Kapuzinerbergtunnel: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Gesamtverkehrsplan [[1976]] feierte der Kapuzinerbergtunnel eine Wiederauferstehung. Von der [[Nonntaler Brücke]] sollte demnach eine Unterflurtrasse den [[Volksgarten]] unterqueren und die Straße in der Folge durch den Berg führen. Eine Initiative ''"Rettet den Volksgarten"'' setzte diesen Träumen wieder ein Ende.
 
Im Gesamtverkehrsplan [[1976]] feierte der Kapuzinerbergtunnel eine Wiederauferstehung. Von der [[Nonntaler Brücke]] sollte demnach eine Unterflurtrasse den [[Volksgarten]] unterqueren und die Straße in der Folge durch den Berg führen. Eine Initiative ''"Rettet den Volksgarten"'' setzte diesen Träumen wieder ein Ende.
  
Die Zunahme des Verkehrs vor allem in der [[Eberhard-Fugger-Straße]] entfachte die Debatte um den Tunnel aber auch danach immer wieder aufs Neue, erreichten aber nie das Stadium konkreter Umsetzungsschritte.
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Die Zunahme des Verkehrs vor allem in der [[Eberhard-Fugger-Straße]] und in der [[Imbergstraße]] entfachte die Debatte um den Tunnel aber auch danach immer wieder aufs Neue, erreichten aber nie das Stadium konkreter Umsetzungsschritte. Auch [[1988]] beschloss der Gemeinderat lediglich die Erstellung einer Vorstudie. In dieser Variante sollte der Tunnel (mittlerweile "Citytunnel" genannt) im Süden unter der Salzach fortgeführt und am westlichen Ufer in die Achse [[Hellbrunner Straße]]/[[Alpenstraße]] münden.
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==Quelle==
 
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Version vom 18. Mai 2009, 20:28 Uhr

Das Projekt Kapuzinerbergtunnel, das Anfang des 21. Jahrhunderts in der Stadt Salzburg immer wieder diskutiert wird, ist nicht neu.

Bereits in groß angelegten Stadterweiterungsplänen am Ende des 19. Jahrhunderts spielten Tunnels durch die Stadtberge eine wichtige Rolle. Die Planungen gingen von Einwohnerzahlen von 200.000 und mehr für die Stadt Salzburg aus. Ein Verkehrsplan von Siegfried K. Huber aus dem Jahr 1940 sah ein Ringstraßen-System vor. Dabei hätte ein innerer Ring Kapuzinerberg, Mönchsberg und Festungsberg unterirdisch durchquert. Die im Westen der Stadt verwirklichte Stadtautobahn hätte nach diesem Plan am Fuß des Gaisbergs entlang ihre Fortsetzung als äußerer Ring gefunden.

Am 11. August 1947 beschloss der gemeinderätliche Hauptausschuss die Errichtung eines Tunnels in Verlängerung der Nonntaler Brücke bis zur Franz-Josef-Straße. Die Tunnelbreite soll 16 Meter (Fahrbahn zehn Meter plus beidseitige Rad- und Gehwege), die Höhe neun Meter betragen. Der Baubeginn für den Richtstollen ist noch für 1947 vorgesehen. Das Projekt wurde 1949 aus Geldmangel eingestellt.

Im Gesamtverkehrsplan 1976 feierte der Kapuzinerbergtunnel eine Wiederauferstehung. Von der Nonntaler Brücke sollte demnach eine Unterflurtrasse den Volksgarten unterqueren und die Straße in der Folge durch den Berg führen. Eine Initiative "Rettet den Volksgarten" setzte diesen Träumen wieder ein Ende.

Die Zunahme des Verkehrs vor allem in der Eberhard-Fugger-Straße und in der Imbergstraße entfachte die Debatte um den Tunnel aber auch danach immer wieder aufs Neue, erreichten aber nie das Stadium konkreter Umsetzungsschritte. Auch 1988 beschloss der Gemeinderat lediglich die Erstellung einer Vorstudie. In dieser Variante sollte der Tunnel (mittlerweile "Citytunnel" genannt) im Süden unter der Salzach fortgeführt und am westlichen Ufer in die Achse Hellbrunner Straße/Alpenstraße münden.

Nach 2000 war der Tunnel vor allem im Zusammenhang mit der Errichtung einer Busgarage im Kapuzinerberg ein Thema. Am 16. September 2003 verabschiedete der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss.

Quelle

  • www.stadt-salzburg.at
  • Lohmann, Harald, u.a.: Parsch erzählt. Geschichte und Geschichten eines Salzburger Stadtteils. Salzburg 2008.