Fürstenweg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 4: Zeile 4:
 
Fürstenwege waren in fürsterzbischöflicher Zeit und den Jahrzehnten danach eine Bezeichnung für Wege, die im Wesentlichen dem Fürsterzbischof und seinem Gefolge bzw. der Aristokratie und deren Bedienten vorbehalten waren.  
 
Fürstenwege waren in fürsterzbischöflicher Zeit und den Jahrzehnten danach eine Bezeichnung für Wege, die im Wesentlichen dem Fürsterzbischof und seinem Gefolge bzw. der Aristokratie und deren Bedienten vorbehalten waren.  
  
Ein noch, zumindest in Teilbereichen existierender Weg führte von der Stadt Salzburg vom [[Kajetanertor]] über die Nonntaler Hauptstraße uf Teilen der heutigen [[Fürstenallee|Fürsten-]] und [[Hellbrunner Allee]], den [[Schlosspark Hellbrunn]] durchquerend nach [[Anif]], vorbei am [[Überackerhof]] nach [[Niederalm]], wo der Weg am [[Schloss Lasseregg]] vorbei führte, über die [[Königsseeache]] nach [[Hallein]].
+
* Ein noch, bestehender Weg führte von der Stadt Salzburg vom [[Kajetanertor]] über die Nonntaler Hauptstraße durcd die Vorstadt Nonntal und ab dem Beginn der Fürstenallee als Fürstenweg über die heutige [[Fürstenallee]] die Hofhaymer Allee und die [[Hellbrunner Allee]] nach Hellbrunn.
 +
* einen weitereen Fürstenweg bildete der Weg entlang der Wasserspiele Hellbrunn. Er wird auch heute noch so genannt.
 +
* auch die Hellbrunner Strasße vom Raum Südlich des Kajetanertores bis zum Schloss Freisaal war einst ein Fürstenweg.
 +
* Die heutige Vogelweiderstraße mit ihrem eindrucksvollen Alleebestand udn den herrschaftlichen Schlösschen und Höfen war ebenfalls ein Fürstenweg und hieß auch bis zur Eingemeindung so. 
 +
* Die Allee vom Schloss Hellbrunn nach Osten zur Salzach war ebenfalls ein Fürstenweg.
  
In der Quelle wird eine belegte Ausfahrt des Fürsterzbischofs [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] am [[2. April]] [[1764]] angeführt. Er fuhr zum [[Dürrnberg (Berg)|Dürrnberg]] und war in Begleitung von Graf [[Auersperg]], Fürst [[Lobkowitz]], Graf [[Thun]], [[Karl Graf von Zinzendorf]] und anderen Persönlichkeiten.
+
Ein weiterer Weg führte durch den [[Schlosspark Hellbrunn]] durchquerte [[Anif]], und angeblich vorbei am [[Überackerhof]] nach [[Niederalm]], wo der Weg am [[Schloss Lasseregg]] vorbei führte, und weiter über die [[Königsseeache]] nach [[Hallein]].
 +
 
 +
In der Quelle wird eine belegte Ausfahrt des Fürsterzbischofs [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] am [[2. April]] [[1764]] angeführt. Er fuhr zum [[Dürrnberg (Berg)|Dürrnberg]] und war in Begleitung von Graf [[Auersperg]], Fürst [[Lobkowitz]], Graf [[Thun]], [[Karl Graf von Zinzendorf]] und anderen Persönlichkeiten. Die dabei befahrenen Wege waren allerdings nicht Fürstenwege.  
  
 
==Fürstenwege heute==
 
==Fürstenwege heute==

Version vom 6. Oktober 2018, 11:39 Uhr

Fürstenwege waren Straßen, die im gesamten Land Salzburg als Parallelstraßen errichtet und die nur der politischen Spitze des Landes vorbehalten waren, also hauptsächlich den Salzburger Erzbischöfen bzw der Aristokratie und deren Gefolge.

Geschichte

Fürstenwege waren in fürsterzbischöflicher Zeit und den Jahrzehnten danach eine Bezeichnung für Wege, die im Wesentlichen dem Fürsterzbischof und seinem Gefolge bzw. der Aristokratie und deren Bedienten vorbehalten waren.

  • Ein noch, bestehender Weg führte von der Stadt Salzburg vom Kajetanertor über die Nonntaler Hauptstraße durcd die Vorstadt Nonntal und ab dem Beginn der Fürstenallee als Fürstenweg über die heutige Fürstenallee die Hofhaymer Allee und die Hellbrunner Allee nach Hellbrunn.
  • einen weitereen Fürstenweg bildete der Weg entlang der Wasserspiele Hellbrunn. Er wird auch heute noch so genannt.
  • auch die Hellbrunner Strasße vom Raum Südlich des Kajetanertores bis zum Schloss Freisaal war einst ein Fürstenweg.
  • Die heutige Vogelweiderstraße mit ihrem eindrucksvollen Alleebestand udn den herrschaftlichen Schlösschen und Höfen war ebenfalls ein Fürstenweg und hieß auch bis zur Eingemeindung so.
  • Die Allee vom Schloss Hellbrunn nach Osten zur Salzach war ebenfalls ein Fürstenweg.

Ein weiterer Weg führte durch den Schlosspark Hellbrunn durchquerte Anif, und angeblich vorbei am Überackerhof nach Niederalm, wo der Weg am Schloss Lasseregg vorbei führte, und weiter über die Königsseeache nach Hallein.

In der Quelle wird eine belegte Ausfahrt des Fürsterzbischofs Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am 2. April 1764 angeführt. Er fuhr zum Dürrnberg und war in Begleitung von Graf Auersperg, Fürst Lobkowitz, Graf Thun, Karl Graf von Zinzendorf und anderen Persönlichkeiten. Die dabei befahrenen Wege waren allerdings nicht Fürstenwege.

Fürstenwege heute

Heute ist darunter im Wesentlichen ist eine Straße im Salzburger Stadtteil Morzg zu sehen, der Fürstenweg (Salzburg).

  • in Salzburg Süd am Rande von Hellbrunn verläuft der so genannte Fürstenweg, weil, wie oben angeführt, der Originale ja über die Hellbrunner Allee führte
  • in Anif, der Fürstenweg (Anif) auf mehr oder weniger originaler Strecke

Landschaftsschutzgebiet

Der heutige Teil des Fürstenwegs in der Stadt Salzburg führt in seinen wesentlichen Teilen durch das Landschaftsschutzgebiet Salzburg-Süd. Er bildet die Grenze zwischen dem Stadtteil Morzg und dem südlich anschließenden Landschaftsraum Hellbrunn. Gemeinsam mit der Hellbrunner Allee ist die 1615 von Fürsterzbischof Markus Sittikus gepflanzte Lindenallee des Fürstenweges die älteste Allee Europas und daher von besonderer kulturhistorischer Bedeutung.

Quellen

  • Steiner, Gertraud: Salz als Attraktion - der Dürrnberg in seiner Geschichte, Otto Müller Verlag, 1998, ISBN 3-7013-0969-8
  • Homepage der Stadt Salzburg, Naturschutz (v. R. Medicus)