Schloss Sighartstein: Unterschied zwischen den Versionen

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Gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s gehörte das Schloss dem ehemaligen Besitzer der [[Messezentrum Salzburg|Messe Salzburg]], [[Arnold Henhapl]], der es [[1992]] aufwändig sanieren ließ und seit Ende der [[1990er]] Jahre zum Verkauf angeboten hatte.
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Die betroffenen Grundstücke sind mit dem Schloss samt  Kapelle und Mausoleum, Nebentrakt, Ateliershaus, Wirtschafts-, Lager-  und Futteraufbewahrungsgebäude bebaut. Das Inventar der Gebäude hat  einen Wert von rund 800.000 Euro. Teile davon stehen unter  Denkmalschutz, wie die historischen Kachelöfen, zwei Altäre und eine  Orgel. Diese sind an das Objekt gebunden und müssen mitversteigert  werden.
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==
* Land Salzburg [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/burgen/sighartstein.htm]
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* [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/burgen/sighartstein.htm Land Salzburg ]
* Burgen Austria [http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Sighartstein%20(Sieghartstein)]
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* [http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Sighartstein%20(Sieghartstein) Burgen Austria]
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* www.salzburg.com online-Nachrichten 9. Mai 2012
  
 
[[Kategorie:Flachgau|Sighartstein, Schloss]]
 
[[Kategorie:Flachgau|Sighartstein, Schloss]]

Version vom 9. Mai 2012, 17:13 Uhr

Wappen beim Schlossparkeingang
Blick vom Tannberg: Neumarkt, Schloss Sighartstein, Schafberg im Hintergrund

Schloss Sighartstein ist ein unter Denkmalschutz stehhendes Schloss im gleichnamigen Stadtteil der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee.

Geschichte

Das Schloss wurde 1297 erstmals urkundlich erwähnt, als Eckart von Tann das Gebäude dem Stift Raitenhaslach übergab. 1372 erwarb der Salzburger Erzbischof Pilgrim II. den Hof. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts war das Schloss an die Innviertler Familie Uiberacker verliehen. 1452 wurde die Schlosskapelle eingeweiht, die Uiberackers stiegen bis 1688 in den Stand der Grafen auf.

Sein jetziges Aussehen als Barockschloss mit Zugbrücke erhielt das Schloss 1714 durch den Grafen Wolf Max Uiberacker, der Generalfeldmeister im Spanischen Erbfolgekrieg war. Die Familie besaß das Schloss bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1964. Damit waren Sie das älteste Landadelsgeschlecht Salzburgs.

Auf Schloss Sighartstein waren im Laufe der Jahre zahlreiche historische Persönlichkeiten wie Königin Maria Theresia, Wolfgang Amadeus Mozart, Napoleon Bonaparte, Arturo Toscanini oder die Opernsängerin Maria Callas zu Gast.

Bau

Der kastenförmige Bau liegt auf einer kleinen Erhöhung östlich von Neumarkt nahe der Wiener Bundesstraße (B 1). Die Anlage ist von einem Parkgelände umgeben. Das Hauptgebäude ist dreistöckig und nach außen hin Spätbarock, im Kern jedoch spätgotisch. Um die West- und Nordseite des Schlosses verläuft eine Ringmauer. Der oberste Stock des Schlosses war früher dem Personal vorbehalten und ist daher schlicht gebaut. In den Zimmern der unteren Geschoße hängen zahlreiche Porträts der Familie Uiberacker und der Salzburger Erzbischöfe.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts gehörte das Schloss dem ehemaligen Besitzer der Messe Salzburg, Arnold Henhapl, der es 1992 aufwändig sanieren ließ und seit Ende der 1990er Jahre zum Verkauf angeboten hatte.

21. Jahrhundert

Am 27. Juni 2012 wird das Schloss am Bezirksgericht Neumarkt zwangsversteigert. Der Schätzwert des unter Denkmalschutz stehenden Schlosses beträgt 7,5 Millionen Euro. Das geringste Gebot wurde mit 3,75 Mio. Euro und das Vadium mit 750.000 Euro beziffert. Die Liegenschaft stand zuletzt im Eigentum des ehemaligen "Messe-Zaren" Arnold Henhapl. Er hatte 1992 die Salzburg Messe AG an die britische Reed-Gruppe verkauft und danach das Barock-Schloss mit spätgotischen Elementen erworben. 15 Jahre lang hatte er versucht, das erwähnte Bauwerk samt dem 72 089 Quadratmeter großen Grundstück zu verkaufen.

Der Unternehmer schlitterte 2009 Jahren in die Pleite. Am 16. September 2009 wurde am Landesgericht Salzburg über das Vermögen Henhapls und der Henhapl Holding GmbH das Konkursverfahren eröffnet. Der Kommerzialrat steckte mit über 9,6 Millionen Euro in der Kreide, seine Gesellschaft hatte weitere Schulden in der Höhe von rund 4,7 Mio. Euro. Das Konkursverfahren ist noch anhängig.

Henhapls Bemühungen, das Schloss international zu verwerten, sind gescheitert. Masseverwalter Wolfgang Lirk hatte die Versteigerung beantragt. Angeschlossen an das Verfahren haben sich die betreibenden Parteien Salzburger Sparkasse Bank AG, die Burgenländische Landesholding GmbH und das Reisebüro Kuoni GmbH. Bezirksrichterin Doris Franzmair wird die Zwangsversteigerung am 27. Juni leiten.

Die betroffenen Grundstücke sind mit dem Schloss samt Kapelle und Mausoleum, Nebentrakt, Ateliershaus, Wirtschafts-, Lager- und Futteraufbewahrungsgebäude bebaut. Das Inventar der Gebäude hat einen Wert von rund 800.000 Euro. Teile davon stehen unter Denkmalschutz, wie die historischen Kachelöfen, zwei Altäre und eine Orgel. Diese sind an das Objekt gebunden und müssen mitversteigert werden.

Quellen