Archinemapogon yildizae: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | *Embacher, | + | *{{Quelle Embacher et al. 2024}} |
| − | *Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: | + | *Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. |
| + | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | ||
| + | *Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332. | ||
| + | *[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]], [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3–8. | ||
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| + | <references /> | ||
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Aktuelle Version vom 16. November 2024, 07:53 Uhr
Archinemapogon yildizae Koçak, 1981:15 ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Tineidae (Echte Motten).
Diagnose
Durch die Zeichnung der Vorderflügel ist die Art sehr gut charakterisiert und in Salzburg nicht zu verwechseln.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
Wie eine Reihe anderer Vertreter der Tineidae ist auch A. yildizae erst in einem einzigen Exemplar aus Salzburg nachgewiesen worden. Das Tier wurde am 10.6.1948 von Feichtenberger in der Schneiderau im Stubachtal gefunden. Der Fundort liegt in Zone IV (Zentralalpen nach Embacher et al. 2024) in einer Höhe von rund 1000 m (Kurz, Kurz & Embacher 2010b). Das Belegexemplar wird in der Sammlung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum in Innsbruck aufbewahrt (Huemer in litt.). Zum Lebensraum der Art liegen keinerlei Angaben vor.
Nachbarfaunen
A. yildizae ist in Österreich aus allen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg und dem Burgenland bekannt (huemer 2013). Aus Oberösterreich gibt Klimesch (1990) aber nur zwei alte Nachweise aus dem Alpengebiet bekannt, und zwar durch Zucht aus einem Buchenschwamm bei Steyr durch Mitterberger und aus St. Lorenz am Mondsee am 17.6.1964 durch Kudernatsch. In Bayern dagegen sind rezente Funde aus allen vier Landesteilen bekannt (Haslberger & Segerer 2016).
Biologie und Gefährdung
Zur Biologie von A. yildizae sind keine Daten aus Salzburg bekannt, die Raupen sollen aber in Baumschwämmen leben. Aus diesem Grund kann auch eine eventuelle Gefährdung der Art nicht beurteilt werden, doch muss sie zur Zeit als verschollen eingestuft werden, da der einzige bisher bekannte Fund im Land bereits mehr als 75 Jahre zurück liegt (Einstufung RE nach Embacher et al. 2024).
Weiterführende Informationen
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- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
- Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
- Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
- Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3–8.
Einzelnachweis
- ↑ siehe Phänologie