Justizgebäude Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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* darüber die drei Fenster des großen Schwurgerichtssaales | * D.darüber liegen die drei Fenster des großen Schwurgerichtssaales | ||
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: ''Weisheit'', lateinisch ''sapientia'' mit dem Attribut des offenen Buches (linke Figur) und die | : ''Weisheit'', lateinisch ''sapientia'' mit dem Attribut des offenen Buches (linke Figur) und die | ||
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* und darüber auf der Höhe des Dachgeschoßes die Allegorie der | * und darüber auf der Höhe des Dachgeschoßes die Allegorie der | ||
: ''Gerechtigkeit'', lateinisch ''iustitia'' mit ihren Attributen Schwert und offenem Buch. | : ''Gerechtigkeit'', lateinisch ''iustitia'' mit ihren Attributen Schwert und offenem Buch. | ||
* | * Flankiert wird sie von zwei Obelisken, einem Symbol der göttlichen Allmacht, welche die Spitzen der seitlichen Pilaster krönen. | ||
== Ämter == | == Ämter == | ||
Version vom 14. Juli 2018, 14:57 Uhr

Das Salzburger Landesgerichtsgebäude, allgemein als Justizgebäude bekannt, befindet sich in der Landeshauptstadt am Rande der Altstadt im Kaiviertel. Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten der Stadt.
Allgemeines
Der Haupteingang des Justizgebäudes befindet sich am Kajetanerplatz (Hausnummer 1). Hier thront über dem Giebel auch die Justizia als Personifikation der Gerechtigkeit. ein weiterer wichtiger Eingang befindet sich am Rudolfskai (Hausnummer 2).
Daneben bestehen auch Nebeneingänge in der Schanzlgasse Nr. 3 und in der Nonntaler Hauptstraße Nr. 2.
Das Gebäude wurde im Jahr 2018 generalsaniert und umgebaut.
Geschichte
Die alte Fronfeste Stockhaus neben der Lodronschen Stadtbefestigung wurde in den Jahren 1906 bis 1907 abgerissen und daneben (randlich auch im Bereich des Stockhauses) von 1905 bis 1909 das Justizgebäude nach Plänen von Matthäus Schlager errichtet. Auch das Einnehmerhäuschen wurde damals abgerissen.
Durch die Regulierung der Salzach und vor allem durch die Schleifung der Wehranlagen Paris Lodons konnte Neuland "gewonnen" werden. Die Neuplanung des Großen ebäudes erfolgte durch Alexander Wielemans von Monteforte und sollte mit seinen für Salzburg sehr großen Ausmaßen - und in aufwändiger Architektur mit einer Schauseite genau in der Achse der Karolinenbrücke - errichter, Staat und Verwaltung der Monarchie glorifizieren. Das Gebäude brachte weithin sichtbar Autorität und Bedeutung der Rechtsprechung der Monarchie zum Ausdruck. Nach 1970 wurde das Gebäude erstmalig duch Erweiterugnen im Innenhof verändert. Das Gebäude wurde mehr als hundert Jahre als Justizgebäude 2017/2018 umgebaut und modernisiert.
Kunstgeschichte
Die Seite zum Kajetanerplatz hin ist zwar die kürzeste des Justizgebäudes, jedoch besitzt sie die am stärksten gegliederten Fassade und den reichsten Figurenschmuck.
Von der Kaigasse stadtauswärts gehend sind schon von weitem zu sehen:
- ein Mittelrisalit, reich gegliedert durch Gesimse, Lisenen und seitlich flankiert durch Pilaster mit einem angedeuteten Blockquaderwerk
- das Portal, getragen von zwei Halbsäulen, auf ihren Kapitellen je ein Löwenkopf, darüber ein klassisches geschlossenes Giebeldreieck, darin
- das Wappen der Gerichtsbarkeit,
- eine schwebende Krone, mit dem richterlichen Schwert, sowie eine Waage mit zwei Waagschalen, umfangen von zwei Lorbeerzweigen.
- D.darüber liegen die drei Fenster des großen Schwurgerichtssaales
- Zwischen und über den Fenstern stehen als Allegorien drei weibliche Figuren, nämlich die
- Weisheit, lateinisch sapientia mit dem Attribut des offenen Buches (linke Figur) und die
- Wahrheit, lateinisch veritas mit dem Attribut des Spiegels (rechte Figur),
- und darüber auf der Höhe des Dachgeschoßes die Allegorie der
- Gerechtigkeit, lateinisch iustitia mit ihren Attributen Schwert und offenem Buch.
- Flankiert wird sie von zwei Obelisken, einem Symbol der göttlichen Allmacht, welche die Spitzen der seitlichen Pilaster krönen.
Ämter
Landesgericht
- Hauptartikel Landesgericht Salzburg
Von 1909 bis 2015 war das Landesgericht im Justizgebäude mit der Adresse Rudolfsplatz 2 untergebracht.
Das Landesgericht Salzburg ist seit Mai 2015 aufgrund der laufenden Sanierung auf drei Ausweichquartiere aufgeteilt: Der Hauptteil des Landesgerichtes ist in der Weiserstraße 22 untergebracht. Präsidium, zivile Rechtsmittelsenate und Firmenbuch in der Magazinstraße 4 und das Arbeits- und Sozialgericht im Containergebäude Franz-Hinterholzer-Kai 4 a.[1]
Justizanstalt Salzburg
- Hauptartikel Justizanstalt Salzburg
Die im Landesgerichtsgebäude untergebrachte Justizanstalt platzte seit Jahren aus allen Nähten. Unter den möglichen Neubauszenarien kristallisierte sich 2010 eine bevorzugte Variante für einen Neubau der Justizanstalt im Gewerbegebiet Urstein in Puch bei Hallein heraus. Am 8. März 2011 wurde der Sieger des Architektenbewerbs bekanntgegeben.
Am 26. Juni 2015 zogen rund 170 Häftlinge von der Schanzlgasse in die neue Justizanstalt Salzburg in Puch-Urstein um, in ein um 36 Millionen Euro errichtetes Niedrigenergiehaus. Die neue Justizanstalt in Urstein verfügt mit 14 300 Quadratmetern über eine viermal so große Anstaltsfläche wie bisher. Sie bietet zeitgemäße und damit komfortablere Haftbedingung. Die hell gestalteten, mit Toilette und Dusche versehenen Hafträume bieten Platz für höchstens zwei Personen, im mehr als 100 Jahre alten Justizgebäude mussten noch bis zu zehn Personen eine Zelle teilen.
Insgesamt bietet die neue Justizanstalt in Urstein 225 Haftplätze und einen Arbeitsplatz für insgesamt 90 Mitarbeiter.[2]
Bildergalerie
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Justizgebäude, Panoramabild vom Nonnberg aus
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Landesgerichtsgebäude Statue Allegorie Gerechtigkeit (iustitia)
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Landesgerichtsgebäude Wappen Gerichtsbarkeit
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Landesgerichtsgebäude Statue Allegorie Weisheit (sapientia)
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Landesgerichtsgebäude Statue Allegorie Wahrheit (veriatas)
Umbaubilder
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Umbau des Justizgebäudes ab Herbst 2015
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Umbau Justizgebäude 19. Oktober 2015
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Umbau Justizgebäude, Stand Mai 2016
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Umbau Justizgebäude Panorama 19.10.2015
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Landesgerichtgebäude Umbau am 28.10.2015
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"hell erleuchtet", am 28.02.2018
Quellen
- Die Geschichte des Landesgerichtes Salzburg
- Quelle ein Foto in Salzburg Vorstädte Album 1860 - 1930, Verlag für Photografie, Wien, 1998
Weblinks
- justiz-salzburg.at, Justizgebäude, die Geschichte im Überblick (mit historischen Aufnahmen)