verwaltungseinheit innerhalb der Kirchenprovinz Salzburg.

Geschichte

Das Archidiakonat Gars am Inn ist ab dem 12. Jahrhundert urkundlich nachweisbar. Es gehörte bis zum 23. April 1808 zur Erzdiözese Salzburg und wurde dann zwischen dem Bistum Freising und dem Bistum Passau aufgeteilt.

Die Seelsorgestellenstruktur im Archidiakonat Gars am Inn im späten 18. Jahrhundert

Die Grundlage für das folgende Organigramm bilden die Bestände im Archiv der Erzdiözese München und Freising.

  • Altötting, Pfarrei
  • Alzgern, Pfarrei
  • Ampfing, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
    • Ellach, Benefizium
  • Au am Inn, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
  • Buchbach, Pfarrei
    • Steeg, Benefizium
  • Burgkirchen am Wald, Pfarrei
    • Heiligenstadt, Benefizium
    • Tüßling, Benefizium
  • Endsorf, Pfarrei
  • Erharting, Pfarrei
    • Frixing, Benefizium
  • Flossing, Pfarrei
    • Polling, Kuratie
  • Fraham, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
  • Gars am Inn, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Gars am Inn)
  • Gern, Pfarrei
  • Hirschhorn, Pfarrei
    • Mitterskirchen, Kuratie
    • Wurmannsquick, Kuratie
  • Heldenstein, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
  • Hörbering, Pfarrei (inkorporiert Benediktinerkloster Sankt Veit)
  • Holzhausen, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
  • Lauternbach, Pfarrei (inkorporiert Benediktinerkloster Seeon)
  • Lohkirchen, Pfarrei
    • Salmannskirchen, Benefizium
    • Zangberg, Benefizium
  • Mettenheim, Pfarrei
  • Neuötting, Pfarrei
  • Niederbergkirchen, Pfarrei (inkorporiert Zisterzienserkloster Raitenhaslach)
  • Niederdietfurt (=Unterdietfurt), Pfarrei
  • Niedertaufkirchen, Pfarrei
  • Oberbergkirchen, Pfarrei
  • Obertaufkirchen, Pfarrei
    • Mesmering, Benefizium
    • Schwindegg, Benefizium
  • Perach, Pfarrei
  • Pleiskirchen, Pfarrei
  • Pürten, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
  • Rattenkirchen, Pfarrei
  • Reichertsham, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
  • Reischach, Pfarrei
  • Rogglfing, Pfarrei
  • Schönberg, Pfarrei
  • Stammham, Pfarrei
    • Eiberg, Vikariat
    • Reut, Vikariat
    • Marktl, Benefizium
    • Taubenbach, Benefizium
  • Stephanskirchen, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Gars am Inn)
    • Ranoldsberg, Benefizium (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Gars am Inn)
  • Taufkirchen am Inn, Pfarrei
    • Kraiburg am Inn, Kuratie und zwei Benefizien
    • Ornau, Benefizium
  • Sankt Veit bei Neumarkt, Pfarrei (inkorporiert Benediktinerkloster Sankt. Veit)
    • Neumarkt bei Sankt Veit, Vikariat (inkorporiert Benediktinerkloster Sankt Veit)
    • Teising, Benefizium
  • Winhöring, Pfarrei
    • Frauenbichel, Benefizium
  • Zeilarn, Pfarrei
  • Zimmern, Pfarrei
    • Tann, Expositur und Benefizium

Die Aufteilung der Seelsorgestellen auf die Bistümer Freising und Passau

Durch die kirchlichen Umbrüche des frühen 19. Jahrhunderts ging der nördliche Teil des Archidiakonats Gars am Inn an das Bistum Passau über, der südlich an das Bistum Freising. Mit der Gründung des Erzbistums München und Freising 1821 war dieser Prozesse praktisch 1822 abgeschlossen.

Die Seelsorgestellen im neu gegründeten Erzbistum München und Freising: Ampfing, Attenkirchen, Au am Inn, Buchbach, Erharting, Flossing, Fraham, Gars, Heldenstein, Hörbering, Lohkirchen, Mettenheim, Mittergars, Neumarkt St. Veit, Niederbergkirchen, Niedertaufkirchen, Oberbergkirchen, Obertaufkirchen, Pürten, Ranoldsberg, Rattenkirchen, Reichertsheim, Schönberg, Stefanskirchen bei Mühldorf am Inn, Stephanskirchen bei Rosenheim, Taufkirchen-Lafering, Wang.

Die Seelsorgestellen im Bistum Passau: Altötting, Alzgern, Burgkirchen am Wald, Eiberg, Gern, Hirschhorn, Marktl, Mitterskirchen, Neuötting, Reischach, Reut, Rogglfing, Stammham, Tann, Unterdietfurt, Winhöring, Wurmannsquick, Zeilarn, Zimmern.

Quellen

  • Mayer, Anton: Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising. I. Band, enthaltend die Decanate Abens bis Laufen inclus. München (Hermann Manz) 1874, S. 81.
  • erzbistum-muenchen.de, pdf, Pfarreien im ehem. Erzbistum Salzburg, bayerischer Anteil