Großraumradarstation Kolomansberg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (leeres Bild entfernt)
K (Erg Bild ~~~~)
Zeile 1: Zeile 1:
 
[[Datei:Kolomannsberg 044.jpg|thumb|Ansicht der Radarstation vom Kirchenplatz Kolomansberg]]
 
[[Datei:Kolomannsberg 044.jpg|thumb|Ansicht der Radarstation vom Kirchenplatz Kolomansberg]]
 
[[Datei:Ehem. Kommandozentrale des Bundesheeres f. d. Radarstation am Kolomansberg.jpg|thumb|Stolleneingang zur ehem. Flugmeldezentrale für die Radarstation am Kolomansberg]]
 
[[Datei:Ehem. Kommandozentrale des Bundesheeres f. d. Radarstation am Kolomansberg.jpg|thumb|Stolleneingang zur ehem. Flugmeldezentrale für die Radarstation am Kolomansberg]]
 +
[[Datei:Leistungsschau Bundesheer in Salzburg 20161026 Ortsfeste Radarstation Kolomansberg Modell 01.jpg|thumb|Ortsfeste Radarstation, Modell Vzlt Jechtl, 1998]]
 +
[[Datei:Leistungsschau Bundesheer in Salzburg 20161026 Longe Range Radar Kolomansberg Modell 02.jpg|thumb|Longe Range Radar, Modell Vzlt Jechtl, 2002]]
 
Die '''Großraumradarstation Kolomansberg''' ist Teil der Luftraumüberwachung des österreichischen Bundesheeres.
 
Die '''Großraumradarstation Kolomansberg''' ist Teil der Luftraumüberwachung des österreichischen Bundesheeres.
  
==Allgemeines==
+
== Allgemeines ==
 
Auf dem Gipfel des [[Kolomansberg]]es steht weithin sichtbar eine Radarkuppel des österreichischen Bundesheeres. Sie ist Teil des Luftraumüberwachungssystems Goldhaube, mit weiteren fixen Radarstationen auf der Koralpe ([[Kärnten]]) und dem Steinmandl (Niederösterreich) und acht mobilen Radarstationen.
 
Auf dem Gipfel des [[Kolomansberg]]es steht weithin sichtbar eine Radarkuppel des österreichischen Bundesheeres. Sie ist Teil des Luftraumüberwachungssystems Goldhaube, mit weiteren fixen Radarstationen auf der Koralpe ([[Kärnten]]) und dem Steinmandl (Niederösterreich) und acht mobilen Radarstationen.
  
Zeile 18: Zeile 20:
 
Das Gebiet am Kolomansberg ist militärisches Schutzgebiet und nicht öffentlich zugänglich.
 
Das Gebiet am Kolomansberg ist militärisches Schutzgebiet und nicht öffentlich zugänglich.
  
==Quellen==
+
== Quellen ==
 
*Salzburger Nachrichten
 
*Salzburger Nachrichten
 
*[http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=331 Bundesministerium für Landesverteidigung]
 
*[http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=331 Bundesministerium für Landesverteidigung]

Version vom 19. März 2017, 10:16 Uhr

Datei:Kolomannsberg 044.jpg
Ansicht der Radarstation vom Kirchenplatz Kolomansberg
Stolleneingang zur ehem. Flugmeldezentrale für die Radarstation am Kolomansberg

Die Großraumradarstation Kolomansberg ist Teil der Luftraumüberwachung des österreichischen Bundesheeres.

Allgemeines

Auf dem Gipfel des Kolomansberges steht weithin sichtbar eine Radarkuppel des österreichischen Bundesheeres. Sie ist Teil des Luftraumüberwachungssystems Goldhaube, mit weiteren fixen Radarstationen auf der Koralpe (Kärnten) und dem Steinmandl (Niederösterreich) und acht mobilen Radarstationen.

1962 entstand in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim das Flugmeldebataillon 1. Gleichzeitig begann man am Kolomansberg mit dem Bau einer verbunkerten Flugmeldezentrale und der Versorgungsgebäude, sowie dem Sockel für das Rundsuchradar. Ein zweiter Sockel für das Höhenmessradar folgte. Am 1. Jänner 1968 wurde die Großraumradarstation auf dem Kolomansberg in Betrieb genommen. Seit 1. August 1968 ist die Luftraumüberwachung rund um die Uhr im Einsatz. Vorerst konnte sie Luftraumverletzungen lediglich dokumentieren und an höhere Stellen melden, da Österreich über keine Abfangjäger verfügt.

1986 wird der Vollbetrieb der "Goldhaube" durch das Kommando Luftraumüberwachung (LRÜ) aufgenommen. Die Auswertung der Daten erfolgt seit 1987 in der Einsatzzentrale Basisraum in St. Johann, im Zweifelsfall starten seit 1988 Abfangjäger, zuerst vom Typ Saab Draken, seit ihrer Stationierung ab 2007 nun Eurofighter.

Seit März 2003 wird der österreichische Luftraum mit einem topmodernen 3D-Radargerät überwacht. Das ortsfeste "Long Range Radar" vom Typ "Tiber" hat eine Reichweite von rund 500 Kilometern bzw. 30 Kilometern Höhe und übermittelt Entfernung, Richtung und Höhe eines Flugobjektes. Ein angeschlossenes Sekundärradar erfasst Transpondersignale von in der zivilen Luftfahrt eingesetzten Systemen auf Entfernungen bis zu 450km.

Damit sieht das Bundesheer bis weit in den Süddeutschen Raum. Richtung Süden können die Radar-Operatoren noch über der Adria Flugzeuge ausmachen. Die rund 20 Tonnen schwere Antenne wurde in Neapel von Alenia Marconi gefertigt und mit vier Tiefladern auf den Kolomansberg transportiert. Systempreis: 25 Mill. Euro.

Die knapp unterhalb des Gipfels situierte verbunkerte Flugmeldezentrale der Luftraumüberwachung, in dem bis 1987 das Radar visualisiert wurde und gegebenenfalls Entscheidungen zur Sicherung des Luftraumes getroffen wurden, wurde 2001 an Privatiers verkauft.

Das Gebiet am Kolomansberg ist militärisches Schutzgebiet und nicht öffentlich zugänglich.

Quellen