Friedrich Lacchini: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Als junger Mann schlug Lacchini, der Tradition seiner Familie folgend, die Offizierslaufbahn ein. Diese führte ihn sogleich in den [[ | + | Als junger Mann schlug Lacchini, der Tradition seiner Familie folgend, die Offizierslaufbahn ein. Diese führte ihn sogleich in den [[Zweiten Weltkrieg]]. Als Leutnant der Kavallerie nahm er [[1940]] am deutschen Frankreichfeldzug Teil. Als bald danach die Waffengattung Kavallerie aufgelöst wurde, fand er sich bei den Nebelwerfern, einer noch ganz jungen Waffenart, wieder. Er war an der Eismeerfront, an der Ostfront und bei der Ardennenoffensive im Einsatz. Mehrfach entging er durch Glück dem Tod – so, als sein Bunker durch Volltreffer verschüttet wurde und sein bellender Dackel sich und ihm das Leben rettete. |
| − | Nach Kriegsende war er zunächst bei der Finanzbehörde tätig, wandte sich aber mit der Neuschaffung des Bundesheeres wieder dem Militärdienst zu. Er stieg zum Obersten der 8. Dienstklasse und Militärkommandant-Stellvertreter von Salzburg auf. | + | Nach Kriegsende war er zunächst bei der Finanzbehörde tätig, wandte sich aber [[1959]] mit der Neuschaffung des [[Österreichisches Bundesheer|Bundesheeres]] wieder dem Militärdienst zu. Er stieg zum Obersten der 8. Dienstklasse und [[Militärkommandant von Salzburg|Militärkommandant]]-Stellvertreter von Salzburg auf. |
| − | ===Direktor des Tiergartens=== | + | === Direktor des Tiergartens === |
| − | Lacchini hatte sich als Leiter der biologischen Station in der [[Schwarzenbergkaserne]] und als Ornithologe einen Namen gemacht. | + | Lacchini hatte sich ab [[1962]] als Leiter der biologischen Station in der [[Schwarzenbergkaserne]] und als Ornithologe einen Namen gemacht. Vom [[1. Dezember]] [[1976]] bis [[1990]] leitete er, als Offizier pensioniert, den Tiergarten Hellbrunn. Unter seiner Leitung Lacchinis entwickelte sich der zoologische Garten mit seiner artgerechten Tierhaltung zu einer Heimstätte für zufriedene Tiere, zu einer Stätte der Bildung und Erholung für Tausende Besucher aus nah und fern. |
| − | ==Veröffentlichungen== | + | == Veröffentlichungen == |
| − | * ''Über eine erpelfedrige Stockente (Anas platyrhynchos)''. In: [[Eduard Paul Tratz|Tratz, Eduard]], Berichte aus dem [[Haus der Natur]] in Salzburg (Abteilung A), III. Folge (1971), S. 48-49 | + | * ''Über eine erpelfedrige [[Stockente]] (Anas platyrhynchos)''. In: [[Eduard Paul Tratz|Tratz, Eduard]], Berichte aus dem [[Haus der Natur]] in Salzburg (Abteilung A), III. Folge (1971), S. 48-49 |
* ''10 Jahre Wasservogelzählung im Lande Salzburg''. In: Tratz, Eduard, Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg. VI. Folge (1974), S. 16-18; | * ''10 Jahre Wasservogelzählung im Lande Salzburg''. In: Tratz, Eduard, Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg. VI. Folge (1974), S. 16-18; | ||
| − | * ''Verhaltensstudien im Brutrevier des Fitis (Phylloscopus trochilus)''. In: Festschrift der Naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft am Haus der Natur in Salzburg zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Eduard Paul Tratz (1970), S. 41-45; | + | * ''Verhaltensstudien im Brutrevier des [[Fitis]] (Phylloscopus trochilus)''. In: Festschrift der Naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft am Haus der Natur in Salzburg zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. [[Eduard Paul Tratz]] (1970), S. 41-45; |
* ''Tiergärten als Bildungs- und Forschungsstätten''. In: [[Elisabeth Geiser|Geiser, Elisabeth]], ''Naturwissenschaftliche Forschung in Salzburg. Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Mag. [[Eberhard Stüber]], Direktor des Hauses der Natur und Landesumweltanwalt.'' Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg, X. Folge Teil A (1987) S. 85-86. | * ''Tiergärten als Bildungs- und Forschungsstätten''. In: [[Elisabeth Geiser|Geiser, Elisabeth]], ''Naturwissenschaftliche Forschung in Salzburg. Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Mag. [[Eberhard Stüber]], Direktor des Hauses der Natur und Landesumweltanwalt.'' Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg, X. Folge Teil A (1987) S. 85-86. | ||
| − | ==Ehrungen== | + | == Ehrungen == |
| + | Im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] wurde Lacchini er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und I. Klasse ausgezeichnet. | ||
| − | + | Er war Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und des [[Verdienstzeichen des Landes Salzburg|Goldenen Verdienstzeichens des Landes Salzburg]]. | |
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* [http://www.rainerregiment.at/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=101&Itemid=113#Lacchini ''Letzte Grüße'' auf www.rainerregiment.at] | * [http://www.rainerregiment.at/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=101&Itemid=113#Lacchini ''Letzte Grüße'' auf www.rainerregiment.at] | ||
| − | * [http://www.zoopresseschau.info/presseschau-2005-01-27.htm Salzburger Nachrichten | + | * [http://www.zoopresseschau.info/presseschau-2005-01-27.htm Salzburger Nachrichten vom 27. Dezember 2004] |
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Aktuelle Version vom 17. Mai 2024, 12:06 Uhr
Professor Friedrich Lacchini (* 23. April 1918 in Chodorow, Galizien; † 6. Mai 2005 in der Stadt Salzburg) war Offizier, Zoologe und Leiter des Salzburger Tiergartens Hellbrunn.
Leben
Offizierslaufbahn
Als junger Mann schlug Lacchini, der Tradition seiner Familie folgend, die Offizierslaufbahn ein. Diese führte ihn sogleich in den Zweiten Weltkrieg. Als Leutnant der Kavallerie nahm er 1940 am deutschen Frankreichfeldzug Teil. Als bald danach die Waffengattung Kavallerie aufgelöst wurde, fand er sich bei den Nebelwerfern, einer noch ganz jungen Waffenart, wieder. Er war an der Eismeerfront, an der Ostfront und bei der Ardennenoffensive im Einsatz. Mehrfach entging er durch Glück dem Tod – so, als sein Bunker durch Volltreffer verschüttet wurde und sein bellender Dackel sich und ihm das Leben rettete.
Nach Kriegsende war er zunächst bei der Finanzbehörde tätig, wandte sich aber 1959 mit der Neuschaffung des Bundesheeres wieder dem Militärdienst zu. Er stieg zum Obersten der 8. Dienstklasse und Militärkommandant-Stellvertreter von Salzburg auf.
Direktor des Tiergartens
Lacchini hatte sich ab 1962 als Leiter der biologischen Station in der Schwarzenbergkaserne und als Ornithologe einen Namen gemacht. Vom 1. Dezember 1976 bis 1990 leitete er, als Offizier pensioniert, den Tiergarten Hellbrunn. Unter seiner Leitung Lacchinis entwickelte sich der zoologische Garten mit seiner artgerechten Tierhaltung zu einer Heimstätte für zufriedene Tiere, zu einer Stätte der Bildung und Erholung für Tausende Besucher aus nah und fern.
Veröffentlichungen
- Über eine erpelfedrige Stockente (Anas platyrhynchos). In: Tratz, Eduard, Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg (Abteilung A), III. Folge (1971), S. 48-49
- 10 Jahre Wasservogelzählung im Lande Salzburg. In: Tratz, Eduard, Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg. VI. Folge (1974), S. 16-18;
- Verhaltensstudien im Brutrevier des Fitis (Phylloscopus trochilus). In: Festschrift der Naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft am Haus der Natur in Salzburg zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Eduard Paul Tratz (1970), S. 41-45;
- Tiergärten als Bildungs- und Forschungsstätten. In: Geiser, Elisabeth, Naturwissenschaftliche Forschung in Salzburg. Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Mag. Eberhard Stüber, Direktor des Hauses der Natur und Landesumweltanwalt. Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg, X. Folge Teil A (1987) S. 85-86.
Ehrungen
Im Krieg wurde Lacchini er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und I. Klasse ausgezeichnet.
Er war Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Salzburg.
Quellen
| Vorgänger |
Leiter des Salzburger Tiergartens Hellbrunn 1976–1990 |
Nachfolger |