St. Wolfgang im Salzkammergut: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Nachbargemeinden von St. Wolfgang sind [[Strobl]],[[Sankt Gilgen]], Weißenbach am Attersee und Bad Ischl.
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Die Nachbargemeinden von St. Wolfgang sind [[Strobl]], [[Sankt Gilgen]], Weißenbach am Attersee und Bad Ischl.
  
 
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Version vom 27. Oktober 2008, 13:59 Uhr

Karte
Karte 5340.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Gmunden (GM)
Fläche: 56,55 km²
Geografische Koordinaten: Länge 13.3667 / 13° 22' 0", Breite 47.7667 / 47° 46' 0"
Höhe: 548 m ü. A.
Einwohner: 2.800 (Volkszählung 2001)
Postleitzahl: 5360
Vorwahl: 0 61 38
Gemeindekennziffer: 40717
Gemeindeamt: Markt 28
5360 St. Wolfgang
Offizielle Website: www.stwolfgang.at
Politik
Bürgermeister: Johannes Peinsteiner
Blick auf St. Wolfgang, im Hintergrund links, der Schafberg

St. Wolfgang ist ein Ort am Nordostufer des Wolfgangsee's im Bezirk Gmunden in Oberösterreich. Der Schafberg mit der Schafbergbahn befindet sich zum Großteil noch im Bundesland Salzburg.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde St. Wolfgang liegt am Nordostufer des Wolfgangsees im Salzkammergut im Kalkvoralpengebiet, etwa 50 km südöstlich der Stadt Salzburg. Im Norden ragt der Schafberg auf, der See bildet direkt bei St. Wolfgang seine engste Stelle.

St. Wolfgang ist nur auf einer Straße erreichbar, die von der Wolfgangsee Bundestraße B 158 nahe Strobl abzweigt und um das Ostufer zum Ort führt. In nordwestliche Richtung führt ein Wanderweg, der Falkensteinweg am Falkenstein vorbei zum Europakloster Gut Aich.

Ortteile

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden von St. Wolfgang sind Strobl, Sankt Gilgen, Weißenbach am Attersee und Bad Ischl.

Geschichte

St. Wolfgang ist nach seinem Gründer – dem Heiligen Wolfgang – benannt. Wolfgang war 976 zunächst Bischof von Regensburg, zog sich jedoch angesichts einer schwierigen Lage zurück und begab sich in das abglegene Kloster von Mondsee sowie an den damals kaum zugänglichen Abersee. Viele Jahre verbrachte er als Einsiedler in der Umgebung des Falkensteines.

In den nächsten Jahrhunderten wurde Wolfgang zu einem viel verehrten Heiligen, um den vielen Legenden entstanden sind. Seine Frömmigkeit und sein wundertätiges Wirken war maßgeblich für den immer größer werdenden Pilgerstrom: 20.000 bis 70.000 Pilger besuchten St. Wolfgang jährlich. Er verhalf dem Ort zu Reichtum und somit zum Bau einer romanischen Kirche. Ein großer Brand im Jahr 1429 vernichtete jedoch den ganzen Ort.

1430 verlieh Kaiser Sigismund St. Wolfgang das Marktrecht, wodurch neuer Aufschwung entstand. In dieser Zeit wird die gotische Hallenkirche errichtet und der Pacheraltar aufgestellt.

Die Reformation beendete jedoch den aufgekommenen Wohlstand. Gute und schlechte Zeiten wechselten. Erst als Mitte des vorigen Jahrhunderts Kaiser Franz Joseph I. Bad Ischl zu seiner Sommerresidenz wählte, kam es auch in St. Wolfgang wieder zu einer wirtschaftlichen Blüte. Aus einem Ort der Sommerfrische wurde schnell ein internationaler Fremdenverkehrsort.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wallfahrtskirche St. Wolfgang

Der Pacher-Altar in der Wallfahrtskirche von St. Wolfgang
Hauptartikel: Wallfahrtskirche St. Wolfgang

Der Bau der Wallfahrtskirche lässt sich in drei Bauphasen gliedern:

  • die gotische Hallenkirch mit Süd- und Nordschiff aus dem 15. Jahrhundert
  • der glockenförmige Turm aus dem 18. Jahrhundert
  • die barocken Anbauten am Süd- und Nordschiff und die Wolfgangkapelle aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten in der Kirche sind:

Pilgerbrunnen

Der Brunnen wurde von Abt Wolfgang Haberl zu Ehren seines Namenspatrons, des Heiligen Wolfgang, errichtet. Er diente vor allem der Labung für die zahlreichen Wallfahrer, nebenbei jedoch auch als Hausbrunnen für die anliegenden Häuser und galt seit altersher als Heilquelle.

Hotel Weißes Rössl

Das Weiße Rössl ist nicht nur eines der ältesten, sondern wohl auch das bekannteste Hotel in St. Wolfgang. Vor allem die Operette von Ralph Benatzky und Robert Stolz brachten diesem Haus Weltruhm.

Wallner Haus

Seit dem 15. Jahrhundert betreibt die Familie Wallner das Gewerbe der Lebzelter, Gastgeber, Wachszieher und Met-Erzeuger. Das Haus, in dem Michael Pacher sein Meisterwerk fertig gestellt hat, besticht vor allem durch die bemalte Fassade.

Museen

  • Turmmuseum: Im Turmmuseum finden Sie schöne, alte Kirchenrelikte und erfahren viel über die alte Wallfahrtskirche und die Geschichte des Hl. Wolfgang.
  • Puppenmuseum: In der Villa Bachler-Rix, nahe der Schafbergbahn wird die Welt der Puppen lebendig. Über 300 Puppen, die meisten davon über 100 Jahre alt, aus mehrereren Ländern sind hier vereint. Natürlich darf das entsprechende Zubehör nicht fehlen.

Musik

  • Orts- und Bauernmusikkapelle St. Wolfgang
  • Bürgermusikkapelle St. Wolfgang

Glücks- und Kraftplätze

Viele Menschen kommen hierher wegen der zahlreichen Kraft- und Glücksplätze, die seit Menschengedenken zum Innehalten, Abschalten und Lebensenergie tanken animieren.

  • Wallfahrtskirche St. Wolfgang
  • Gebäude des ehemaligen Konvents‚ Schloss St. Wolfgang (Privatbesitz)
  • Kienkira
  • Knappenwand
  • Schaupen
  • Mönichsee
  • Dittelbachwildnis

Sport

  • Radfahren
  • Mountainbiken
  • Schwimmen
  • Wasserskifahren
  • Kanufahren
  • Reiten
  • Wandern
  • Nordic Walking
  • Tennis
  • Baloon fahren
  • Inline-skaten
  • Langlaufen
  • Eislaufen

Gastronomie und Hotellerie

Eines der ungewöhnlichsten Eventhotels in Österreich, scalaria, befindet sich in St. Wolfgang. Kern des Areals bildet ein umgebautes Schloss, das 1890 auf einem Felsen am Rande von St. Wolfgang errichtet wurde.

Sommernächte in St. Wolfgang

Jeden zweiten Montag im Sommer findet die "Sommernacht" im Ortszentrum von St. Wolfgang statt. Die drei großen Plätze - Postplatz, Marktplatz und Uferplatz - werden von 19.00 - 23.00 Uhr von je vier Live-Bands bespielt. Die zahlreichen Wirte, Händler und Barbesitzer sorgen für das leibliche Wohl. Die Geschäfte im Ortszentrum haben geöffnet.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Persönlichkeiten mit Bezug zur Gemeinde

Weblinks