Ankogel: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt |
korrigiert und ergänzt |
||
| (27 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:ankogel, Zoomaufn. v. Stubnerkogel.jpg|thumb|Ankogel, Zoomaufnahme vom [[Stubnerkogel]].]] | |||
{{Googlemapsort|Ankogel}} | {{Googlemapsort|Ankogel}} | ||
[[Datei:Ankogel.jpg|thumb|der Ankogel von der Röthspitze gesehen; links der Weinschnabel (Doppelspitze), rechts das Marchkareck und zwischen beiden die Muritzenscharte (darüber der Ankogel).]] | |||
[[Datei:Ankogelgruppe 1957.jpg|thumb|Der Ankogel, Blick nach Nordnordosten. Rechts über Mitte der Ankogel, unten das Mallnitztal in [[Kärnten]], im Hintergrund Mitte rechts das [[Dachstein]]gebirge. Aufnahme 1957.]] | |||
== | Der '''Ankogel''' ist mit 3 252 [[m ü. A.]] die dritthöchste Erhebung in der [[Ankogelgruppe]] in den östlichen [[Hohen Tauern]] im Südosten des [[Gasteinertal]]s im [[Pongau]]. | ||
Der Gipfel befindet | |||
==Geografie == | |||
Der Gipfel befindet sich nahe der Grenze des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]] und [[Kärnten]], jedoch bereits wenige Meter auf Kärntner Gebiet. Von [[Mallnitz]] in [[Kärnten]] führt die Ankogel-Seilbahn zum [[Hannoverhaus]] in 2 722 m ü. A., das 2,8 Kilometer südwestlich des Gipfels steht. Im weiteren Bereich des Gipfels gibt es mehrere [[Kees]]e (wie die Gletscher in den Hohen Tauern genannt werden): das Kleinelendkees unmittelbar im Nordosten des Ankogels, das Grubenkarkees etwa zwei Kilometer nordwestlich im Gemeindegebiet von [[Bad Gastein]], an seiner südwestlichen Flanke das Radeckkees, ebenfalls in Bad Gastein, sowie das Lassacherkees, etwa einen Kilometer südöstlich im Mallnitztal in Kärnten. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Wahrscheinlich wurde der Ankogel als einer der ersten Dreitausender bereits [[1762]] vom [[Anlauftal]] | Wahrscheinlich wurde der Ankogel als einer der ersten Dreitausender bereits [[1762]] vom [[Anlauftal]] im Südosten von Bad Gastein aus durch den Patschg-Bauern Mathias Rieser erstbestiegen. Damit gilt er auch als einer der am frühesten betretenen Gletschergipfel der [[Alpen]]. | ||
am frühesten betretenen Gletschergipfel der [[Alpen]]. | |||
[[Peter Karl Thurwieser]] mit dem Jäger Christian Ries waren dann am [[17. Oktober]] [[1822]] die ersten Touristen am Gipfel. Thurwieser konnte durch seine barometrischen Messungen erstmals eine verlässliche Höhenmessung vorlegen. Auch Erzherzog [[Johann von Österreich]], Baron Herbert und mehrere Führer bestiegen den Gipfel am [[4. August]] [[1826]]. Die erste Frau auf dem Ankogel war [[Hermine Kauer]] aus Wien im Jahr [[1880]].<ref>[[Nationalpark Hohe Tauern Magazin]], Sommer 2012</ref> | |||
[[1907]] kam es zur Erstbesteigung auf Skiern.<ref>{{Quelle Salzburgs Synchronik}}</ref> | |||
In der Nacht vom [[16. Jänner|16.]] auf den [[17. Jänner]] [[1932]] kam es zu einem [[Bergsturz am Ankogel]], der diesen wichtigen [[trigonometrischer Vermessungspunkt|trigonometrischen Vermessungspunkt]] erster Ordnung und Gradmessungspunkt für die Land- und Erdvermessung veränderte. | |||
[ | == Weblinks == | ||
* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.2501,47.0523/zoom/14.9/basis/karte/compare/karte AMap], aktualisierter Datenlink 2. März 2026 | |||
== | ==Quellen == | ||
* [http://www.tauernalpin.at/bergsteigen-und-klettern/gipfel-glockner-und-co/ankogel-von-der-ankogelbahn-3252m.html www.tauernalpin.at] | * [http://www.tauernalpin.at/bergsteigen-und-klettern/gipfel-glockner-und-co/ankogel-von-der-ankogelbahn-3252m.html www.tauernalpin.at] | ||
{{Quelle AMap}} | |||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Geografie]] | [[Kategorie:Geografie]] | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Landschaft]] | ||
[[Kategorie:Berg]] | |||
[[Kategorie:Ostalpen]] | [[Kategorie:Ostalpen]] | ||
[[Kategorie:Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Hohe Tauern]] | ||
[[Kategorie:Zentralalpen]] | |||
[[Kategorie:Alpenhauptkamm]] | |||
[[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]] | ||
[[Kategorie:Berg]] | [[Kategorie:Berg (Nationalpark Hohe Tauern)]] | ||
[[Kategorie:Pongau]] | [[Kategorie:Pongau]] | ||
[[Kategorie:Bad Gastein]] | |||
[[Kategorie:Kärnten]] | |||
[[Kategorie:Alpinismus]] | |||
[[Kategorie:Alpinismus (Geschichte)]] | |||
Aktuelle Version vom 2. März 2026, 09:57 Uhr



Der Ankogel ist mit 3 252 m ü. A. die dritthöchste Erhebung in der Ankogelgruppe in den östlichen Hohen Tauern im Südosten des Gasteinertals im Pongau.
Geografie
Der Gipfel befindet sich nahe der Grenze des Bundeslandes Salzburg und Kärnten, jedoch bereits wenige Meter auf Kärntner Gebiet. Von Mallnitz in Kärnten führt die Ankogel-Seilbahn zum Hannoverhaus in 2 722 m ü. A., das 2,8 Kilometer südwestlich des Gipfels steht. Im weiteren Bereich des Gipfels gibt es mehrere Keese (wie die Gletscher in den Hohen Tauern genannt werden): das Kleinelendkees unmittelbar im Nordosten des Ankogels, das Grubenkarkees etwa zwei Kilometer nordwestlich im Gemeindegebiet von Bad Gastein, an seiner südwestlichen Flanke das Radeckkees, ebenfalls in Bad Gastein, sowie das Lassacherkees, etwa einen Kilometer südöstlich im Mallnitztal in Kärnten.
Geschichte
Wahrscheinlich wurde der Ankogel als einer der ersten Dreitausender bereits 1762 vom Anlauftal im Südosten von Bad Gastein aus durch den Patschg-Bauern Mathias Rieser erstbestiegen. Damit gilt er auch als einer der am frühesten betretenen Gletschergipfel der Alpen.
Peter Karl Thurwieser mit dem Jäger Christian Ries waren dann am 17. Oktober 1822 die ersten Touristen am Gipfel. Thurwieser konnte durch seine barometrischen Messungen erstmals eine verlässliche Höhenmessung vorlegen. Auch Erzherzog Johann von Österreich, Baron Herbert und mehrere Führer bestiegen den Gipfel am 4. August 1826. Die erste Frau auf dem Ankogel war Hermine Kauer aus Wien im Jahr 1880.[1]
1907 kam es zur Erstbesteigung auf Skiern.[2]
In der Nacht vom 16. auf den 17. Jänner 1932 kam es zu einem Bergsturz am Ankogel, der diesen wichtigen trigonometrischen Vermessungspunkt erster Ordnung und Gradmessungspunkt für die Land- und Erdvermessung veränderte.
Weblinks
- Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 2. März 2026
Quellen
- www.tauernalpin.at
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.
- ↑ Nationalpark Hohe Tauern Magazin, Sommer 2012
- ↑
- Brettenthaler, Josef: Salzburgs Synchronik, Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6