Berghotel Arthurhaus: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Das Arthurhaus liegt am Fuße der Mandlwände an der Südostflanke des Hochkönig-Massivs in Salzburg. Es liegt am Mitterberg-Sattel auf 1.505 m ü. A.. Das Arthurhaus hat sich im Laufe der Jahrzehnte von einer Alpenwirtschaft, kleinen Gäststädte in einen Beherbergungsbetrieb gewandelt. Diese Entwicklung geht einher mit dem Aufschwung und Fall des Mühlbacher Kupferbergbaues und der anschließenden Entwicklung der Tourismus in Mühlbach am Hochkönig.
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[[Datei:Mühlbach Arthurhaus.jpg|thumb|Das Berghotel Arthurhaus]]
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[[Datei:Mühlbach Schweizerhütte.jpg|thumb|Die zum Arthurhaus gehörende [[Senner]]ei Schweizerhütte.]]
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[[Datei:Mandlwände-Panoramabild vom Arthurhaus A.jpg|thumb|Mandlwand-Panoramabild vom Arthurhaus.]]
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[[Datei:Arthurhaus-Panoramabild.JPG|thumb|Arthurhaus-Panoramabild]]
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[[Datei:Arthurhaus Mandlwand 1933.jpg|thumb|Das Berghotel Arthurhaus mit Mandlwand, historische Ansichtskarte aus dem Jahr [[1933]], wahrscheinlich von [[Peter Radacher senior]].]]
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Das drei-Sterne '''Berghotel Arthurhaus''' liegt am Fuße der [[Mandlwand]] an der Südostflanke des [[Hochkönigstock]]s  auf 1 505 [[m ü. A.]] im Norden der [[Pongau]]er Gemeinde [[Mühlbach am Hochkönig]].  
  
Das Haus bietet einen Blick auf die nahen Mandlwände und ist Urlaubsort für Sommer und Winter. Es ist der wichtigste Ausgangspunkt für die Hochgebirgstour auf den „Fast-Dreitausender“ Hochkönig (2.941 m), die etwa 5-8 Stunden dauert. Bricht man im Morgengrauen auf, kann man am Fuße der 2.600 m hohen, markanten Torsäule den Sonnenaufgang über dem gegenüber liegenden Tennengebirge erleben.
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==Geschichte==
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Die Geschichte des Arthurhauses begann im Jahr [[1866]], als die [[Mitterberger Kupferbergbau (Unternehmen)|Mitterberger Kupferbergbau]] die [[Mitterbergalm|Mitterberg Alpe]] kaufte und eine Gaststätte errichtete, die "Alpenwirtschaft Mitterberg". Schon die ersten Urlauber schätzten das Panorama der Mandlwände, die schneesicheren Winter und die vielen Wanderwege am Hochkönig. [[1894]] pachteten die Urgroßeltern der heutigen (2021) Besitzerfamilie Radacher die Alpenwirtschaft, die sich im Laufe der Jahre über eine kleine Gaststätte in einen Hotelbetrieb gewandelt hat. Diese Entwicklung geht einher mit dem Aufschwung und Fall des Mühlbacher [[Kupferbergbau]]es und der anschließenden Entwicklung der Fremdenverkehr in Mühlbach am Hochkönig.
  
Der Hausberg des Arthurhauses ist der nahe gelegene Hochkeil (1.782 m), dessen Gipfel in einer Stunde erreichbar und für Kinder ab etwa 8 Jahren geeignet ist. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug hinauf zum Fuß der Mandlwände, wo das Hochkönig-Plateau in bis zu 1000m hohen Felswänden und -Türmen nach Südosten abbricht.
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[[Peter Radacher junior]] war in den Jahren [[1960]] bis [[1995]] Wirt im Berggasthof Arthurhaus.
Die Geschichte des Arthurhauses begann im Jahr 1866 zurück, als die Kupfer-Bergbaugesellschaft die Mitterberg Alpe kaufte und eine Gaststätte errichtete, die „Alpenwirtschaft Mitterberg“. Schon die ersten Urlauber schätzten das Panorama der Mandlwände, die schneesicheren Winter und die vielen Wanderwege am Hochkönig.
 
  
Im Winter stellt die Mitterbergalm - die nähere Umgebung des Arthurhauses - ein ausgedehntes Skigebiet mit verschiedensten Schikursen für alle Könnens- und Altersklassen dar. Es gibt im Umkreis einiger Kilometer 49 Liftanlagen und bis zu 160 km präparierte Abfahrten. Direkt neben der früheren, heute ausgebauten Almhütte verläuft die Loipe und ein von der Schischule betriebener Babylift, und am Sattel steht die bekannte Sprungschanze.
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In den [[1960er]]-Jahren wurde das Arthurhaus ausgebaut. [[Lawine]]nabgänge forderten immer wieder Menschenleben. Bei einem Ausbildungskurs von 315 Soldaten wurden am [[19. Februar]] [[1916]] 245 Soldaten bei einer [[Lawinenkatastrophe Mühlbach am Hochkönig|Lawinenkatastrophe]] verschüttet - 58 verstarben. Peter Radacher junior erinnerte sich noch als 95-Jähriger (2025) an den Lawinenabgang am [[20. März]] [[1967]], der das neu ausgebaute Arthurhaus zerstörte: "Ich saß mit Gästen im Speisesaal, als die riesige Staublawine um 23 Uhr abging. Ich bin bei einem zerschlagenen Fenster hinausgestolpert, weil ich draußen Schreie hörte. Unser Küchenmadl, das im dritten Stock geschlafen hatte, stand auf dem Dach - bis zum Hals im Schnee -, nur mit einem Nachthemd bekleidet, und rief um Hilfe. Der ganze zweite Stock war verschüttet, der harte Schnee füllte alles aus. Es war [[Ostern|Oster]]woche, alle Betten waren belegt. Mit einer alten Blechschaufel habe ich mich durch den komprimierten Schnee durchgearbeitet, ich wusste, wo die Betten standen. Wir hatten zum Glück drei Ärzte unter den Gästen, die versorgten die Verschütteten in den übriggebliebenen Resten der Küche. Doch um ein Uhr kam meine Frau und meinte, dass ein Ehepaar mit Kind noch abgängig sei. Um schneller in das Zimmer an der Ostseite zu gelangen, schnitt ich mit der Motorsäge vom Nachbarzimmer aus ein Loch durch die Wand. Schließlich haben wir alle ausgeschaufelt, so gegen halb zwei Uhr waren alle gerettet. Alles war kaputt, aber alle zwölf Gäste überlebten." Eine andere Quelle<ref>[https://www.meinbezirk.at/pongau/c-lokales/herr-chef-holens-mi-oba_a2967201 Bezirksblätter Pungau vom 15. Oktober 2018: "''Herr Chef, holen's mi oba!'' "(Anita Marchgraber)]</ref> berichtete 2018 von ca. 40 Verschütteten.
Im südlich angrenzenden Mühlbachtal liegen die Orte Dienten und Mühlbach, sowie etwas östlich an der Mündung des Mühlbachtals ins Haupttal der Salzach die Stadt Bischofshofen sowie die Orte Werfen und Tenneck.
 
  
Einige 100 Höhenmeter unterhalb und östlich der Alm sowie im Raum Mühlbach wurde schon in der Jungsteinzeit von etwa 3000 v. Chr. bis 1977 Kupferbergbau betrieben.
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== Alpinismus ==
Der ausladende, im Süden und Osten schroffe Kalkstock des Hochkönigs besitzt zwar die höchste Erhebung der Berchtesgadener Alpen, doch liegt das Arthurhaus schon nahe am Übergang zu den sanfteren Dientener Bergen. Sie stellen die westlichsten Ausläufer der Kitzbüheler Alpen dar, von denen nur wenige Gipfel die Zweitausender-Grenze übersteigen.
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Das Haus ist der wichtigste Ausgangspunkt für die Hochgebirgstour auf den "Fast-Dreitausender" [[Hochkönig (Berg)|Hochkönig]] (2&nbsp;941 m ü. A.), die etwa fünf bis acht Stunden dauert. Bricht man im Morgengrauen auf, kann man am Fuße der 2&nbsp;600 m ü. A. hohen, markanten [[Torsäule]] den Sonnenaufgang über dem gegenüber liegenden [[Tennengebirge]] erleben.
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Der Hausberg des Arthurhauses ist der nahe gelegene [[Hochkeil]] (1&nbsp;782 m ü. A.), dessen Gipfel in einer Stunde erreichbar und für Kinder ab etwa acht Jahren geeignet ist. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug hinauf zum Fuß der Mandlwand, wo das Hochkönig-Plateau in bis zu 1&nbsp;000 m hohen Felswänden und -türmen nach Südosten abbricht. Das Arthurhaus ist auch Ausgangspunkt des [[Salzburger Almenweg]]es, der über die [[Windraucheggalm]] und [[Erichhütte]] zum [[Birgkarhaus]] am Dientner Sattel führt.
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==Wintersport==
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Am [[3. März]] [[1946]] veranstaltete der [[ATSV Itzling]] am Arthurhaus seine Skivereinsmeisterschaften.
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Im Winter stellt die Mitterbergalm - die nähere Umgebung des Arthurhauses - ein ausgedehntes Skigebiet mit verschiedensten Skikursen für alle Könnens- und Altersklassen dar. Es gibt im Umkreis einiger Kilometer 49 Liftanlagen und bis zu 160 km präparierte Abfahrten. Direkt neben der früheren, heute ausgebauten Almhütte verläuft die Loipe und ein von der Skischule betriebener Babylift, und am Sattel steht die bekannte [[Rudolfschanze]].
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Das Skigebiet südlich des Arthurhauses liegt am Hochkeil. Es ist ein kleines  Skigebiet mit vielen Möglichkeiten. Pisten von blau bis schwarz, Sprungschanze, Langlaufloipe und zehn Kilometer Tourenabfahrt "Knappensteig bis in die Stadt [[Bischofshofen]]. 
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[[Starkregenfälle und Schneefall Mitte September 2024]]: Der starke Schneefall hatte dazu geführt, dass der erste Skilift aufsperrt: Auf dem 1&nbsp;782 Meter hohen [[Hochkeil]] in [[Mühlbach am Hochkönig]] öffnete Peter Radacher, dessen Familie das Berghotel Arthurhaus in fünfter Generation führt, am Sonntag, den [[15. September]] [[2024]], den hauseigenen Schlepplift, da bereits am Vormittag der Parkplatz voll war; Radacher hatte die Idee am Samstagnachmittag und verbreitete die geplante Öffnung über Medien; mitten auf der Piste stand kurioserweise ein fast bis zum Dach eingeschneites Auto; Radacher: "Das gehört dem Hüttenwirt vom [[Matrashaus]] auf dem [[Hochkönig]]. Normalerweise ist da die Straße und von hier starten die Versorgungsflüge zum Matrashaus. Wir haben das Auto extra mit einem Zaun geschützt." Improvisieren musste man auch bei den Tickets. Das Kassensystem von Ski amadé läuft noch nicht, der Saisonkartenverkauf hat noch nicht begonnen und das Zutrittssystem ist nicht installiert. Also gab Manuel Meilinger an der Kassa kopierte Zettel als Tickets aus. Erwachsene zahlten 15, Kinder acht Euro. Wer sich später eine Saisonkarte kauft, bekommt das Geld zurück. Bis elf Uhr hatte er nur 97 Tickets verkauft, obwohl offensichtlich Hunderte Skifahrer auf der Piste waren. Die Familie Radacher führt seit [[1901]] Aufzeichnungen über die Schneefälle. Dass es auf 1500 Metern Seehöhe um diese Zeit mal schneie, sei nicht ungewöhnlich, sagt Peter Radacher. "Aber dass es im September so viel Neuschnee gegeben hat, ist mir nicht bewusst. 2013 haben wir den Lift im Oktober aufgesperrt, aber im September gab es das noch nie." Da das Skigebiet Hochkeil mit seinen fünf Liften, zu dem der Arthurhauslift gehört, auf technische Beschneiung verzichtet, wird es wohl bald wieder grün sein.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/arthurhaus-schlepplift-september-165111259 www.sn.at], 16. September 2024</ref>
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==Bilder==
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== Quellen ==
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{{homepage|https://www.arthurhaus.at/}}
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* "[[Salzburger Woche]]", Ausgabe "[[Pongauer Nachrichten]]" vom [https://www.sn.at/salzburg/leben/peter-radacher-ein-pionier-geburtstag-175051879 12. März 2025]
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== Einzelnachweise ==
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<references/>
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{{SORTIERUNG: Arthurhaus,Berghotel}}
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[[Kategorie:Pongau]]
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[[Kategorie:Mühlbach am Hochkönig]]
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[[Kategorie:Tourismus]]
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[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]
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[[Kategorie:Übernachtung]]
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[[Kategorie:Berggasthof]]
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[[Kategorie:drei Stern]]
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[[Kategorie:Ostalpen]]
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[[Kategorie:Nördliche Kalkalpen]]
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[[Kategorie:Kalkhochalpen]]
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[[Kategorie:Berchtesgadener Alpen]]
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[[Kategorie:Hochkönig]]

Aktuelle Version vom 12. März 2025, 10:21 Uhr

Das Berghotel Arthurhaus
Die zum Arthurhaus gehörende Sennerei Schweizerhütte.
Mandlwand-Panoramabild vom Arthurhaus.
Arthurhaus-Panoramabild
Das Berghotel Arthurhaus mit Mandlwand, historische Ansichtskarte aus dem Jahr 1933, wahrscheinlich von Peter Radacher senior.

Das drei-Sterne Berghotel Arthurhaus liegt am Fuße der Mandlwand an der Südostflanke des Hochkönigstocks auf 1 505 m ü. A. im Norden der Pongauer Gemeinde Mühlbach am Hochkönig.

Geschichte

Die Geschichte des Arthurhauses begann im Jahr 1866, als die Mitterberger Kupferbergbau die Mitterberg Alpe kaufte und eine Gaststätte errichtete, die "Alpenwirtschaft Mitterberg". Schon die ersten Urlauber schätzten das Panorama der Mandlwände, die schneesicheren Winter und die vielen Wanderwege am Hochkönig. 1894 pachteten die Urgroßeltern der heutigen (2021) Besitzerfamilie Radacher die Alpenwirtschaft, die sich im Laufe der Jahre über eine kleine Gaststätte in einen Hotelbetrieb gewandelt hat. Diese Entwicklung geht einher mit dem Aufschwung und Fall des Mühlbacher Kupferbergbaues und der anschließenden Entwicklung der Fremdenverkehr in Mühlbach am Hochkönig.

Peter Radacher junior war in den Jahren 1960 bis 1995 Wirt im Berggasthof Arthurhaus.

In den 1960er-Jahren wurde das Arthurhaus ausgebaut. Lawinenabgänge forderten immer wieder Menschenleben. Bei einem Ausbildungskurs von 315 Soldaten wurden am 19. Februar 1916 245 Soldaten bei einer Lawinenkatastrophe verschüttet - 58 verstarben. Peter Radacher junior erinnerte sich noch als 95-Jähriger (2025) an den Lawinenabgang am 20. März 1967, der das neu ausgebaute Arthurhaus zerstörte: "Ich saß mit Gästen im Speisesaal, als die riesige Staublawine um 23 Uhr abging. Ich bin bei einem zerschlagenen Fenster hinausgestolpert, weil ich draußen Schreie hörte. Unser Küchenmadl, das im dritten Stock geschlafen hatte, stand auf dem Dach - bis zum Hals im Schnee -, nur mit einem Nachthemd bekleidet, und rief um Hilfe. Der ganze zweite Stock war verschüttet, der harte Schnee füllte alles aus. Es war Osterwoche, alle Betten waren belegt. Mit einer alten Blechschaufel habe ich mich durch den komprimierten Schnee durchgearbeitet, ich wusste, wo die Betten standen. Wir hatten zum Glück drei Ärzte unter den Gästen, die versorgten die Verschütteten in den übriggebliebenen Resten der Küche. Doch um ein Uhr kam meine Frau und meinte, dass ein Ehepaar mit Kind noch abgängig sei. Um schneller in das Zimmer an der Ostseite zu gelangen, schnitt ich mit der Motorsäge vom Nachbarzimmer aus ein Loch durch die Wand. Schließlich haben wir alle ausgeschaufelt, so gegen halb zwei Uhr waren alle gerettet. Alles war kaputt, aber alle zwölf Gäste überlebten." Eine andere Quelle[1] berichtete 2018 von ca. 40 Verschütteten.

Alpinismus

Das Haus ist der wichtigste Ausgangspunkt für die Hochgebirgstour auf den "Fast-Dreitausender" Hochkönig (2 941 m ü. A.), die etwa fünf bis acht Stunden dauert. Bricht man im Morgengrauen auf, kann man am Fuße der 2 600 m ü. A. hohen, markanten Torsäule den Sonnenaufgang über dem gegenüber liegenden Tennengebirge erleben.

Der Hausberg des Arthurhauses ist der nahe gelegene Hochkeil (1 782 m ü. A.), dessen Gipfel in einer Stunde erreichbar und für Kinder ab etwa acht Jahren geeignet ist. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug hinauf zum Fuß der Mandlwand, wo das Hochkönig-Plateau in bis zu 1 000 m hohen Felswänden und -türmen nach Südosten abbricht. Das Arthurhaus ist auch Ausgangspunkt des Salzburger Almenweges, der über die Windraucheggalm und Erichhütte zum Birgkarhaus am Dientner Sattel führt.

Wintersport

Am 3. März 1946 veranstaltete der ATSV Itzling am Arthurhaus seine Skivereinsmeisterschaften.

Im Winter stellt die Mitterbergalm - die nähere Umgebung des Arthurhauses - ein ausgedehntes Skigebiet mit verschiedensten Skikursen für alle Könnens- und Altersklassen dar. Es gibt im Umkreis einiger Kilometer 49 Liftanlagen und bis zu 160 km präparierte Abfahrten. Direkt neben der früheren, heute ausgebauten Almhütte verläuft die Loipe und ein von der Skischule betriebener Babylift, und am Sattel steht die bekannte Rudolfschanze.

Das Skigebiet südlich des Arthurhauses liegt am Hochkeil. Es ist ein kleines Skigebiet mit vielen Möglichkeiten. Pisten von blau bis schwarz, Sprungschanze, Langlaufloipe und zehn Kilometer Tourenabfahrt "Knappensteig bis in die Stadt Bischofshofen.

Starkregenfälle und Schneefall Mitte September 2024: Der starke Schneefall hatte dazu geführt, dass der erste Skilift aufsperrt: Auf dem 1 782 Meter hohen Hochkeil in Mühlbach am Hochkönig öffnete Peter Radacher, dessen Familie das Berghotel Arthurhaus in fünfter Generation führt, am Sonntag, den 15. September 2024, den hauseigenen Schlepplift, da bereits am Vormittag der Parkplatz voll war; Radacher hatte die Idee am Samstagnachmittag und verbreitete die geplante Öffnung über Medien; mitten auf der Piste stand kurioserweise ein fast bis zum Dach eingeschneites Auto; Radacher: "Das gehört dem Hüttenwirt vom Matrashaus auf dem Hochkönig. Normalerweise ist da die Straße und von hier starten die Versorgungsflüge zum Matrashaus. Wir haben das Auto extra mit einem Zaun geschützt." Improvisieren musste man auch bei den Tickets. Das Kassensystem von Ski amadé läuft noch nicht, der Saisonkartenverkauf hat noch nicht begonnen und das Zutrittssystem ist nicht installiert. Also gab Manuel Meilinger an der Kassa kopierte Zettel als Tickets aus. Erwachsene zahlten 15, Kinder acht Euro. Wer sich später eine Saisonkarte kauft, bekommt das Geld zurück. Bis elf Uhr hatte er nur 97 Tickets verkauft, obwohl offensichtlich Hunderte Skifahrer auf der Piste waren. Die Familie Radacher führt seit 1901 Aufzeichnungen über die Schneefälle. Dass es auf 1500 Metern Seehöhe um diese Zeit mal schneie, sei nicht ungewöhnlich, sagt Peter Radacher. "Aber dass es im September so viel Neuschnee gegeben hat, ist mir nicht bewusst. 2013 haben wir den Lift im Oktober aufgesperrt, aber im September gab es das noch nie." Da das Skigebiet Hochkeil mit seinen fünf Liften, zu dem der Arthurhauslift gehört, auf technische Beschneiung verzichtet, wird es wohl bald wieder grün sein.[2]

Bilder

  Berghotel Arthurhaus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Einzelnachweise