Pfistermühle St. Peter: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 19: Zeile 19:
 
Nach 850 Jahren wurde im Jahr [[1975]] der Mühlenbetrieb im Kloster St. Peter eingestellt.  Nur mehr die Bäckerei wurde an diesem, seit dem [[12. Jahrhundert]] genutzten, Standort weitergeführt, da Wasserkraftanlage und Mühle entfernt wurden. [[Franz Grabmer jun.]], Müller- und Bäckermeister sowie ehemaliger Geschäftsführer der ''Stifts- und Salzachmühle St. Peter'', heute Pächter der Stiftsbäckerei, erfüllte sich seinen Wunsch, in dem er [[2007]] dieses Wasserrad neu errichten ließ und damit wieder Strom für die Bäckerei erzeugt.
 
Nach 850 Jahren wurde im Jahr [[1975]] der Mühlenbetrieb im Kloster St. Peter eingestellt.  Nur mehr die Bäckerei wurde an diesem, seit dem [[12. Jahrhundert]] genutzten, Standort weitergeführt, da Wasserkraftanlage und Mühle entfernt wurden. [[Franz Grabmer jun.]], Müller- und Bäckermeister sowie ehemaliger Geschäftsführer der ''Stifts- und Salzachmühle St. Peter'', heute Pächter der Stiftsbäckerei, erfüllte sich seinen Wunsch, in dem er [[2007]] dieses Wasserrad neu errichten ließ und damit wieder Strom für die Bäckerei erzeugt.
  
Es handelt sich dabei um ein so genanntes ''Oberschlächtiges'' Wasserrad, das die Kraftwerksnummer 15 am Almkanal trägt. Der Raddurchmesser beträgt vier Meter, die Breite zwei Meter und es macht sechs Umdrehungen in der Minute. Die Leistung beträgt 10 kWh (15 PS)bei einem Verbrauch von 400 l/sec.
+
Es handelt sich dabei um ein so genanntes ''Oberschlächtiges'' Wasserrad, das die Kraftwerksnummer 15 am Almkanal trägt. Der Raddurchmesser beträgt vier Meter, die Breite zwei Meter und es macht sechs Umdrehungen in der Minute. Die Leistung beträgt 10 kWh (15 PS) bei einem Verbrauch von 400 l/sec.
  
 
Der erzeugte Strom wird für den Eigenbedarf genutzt und größtenteils ins öffentliche Netz eingespeist.
 
Der erzeugte Strom wird für den Eigenbedarf genutzt und größtenteils ins öffentliche Netz eingespeist.

Version vom 11. Dezember 2018, 09:38 Uhr

Mühlenhof mit Wasserrad am Almkanal
Karte
Wasserrad

Die Pfistermühle St. Peter[1] war die ehemalige Mühle der Benediktiner-Erzabtei St. Peter in der Salzburger Altstadt.

Geschichte

Die Pfistermühle beim Friedhof von St. Peter wurde unter Abt Heinrich I. (1147–1167) errichtet, als der Almkanal (Stiftsarm) um den St. Peter-Arm erweitert wurde.[2]

Im 14. Jahrhundert bestand dort auch eine Mühle des Domkapitels.[3] Der Betrieb der Mühlen war später an verschiedene Besitzer verpachtet, sodass - nach dem jeweiligen Besitzer - auch andere Namen für die Mühlen in Verwendung standen[4].

Die Pfistermühle war 1455 einem Brand zum Opfer gefallen. 1517 ließ Wolfgang Walcher, Abt im Erzstift St. Peter die Pfistermühle wieder aufbauen.

Der Betrieb der Pfistermühle vor Ort wurde 1966 eingestellt. Bis zur Einstellung des Mühlenbetriebs sorgte eine Francis-Turbine, mit dem Wasser des Almkanals betrieben, für die nötige Energie. Die ehemalige Pfistermühle samt der Stiftsbäckerei steht beinahe unverändert noch heute.

Das Wasserrad

Doppel-Wasserrad bei der Stiftsbäckerei mit der Festungsbahn (Nachtaufnahme)

Nach 850 Jahren wurde im Jahr 1975 der Mühlenbetrieb im Kloster St. Peter eingestellt. Nur mehr die Bäckerei wurde an diesem, seit dem 12. Jahrhundert genutzten, Standort weitergeführt, da Wasserkraftanlage und Mühle entfernt wurden. Franz Grabmer jun., Müller- und Bäckermeister sowie ehemaliger Geschäftsführer der Stifts- und Salzachmühle St. Peter, heute Pächter der Stiftsbäckerei, erfüllte sich seinen Wunsch, in dem er 2007 dieses Wasserrad neu errichten ließ und damit wieder Strom für die Bäckerei erzeugt.

Es handelt sich dabei um ein so genanntes Oberschlächtiges Wasserrad, das die Kraftwerksnummer 15 am Almkanal trägt. Der Raddurchmesser beträgt vier Meter, die Breite zwei Meter und es macht sechs Umdrehungen in der Minute. Die Leistung beträgt 10 kWh (15 PS) bei einem Verbrauch von 400 l/sec.

Der erzeugte Strom wird für den Eigenbedarf genutzt und größtenteils ins öffentliche Netz eingespeist.

Quellen

Fußnoten

  1. Pfister war eine alte, vor allem im südlichen deutschen Sprachraum vorkommende Bezeichnung für Bäcker
  2. ANNO, Salzburger Chronik, 4. Juli 1924
  3. ANNO, Salzburger Volksblatt, 30. April 1927
  4. ANNO, Salzburger Volksblatt, 30. April 1927