Jugendstil in Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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* Villa Schinteliffe-Blakey [https://www.salzburg.com/wiki/index.php/Deutschvilla_%28Strobl%29 Deutschvilla](Deutschvilla), [[Strobl]]
 
* Villa Tonder, Sankt  Gilgen
 
* Villa Tonder, Sankt  Gilgen
  

Version vom 5. März 2014, 13:06 Uhr

Mozartsteg in Salzburg
Vestibül, Haydnstraße 5 in Salzburg
Postkarte der Wiener Werkstätte nach einem Fresko Bertold Löfflers für den Salzburger Volkskeller (1912)

Jugendstil in Salzburg ist in zahlreichen Gebäuden zu sehen.

Allgemeines

Das konservative Klima, das um 1900 in der Stadt Salzburg wie auch auf dem Land herrschte, erwies sich für die neue Kunstströmung als nicht gerade günstig. Dennoch kann man den Jugendstil bei öffentlichen und privaten Gebäuden, Brücken, Grabmälern sowie Inneneinrichtungen finden. Bezieht man das Salzburger Land mit ein, so kam er dort sogar zu prägnanteren Ausprägungen. Teilweise folgten lokale Architekten und Künstler Wiener, Münchner oder Prager Vorbildern, oder es wurden solche aus diesen Metropolen beauftragt. Josef Hoffmann schuf etwa die Möblierung des Salzburger Volkskellers, Jan Kotěra erbaute die Villa Tonder in Sankt Gilgen am Wolfgangsee, Emanuel von Seidl das Landhaus Brücke in Thumersbach am Zeller See.

Der Jugendstil empfängt den Salzburg-Besucher bereits am Hauptbahnhof, dessen Empfangshalle auch nach dem großen Umbau in Jugendstil-Glanz erstrahlt. Weiter geht es zu den Stadtvillen in der Elisabeth-Vorstadt, Mietshäusern und Geschäftsportalen im Andräviertel und entlang der Salzach, deren Ufer ein stadtbildprägender Jugendstil-Bau verbindet: der Mozartsteg. In der Altstadt warten die Biber-Apotheke oder das Pfanzelterhaus mit eindrücklichen Jugendstilportalen und -inneneinrichtungen auf. Nicht zuletzt sind Teile der Räumlichkeiten des durch den Münchner Richard Berndl errichteten Mozarteums von Jugend- bzw. Secessionsstil geprägt. In den ehemaligen Vororten Maxglan und Morzg entstanden vor dem Ersten Weltkrieg Bauernhöfe wie der Rochushof und der Erentrudishof, bei denen der Otto-Wagner-Schüler Karl Pirich den Jugendstil mit lokalen ländlichen Bautraditionen glücklich verband.

Am Tennengauer Wirtschaftsstandort Hallein kann dem Einfluss des Wiener Industriellen Carl Kellner, dem ersten Direktor der dortigen Papierfabrik, nachgespürt werden. Am Wolfgangsee und im Gasteinertal, wo sich nach der Erschließung durch die Eisenbahn eine vielfältige Sommerfrischen- und Bäderkultur etablierte, konnten sich Architekten im Auftrag wohlhabender Bauherren mit Villen, Gasthäusern und Hotelbauten ungleich freier entfalten als in der Stadt. Hier im ländlichen Umfeld und sogar in der geografischen Abgeschiedenheit von Lungau und Pinzgau gingen der Jugendstil und die lokale Bautradition, getragen von der gleichzeitig erwachten Heimatschutzbewegung, nicht selten eine gelungene Symbiose ein.

Jugendstil-Gebäude

Salzburg-Stadt

Flachgau

Tennengau

Lungau

Pongau

  • Hotel Astoria, Bad Gastein
  • Grand Hotel de l´Europe, Blumenpavillon, Bad Gastein
  • Hotel Gasteinerhof, Café-Pavillon, Bad Gastein
  • Café-Restaurant Sonnblick, Bad Gastein
  • Kraftwerk am unteren Wasserfall, Bad Gastein
  • Kurhaus und Gemeindeamt, Bad Hofgastein
  • Kurhaus Habsburg, Bad Hofgastein
  • Lungenheilstätte Grafenhof, St. Veit
  • Miet- und Badehaus Villa Ida, Bad Hofgastein
  • Postwohnhaus I., Bad Gastein
  • Villa Hubertus, Bad Gastein
  • Villa Hubertus, Bad Hofgastein
  • Villa Tivoli, Bad Hofgastein
  • Villen Mozart & Dr. Schneyer, Bad Gastein
  • Vormarktbrücke über die Salzach, St. Johann

Pinzgau

  • Landhaus Brücke, Thumersbach
  • Stablbergkapelle, Maishofen

Literatur und Quellen