Josef Sigl IV.: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Er war der Sohn des Bierbrauers [[Josef Sigl III.|Josef Coelestin Sigl]] (* 1803; † 1843) | + | Er war der Sohn des Bierbrauers [[Josef Sigl III.|Josef Coelestin Sigl]] (* 1803; † 1843). Der Taufpate war sein Onkel [[Matthäus Sigl (Seekirchen)|Matthäus Sigl]] aus [[Seekirchen am Wallersee]] |
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| − | Nach der Normalschule in Salzburg besuchte Sigl einen landwirtschaftlichen Kurs an der bayerischen landwirtschaftlichen Zentralschule in Weihenstephan in Freising, [[Bayern]], wo er u. a. eine Ausbildung in Chemie, Bau- und Vermessungswesen, Forstbotanik und Tierzucht genoss. Während dieser Zeit unternahm er mehrere Reisen, auf denen er zahlreiche Brauereien besuchte. | + | Nach der [[Salzburger Lehrerbildungsanstalt|Normalschule]] in Salzburg besuchte Sigl einen landwirtschaftlichen Kurs an der bayerischen landwirtschaftlichen Zentralschule in Weihenstephan in Freising, [[Bayern]], wo er u. a. eine Ausbildung in Chemie, Bau- und Vermessungswesen, Forstbotanik und Tierzucht genoss. Während dieser Zeit unternahm er mehrere Reisen, auf denen er zahlreiche Brauereien besuchte. |
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[[1856]] kehrte Sigl nach [[Obertrum]] zurück, um die bis dahin verpachtete väterliche Brauerei zu übernehmen. Diese vergrößerte er; außerdem erwarb er eine Reihe von Liegenschaften im Raum Obertrum-[[Mattsee (Ort)|Mattsee]], so kaufte er etwa [[1858]] den [[Schlossberg Mattsee|Schlossberg]] mit dem [[Schloss Mattsee]]. | [[1856]] kehrte Sigl nach [[Obertrum]] zurück, um die bis dahin verpachtete väterliche Brauerei zu übernehmen. Diese vergrößerte er; außerdem erwarb er eine Reihe von Liegenschaften im Raum Obertrum-[[Mattsee (Ort)|Mattsee]], so kaufte er etwa [[1858]] den [[Schlossberg Mattsee|Schlossberg]] mit dem [[Schloss Mattsee]]. | ||
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| − | Sigls besonderer Einsatz galt der Förderung der Salzburger Viehzucht. Er nahm an zahlreichen internationalen Veranstaltungen, z. B. [[1862]] an der [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] | + | Sigls besonderer Einsatz galt der Förderung der Salzburger Viehzucht. Er nahm an zahlreichen internationalen Veranstaltungen, z. B. [[1862]] an der [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in London, [[Großbritannien]], teil; seine Pinzgauer Zuchtstiere wurden auf landwirtschaftlichen Ausstellungen u. a. in München und Hamburg ([[1863]]) mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. [[1873]] war er Mitglied der Salzburger Weltausstellungs-Landeskommission. |
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| − | [[1867]] bis [[1877]] gehörte Sigl als Vertreter des Großgrundbesitzes dem Salzburger [[Landtag]] an, wo besonders die Regulierung der [[Mattig | + | [[1867]] bis [[1877]] gehörte Sigl als Vertreter des Großgrundbesitzes dem Salzburger [[Landtag]] an<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18670204&query=%22sigl%22&seite=3 [[ANNO]]], Salzburger Zeitung, 4. Februar 1867</ref>, wo besonders die Regulierung der [[Mattig]] samt Trockenlegung der versumpften Grundstücke um den [[Obertrumer See]] zu seinen vordringlichsten Anliegen zählten. |
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Er führte [[1869]]–[[1870|/70]] Tiefenvermessungen der [[Trumer Seen]] durch und befasste sich auch mit der Regulierung der Mattig. | Er führte [[1869]]–[[1870|/70]] Tiefenvermessungen der [[Trumer Seen]] durch und befasste sich auch mit der Regulierung der Mattig. | ||
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Er war ferner der Initiator eines eigenen Flachgauer Postwesens, zuerst auf seinem Gut Giglsedt und später in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. | Er war ferner der Initiator eines eigenen Flachgauer Postwesens, zuerst auf seinem Gut Giglsedt und später in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. | ||
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* Österreichisches Biographisches Lexikon 1815 – 1950, Band XII, S. 253 | * Österreichisches Biographisches Lexikon 1815 – 1950, Band XII, S. 253 | ||
* Ulrike G. Schmoelzer: ''Einfach Leben. Trumer Pils'' 2001 [http://www.trumer.at/?contentID=fb.] | * Ulrike G. Schmoelzer: ''Einfach Leben. Trumer Pils'' 2001 [http://www.trumer.at/?contentID=fb.] | ||
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Aktuelle Version vom 9. Oktober 2025, 15:04 Uhr
Josef Sigl IV., auch Joseph Siegl[1] (* 4. Jänner 1834 Obertrum; † 24. Dezember 1908 ebenda) war Besitzer der Josef Sigl Privatbrauerei in Obertrum, Gutsbesitzer und Politiker.
Leben
Er war der Sohn des Bierbrauers Josef Coelestin Sigl (* 1803; † 1843). Der Taufpate war sein Onkel Matthäus Sigl aus Seekirchen am Wallersee
Nach der Normalschule in Salzburg besuchte Sigl einen landwirtschaftlichen Kurs an der bayerischen landwirtschaftlichen Zentralschule in Weihenstephan in Freising, Bayern, wo er u. a. eine Ausbildung in Chemie, Bau- und Vermessungswesen, Forstbotanik und Tierzucht genoss. Während dieser Zeit unternahm er mehrere Reisen, auf denen er zahlreiche Brauereien besuchte.
1856 kehrte Sigl nach Obertrum zurück, um die bis dahin verpachtete väterliche Brauerei zu übernehmen. Diese vergrößerte er; außerdem erwarb er eine Reihe von Liegenschaften im Raum Obertrum-Mattsee, so kaufte er etwa 1858 den Schlossberg mit dem Schloss Mattsee.
Sigls besonderer Einsatz galt der Förderung der Salzburger Viehzucht. Er nahm an zahlreichen internationalen Veranstaltungen, z. B. 1862 an der Weltausstellung in London, Großbritannien, teil; seine Pinzgauer Zuchtstiere wurden auf landwirtschaftlichen Ausstellungen u. a. in München und Hamburg (1863) mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1873 war er Mitglied der Salzburger Weltausstellungs-Landeskommission.
1867 bis 1877 gehörte Sigl als Vertreter des Großgrundbesitzes dem Salzburger Landtag an[2], wo besonders die Regulierung der Mattig samt Trockenlegung der versumpften Grundstücke um den Obertrumer See zu seinen vordringlichsten Anliegen zählten.
Er führte 1869–/70 Tiefenvermessungen der Trumer Seen durch und befasste sich auch mit der Regulierung der Mattig.
Er war ferner der Initiator eines eigenen Flachgauer Postwesens, zuerst auf seinem Gut Giglsedt und später in Mattsee.
1879 verehelichte er sich mit der Brauerstochter Barbara Peter (* 1850; † 1916).
Quellen
- Österreichisches Biographisches Lexikon 1815 – 1950, Band XII, S. 253
- Ulrike G. Schmoelzer: Einfach Leben. Trumer Pils 2001 [1]
Einzelnachweise
- ↑ Taufbuch Obertrum, 1834, Seite 204
- ↑ ANNO, Salzburger Zeitung, 4. Februar 1867