Verein zur Förderung der Regional Stadt Bahn Salzburg-Bayern-Oberösterreich: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 15. August 2018, 10:25 Uhr
Der Verein zur Förderung der Regional Stadt Bahn Salzburg-Bayern-Oberösterreich will ein Gesamtverkehrskonzept für den öffentlichen Schienenverkehr in der EuRegio erstellen. Die Bahnbefürworter orientieren sich am Verkehrskonzept der Stadt Karlsruhe.
Allgemeines
Der Verein wurde am 19. Mai 2010 vom Bürgermeister der Gemeinde Thalgau, Martin Greisberger, und dem Salzburger Unternehmer und Bahnkenner Gottfried Mayer gegründet. Mitglieder können Körperschaften und physische Einzelpersonen werden. Mehrere Gemeinden aus Österreich und Bayern gehören bereits dem Verein an. 2011 waren 39 Gemeinden aus Salzburg, Bayern u. Oberösterreich Mitglied im Verein. Das Hauptprojekt RegionalStadtBahn Salzburg–Bayern–Oberösterreich (RSB) zielt auf die Errichtung eines Regionalstadtbahnnetzes als Light Rail Transitsystem (LRT) ab. Die EuRegioBahnstudie 2015 (ERB-Studie 2015) hat dieses Konzept untersucht und für machbar und wirkungsvoll klassifiziert. Die ERB-Studie 2015 wurde vom Verein RSB initiiert und von der Europäischen Union mit 50 Prozent gefördert. Studienpartner waren: Land Salzburg, Stadt Salzburg, Freistaat Bayern, Landkreis Berchtesgadenerland, Landkreis Traunstein, EuRegio Salzburg-Bgl., sowie der Verein RSB der 59 mitfinanzierende Gemeinden aus Salzburg-Bayern-Oberösterreich vertreten hat.
Es soll ein LRT-Netz in den Regionen nach dem Grundsatz: „In Längsrichtung Schiene, im Querverkehr Bus“ entstehen. Innerhalb der Stadt Salzburg soll durch die Zulaufstrecken, die aus allen Himmelsrichtungen der Stadt zustreben, ein Stadt LRT-Netz entstehen. Der Stadtbus fungiert dabei als Feinverteiler.
Die Durchfahrt der Salzburger Innenstadt erfolgt in diesem Konzept oberirdisch. Das Gesamtprojekt ist unter www.rsb-salzburg.at einsehbar. Dort ist auch ein erster Ausbauvorschlag RSB-Phase1) mit begleitenden Maßnahmen innerhalb der Stadt Salzburg beschrieben. Der erste Ausbauschritt nach Vorschlag RSB würde das Straßensystem im Zentralraum Salzburg um 40.000 Autofahrten werktäglich entlasten. Der ökologische Fußabdruck wäre markant. Ziel ist auch einen integrierten Taktfahrplan (ITF) zu erstellen, der alle Verkehrsträger miteinander vernetzt.
Das Konzept ist für das gesamte Bundesland Salzburg und angrenzender Regionen anwend.- und ausbaubar.
Vereins-Vizechef Gottfried Mayer hat das Detailkonzept entwickelt und verweist auf die 1,6 Millionen Menschen, die im Großraum leben. Mayers Ziel ist, allein mit der RSB 5 binnen vier Jahren auf acht Millionen Fahrgäste jährlich zu kommen.
Die Kosten des Jahrhundertprojekts belaufen sich auf eine Milliarde Euro, eine unterirdische Variante käme etwas teurer. Greisberger relativiert: "Was ist das schon, gerechnet auf 30 oder 40 Jahre?" Erster Schritt zur Umsetzung ist eine Machbarkeitsstudie, die noch im März 2011 bei der EU eingereicht wurd. Finanziert wurd die Studie großteils von EU, Stadt und Land Salzburg, Freistaat Bayern und Land Oberösterreich. Ab Herbst 2012 sollen dann die notwendigen Trassen reserviert werden. Mayer: "Die Hälfte der neuen Schienen können auf Flächen errichtet werden, die bereits der öffentlichen Hand gehören." Seiner Rechnung hätte der erste Zug auf der neuen Strecke ab 2021 fahren können.
Linien
RSB 5
- Hauptartikel RSB 5
Neue Linie (100 km lang) von Bad Ischl über St. Gilgen, Mondsee, Thalgau und Eugendorf zum Hauptbahnhof. Von dort entweder unter- oder oberirdisch durch die Stadt (via Zentrum, Nonntal, Alpenstraße und Salzburg Süd) und weiter über Anif und Grödig bis zum Königssee.
RSB 6
Neue Linie (26 km neue Gleise) von Mattsee über Obertrum, Elixhausen, Bergheim (Lokalbahn-Einbindung) bis Salzburg-Süd.
RSB 7
Neue Linie (8 km lang) vom Hauptbahnhof nach Hagenau und ab dort als Hochbahn bzw. auf Stelzen weiter zu Messezentrum, Europark, EM-Stadion, Outlet-Center und Flughafen Salzburg.
RSB 8
Neue Linie vom Hauptbahnhof über Koppl nach Hof. Sie soll auch eine eventuelle Bahn auf den Gaisberg (RSB 81) einbinden.
Weiters sieht der Plan der Vereins auch die bessere Nutzung bestehender Gleise vor. So könnte eine S4 vom bayerischen Mühldorf bis Stainach-Irdning fahren, die Verlängerung der S2 nach Attnang-Puchheim erfolgen, Orte wie Simbach (S21) und Ruhpolding (S23) angebunden werden und die S3 bis Kitzbühel verlängert werden. Die RSB 6 könnte auch bis ins Gasteinertal weiterfahren.
Positive Machbarkeitsstudie
Am 16. März 2015 wurde von der Salzburger Landeskorrespondenz das positive Ergebnis einer umfassenden Machbarkeitsstudie für die Schaffung einer Stadt-Regionalbahn vorgestellt (siehe Weblink).
Vorstand
- Obmann: Martin Greisberger
- Obmann Stellvertreter: Gottfried Mayer
Quellen
- Salzburger Nachrichten
- Homepage