Kürbis: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | ==Kürbis als Heilpflanze== | + | Die Kürbisse (''Cucurbita sp.'') sind eine [[Glossar Biologie#G|Gattung]] der [[Glossar Biologie#F|Familie]] der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die Kürbisse stammen aus Mittel- und Südamerika und wurden dort bereits vor weit über 7000 Jahren als Frucht genutzt und bald auch gezielt kultiviert. |
| − | Kürbiskerne wurden als Wurmkur gegen Bandwürmer eingenommen, sie werden bei Prostata- und Blasenleiden eingesetzt und in der Homöopathie bei Übelkeit und Erbrechen empfohlen. | + | |
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| − | * | + | Die verschiedenen Arten der Gattung Kürbis sind einjährige Pflanzen. Die Stängel sind niederliegend oder kletternd. Sie erreichen dabei eine Länge bis zehn Metern. Die Blätter sind wechselständig, die Blüten auf derselben Pflanze stets eingeschlechtig. Männliche Blüten wachsen in blattachselständigen Büscheln, während weibliche Blüten einzelstehend sind. Blütezeit sind die Monate April bis September. |
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| − | ==Quellen== | + | Die Kürbisfrüchte sind drei- bis fünffächrige, sehr große und vielsamige Panzerbeeren und sehr verschiedenartig. Sie wachsen je nach Kulturart größer oder kleiner, d. h. erreichen einen Durchmesser von 15 bis 40 cm und weisen eine rundliche bis längliche Form auf. Ihre Färbung ist meist gelb, orange oder grün. Kürbisfrüchte können aber auch noch andere Farbgebungen aufweisen. Kürbispflanzen kommen kultiviert oder auch wild wachsend weltweit vor. Ihre ursprüngliche Herkunft ist unklar, liegt aber wahrscheinlich in Amerika. |
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| − | * | + | Nicht zur Gattung Kürbis (''Cucurbita''), aber zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) zählen der Schwammkürbis (''Luffa cylindrica''), der Flaschenkürbis (''Lagenaria siceraria'') und die nahe verwandte Gattung ''Cucurbitella'' mit der einzigen Art ''asperata''. |
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| + | Das Fruchtfleisch von im Herbst reifenden Kürbisfrüchten kann sowohl auf der süßen (Kompott, Marmelade, Kuchen<ref>"[[Salzburger Nachrichten]]", 21. Oktober 2010, [https://www.sn.at/archivsn?img=ZvPj%2FZsJTtTWjHJbOF9rpG2atp%2FrmpXm1uqDUbrhuXTSH2icb2mLEm0%2BdpPaDNDScIQSbpG5APMRjwtAGzDKnGgtdud4J9tpFKX5W8ioeT2jwTGHiwf%2FavykDZo9%2BF5K&id1=lo20101021_12&q=%2522Die%2520K%25C3%25BCrbiszeit%2520ist%2520voll%2520im%2520Gang!%2522#slide35 Lokalteil S. 16 (SN-Archivseite)]: "Frisch vom Markt", "Die Kürbiszeit ist voll im Gang!" (Birgit Hörl)</ref>) als auch auf der sauren Seite (Suppe, Gemüse) verarbeitet werden. Berühmt ist das Kürbiskernöl, eine Spezialität aus der [[Steiermark]]. | ||
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| + | *Garten-Kürbis (''Cucurbita pepo''), mit der Unterart Zucchini (''Cucurbita pepo pepo convar. giromontiina'') und der Kulturform "Patisson" ("Ufo-Kürbis"). Die ursprüngliche Wildform des Gartenkürbisses ist sehr wahrscheinlich der Texanische Wildkürbis (''Cucurbita texana''). | ||
| + | *Riesen-Kürbis (''Cucurbita maxima'') – Lieferant der größten Früchte des [[Pflanzen]]reiches, aber auch der verhältnismäßig kleinen Hokkaidokürbisse –, | ||
| + | *Moschus- oder Birnenkürbis, Butternut (''Cucurbita moschata''), | ||
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| + | Die Zugehörigkeit zur Familie der Kürbisgewächse (und der Unterfamilie ''Cucurbitoidea'', Tribus ''Benincaseae'') haben die Kürbisse z. B. mit den [[Gurke]]n (''Cucumis sp.'') und den Melonen gemeinsam. | ||
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| + | Das Schwergewicht der Sorte ''Atlantic-Giant'' wuchs am [[Buchberg]] zwischen Mattsee und Obertrum – auf dem Anwesen und Reiterhof des "Hiaber"-Bauern [[Stefan Handlechner]] (auch [[Vizebürgermeister]] von Mattsee) heran. Handlechner begann um das Jahr [[2007]] mit der Zucht solcher Giganten. Diese werden auf hofeigenem Pferdemist und Blumenerde gezogen. Durch die bei der Umwandlung der Inhaltsstoffe eintretende natürliche Erwärmung des Mistes kann schon zeitlich im Frühjahr die nötige Bodenwärme entstehen. Sie ist zusammen mit reichlichem Wasser die wichtigste Voraussetzung des raschen Wachstums, bei dem man den Feldfrüchten förmlich zusehen kann. | ||
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| + | Das Prachtexemplar wurde am [[1. Oktober]] 2017 geerntet, danach gewogen, zerstückelt und teils zu Suppe und Püree verarbeitet, teils eingefroren. | ||
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| + | Mitte Oktober [[2025]] hielt der Gigant von Mattsee noch immer mit 178 kg den Salzburger Landesrekord; der [[Österreich]]-Rekord lag bei 990,6 kg bzw. 998,5 kg,<ref>Der [[Burgenland|burgenländische]] Züchter Wolfgang Nittnaus wurde im Oktober 2025 mit 990,6 kg österreichischer Staatsmeister und mit 998,5 kg Europameister im Kürbiswiegen (Kleine Zeitung, 15. Oktober 2025: [https://www.kleinezeitung.at/oesterreich/20206541/europas-schwerster-kuerbis-kommt-aus-oesterreich Europas schwerster Kürbis kommt aus Österreich]; Der Standard, 10. Oktober 2025: [https://www.derstandard.at/story/3100000290963/um-die-wette-zuechten-der-schwerste-kuerbis-oesterreichs-hat-9906-kilo Um die Wette züchten: Der schwerste Kürbis Österreichs hat 990,6 Kilo] (Bernadette Redl)</ref> Weltrekordhalter war ein 2021 in den USA gezüchtetes Exemplar mit 1 246,9 kg.<ref>Guinness World Records, 12. Oktober 2023: [https://www.guinnessworldrecords.com/world-records/heaviest-pumpkin Heaviest pumpkin]</ref> | ||
| + | |||
| + | == Weblink == | ||
| + | *[http://www.rekordkuerbis.at/2009/html/anleitung__zur_rienkurbiszucht.html Anleitung zur Riesenkürbiszucht] | ||
| + | == Quellen == | ||
| + | *Wikipedia (deutsch), Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCrbisse Kürbisse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCrbisgew%C3%A4chse Kürbisgewächse], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hokkaidok%C3%BCrbis Hokkaidokürbis], [https://de.wikipedia.org/wiki/Zucchini Zucchini] | ||
| + | * Podlech, Dieter: Heilpflanzen, GU Naturführer, Gräfe und Unzer (vor 2010) | ||
| + | * [[Elfi Geiblinger| Geiblinger, Elfi]]: [[Das Schrannenkochbuch]] ([[Verlag Anton Pustet]], 2010) | ||
| + | * [[ORF Salzburg]], | ||
| + | **31.10.2017: [http://salzburg.orf.at/tv/stories/2875049/ Gesunder Kürbis] und [http://salzburg.orf.at/news/stories/2875185/ 65-Kilo-Kürbis aus Hallwang]; | ||
| + | **02.11.2017: [http://salzburg.orf.at/news/stories/2875631/ Rekord-Kürbis mit 178 Kilogramm] | ||
| + | == Einzelnachweise == | ||
| + | <references/> | ||
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Aktuelle Version vom 20. Oktober 2025, 19:20 Uhr
Die Kürbisse (Cucurbita sp.) sind eine Gattung der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die Kürbisse stammen aus Mittel- und Südamerika und wurden dort bereits vor weit über 7000 Jahren als Frucht genutzt und bald auch gezielt kultiviert.
Allgemeines
Beschreibung der Gattung
Die verschiedenen Arten der Gattung Kürbis sind einjährige Pflanzen. Die Stängel sind niederliegend oder kletternd. Sie erreichen dabei eine Länge bis zehn Metern. Die Blätter sind wechselständig, die Blüten auf derselben Pflanze stets eingeschlechtig. Männliche Blüten wachsen in blattachselständigen Büscheln, während weibliche Blüten einzelstehend sind. Blütezeit sind die Monate April bis September.
Die Kürbisfrüchte sind drei- bis fünffächrige, sehr große und vielsamige Panzerbeeren und sehr verschiedenartig. Sie wachsen je nach Kulturart größer oder kleiner, d. h. erreichen einen Durchmesser von 15 bis 40 cm und weisen eine rundliche bis längliche Form auf. Ihre Färbung ist meist gelb, orange oder grün. Kürbisfrüchte können aber auch noch andere Farbgebungen aufweisen. Kürbispflanzen kommen kultiviert oder auch wild wachsend weltweit vor. Ihre ursprüngliche Herkunft ist unklar, liegt aber wahrscheinlich in Amerika.
Nicht zur Gattung Kürbis (Cucurbita), aber zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) zählen der Schwammkürbis (Luffa cylindrica), der Flaschenkürbis (Lagenaria siceraria) und die nahe verwandte Gattung Cucurbitella mit der einzigen Art asperata.
Verwendung
Der Kürbis als Nahrung
Durch langdauernde Züchtung entstanden schon in der amerikanischen Heimat der Kürbisse Kulturformen, die nicht die für Kürbisgewächse charakteristischen Bitterstoffe enthalten und somit als Gemüse geeignet sind.
Das Fruchtfleisch von im Herbst reifenden Kürbisfrüchten kann sowohl auf der süßen (Kompott, Marmelade, Kuchen[1]) als auch auf der sauren Seite (Suppe, Gemüse) verarbeitet werden. Berühmt ist das Kürbiskernöl, eine Spezialität aus der Steiermark.
Der Kürbis als (neuer) Brauch
Seit etlichen Jahren verbreitet sich auch in Stadt und Land Salzburg der ursprünglich aus Irland stammende, aber nun aus Amerika übernommene Brauch, Halloween zu feiern und ausgehöhlte Kürbisfrüchte mit Augen-, Nasen- und Mundlöchern zu versehen und geisterhaft zu beleuchten.
Der Kürbis als Heilpflanze
Kürbiskerne wurden als Wurmkur gegen Bandwürmer eingenommen, sie werden in der Volksmedizin bei Prostata- und Blasenleiden eingesetzt und in der Homöopathie bei Übelkeit und Erbrechen empfohlen.
Kultivierte Kürbis-Arten
Von den rund 15 Kürbisarten werden vor allem folgende kultiviert:
- Garten-Kürbis (Cucurbita pepo), mit der Unterart Zucchini (Cucurbita pepo pepo convar. giromontiina) und der Kulturform "Patisson" ("Ufo-Kürbis"). Die ursprüngliche Wildform des Gartenkürbisses ist sehr wahrscheinlich der Texanische Wildkürbis (Cucurbita texana).
- Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima) – Lieferant der größten Früchte des Pflanzenreiches, aber auch der verhältnismäßig kleinen Hokkaidokürbisse –,
- Moschus- oder Birnenkürbis, Butternut (Cucurbita moschata),
- Silbersamenkürbis oder Ayote (Cucurbita argyrosperma) und
- Feigenblatt-Kürbis (Cucurbita ficifolia),
Die Zugehörigkeit zur Familie der Kürbisgewächse (und der Unterfamilie Cucurbitoidea, Tribus Benincaseae) haben die Kürbisse z. B. mit den Gurken (Cucumis sp.) und den Melonen gemeinsam.
Salzburgbezug
Super-Riesenkürbisse
Der Riese von Hallwang
Im Herbst 2017 sorgte in Hallwang ein Kürbis von 65 Kilogramm Masse für Aufsehen. Er kam vom Hof der Familie Christian Frenkenberger.
Vor vielen Jahren schon sorgte Frenkenberger mit einem Selbstgezogenen für Aufsehen: Bereits im Jahr 1984, mit 16 Jahren, hatte er einen Kürbis, der in vielen Zeitungen abgebildet war. Dieser Erfolg bewog ihn, Landwirtschaft zu studieren.
Der Gigant von Mattsee
Im Herbst 2017 erregte in Mattsee ein für Salzburg rekordverdächtiger Kürbis Aufsehen: Die Frucht brachte 178 Kilogramm auf die Waage. Das Schwergewicht der Sorte Atlantic-Giant wuchs am Buchberg zwischen Mattsee und Obertrum – auf dem Anwesen und Reiterhof des "Hiaber"-Bauern Stefan Handlechner (auch Vizebürgermeister von Mattsee) heran. Handlechner begann um das Jahr 2007 mit der Zucht solcher Giganten. Diese werden auf hofeigenem Pferdemist und Blumenerde gezogen. Durch die bei der Umwandlung der Inhaltsstoffe eintretende natürliche Erwärmung des Mistes kann schon zeitlich im Frühjahr die nötige Bodenwärme entstehen. Sie ist zusammen mit reichlichem Wasser die wichtigste Voraussetzung des raschen Wachstums, bei dem man den Feldfrüchten förmlich zusehen kann.
Das Prachtexemplar wurde am 1. Oktober 2017 geerntet, danach gewogen, zerstückelt und teils zu Suppe und Püree verarbeitet, teils eingefroren.
Mitte Oktober 2025 hielt der Gigant von Mattsee noch immer mit 178 kg den Salzburger Landesrekord; der Österreich-Rekord lag bei 990,6 kg bzw. 998,5 kg,[2] Weltrekordhalter war ein 2021 in den USA gezüchtetes Exemplar mit 1 246,9 kg.[3]
Weblink
Quellen
- Wikipedia (deutsch), Artikel Kürbisse, Kürbisgewächse, Hokkaidokürbis, Zucchini
- Podlech, Dieter: Heilpflanzen, GU Naturführer, Gräfe und Unzer (vor 2010)
- Geiblinger, Elfi: Das Schrannenkochbuch (Verlag Anton Pustet, 2010)
- ORF Salzburg,
- 31.10.2017: Gesunder Kürbis und 65-Kilo-Kürbis aus Hallwang;
- 02.11.2017: Rekord-Kürbis mit 178 Kilogramm
Einzelnachweise
- ↑ "Salzburger Nachrichten", 21. Oktober 2010, Lokalteil S. 16 (SN-Archivseite): "Frisch vom Markt", "Die Kürbiszeit ist voll im Gang!" (Birgit Hörl)
- ↑ Der burgenländische Züchter Wolfgang Nittnaus wurde im Oktober 2025 mit 990,6 kg österreichischer Staatsmeister und mit 998,5 kg Europameister im Kürbiswiegen (Kleine Zeitung, 15. Oktober 2025: Europas schwerster Kürbis kommt aus Österreich; Der Standard, 10. Oktober 2025: Um die Wette züchten: Der schwerste Kürbis Österreichs hat 990,6 Kilo (Bernadette Redl)
- ↑ Guinness World Records, 12. Oktober 2023: Heaviest pumpkin