Kaiviertel: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Nonnbergblick zum KH der Barmh. Brüder, dz. Tiefgaragenbau.jpg|thumb|Kaiviertel, Ansicht vom Nonnberg aus, mit KH der Barmh. Brüder, dz. Tiefgaragenbau]] | [[Datei:Nonnbergblick zum KH der Barmh. Brüder, dz. Tiefgaragenbau.jpg|thumb|Kaiviertel, Ansicht vom Nonnberg aus, mit KH der Barmh. Brüder, dz. Tiefgaragenbau]] | ||
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Version vom 4. Februar 2012, 19:51 Uhr
Das Kaiviertel umfasst das Gebiet in der südöstlichen Altstadt von Salzburg zwischen Salzach, Mozartplatz, Kaigasse und Kajetanerplatz.
Entstehung
Das Kaiviertel entwickelte sich entlang des einstigen Hauptstraßenzuges vom Domplatz über den Kajetanerplatz über das Erentrudistor (später Kajetanertor) nach Hallein und Berchtesgaden.
Name
Der Name Kai soll von Uferschutzbauten abgeleitet worden sein. Damit die Salzach nicht die Ufer auswaschen konnte, hat man diese mit einm Flechtwerk aus Reisig versehen, das man Gehag oder Gehai nannte. Aus diesen Worten entwickelte sich Kai[1].
Gassen
Herrengasse
- Hauptartikel: Herrengasse
In dieser kleinen von der Kaigasse Richtung Festung abzweigenden Gasse wohnten früher vorwiegend Domherren; daher auch der Name.
Kaigasse
- Hauptartikel: Kaigasse
Die Kaigasse war die wichtigste Straße des Viertels, an der auch die Höfe der Domherren standen.
Krotachgasse
Sie führte zu den drei Domherrenhöfen:
- dem Gurker Hof, der dem Bischof von Gurk gehörte
- dem Berchtesgadener Hof, der dem Propst von Berchtesgaden gehörte
- dem Chiemseehof
Die Domherren mussten sich jährlich mindestens drei Monate in der Stadt Salzburg aufhalten und benötigten dazu entsprechende Häuser.
Pfeifergasse
- Hauptartikel: Pfeifergasse
Sie führt vom Mozartplatz zum Kajetanerplatz und hat ihren Namen von einer Frau eines Stadtpfeifers, die der Stadt große Stiftungen hinterlassen hatte.
Schanzlgasse
- Hauptartikel: Schanzlgasse
Die Schanzlgasse führt vom Kajetanerplatz am Ende der Kaigasse (und des Kaiviertels) nach Nonntal.
Plätze
Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz
- Hauptartikel: Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz
Nach dem Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer benannt (am Ende der Pfeifergasse).
Kajetanerplatz
- Hauptartikel: Kajetanerplatz
Der Kajetanerplatz, am Ende der Kaigasse in Richtung Südosten, begrenzt das Kaiviertel.
Papagenoplatz
- Hauptartikel: Papagenoplatz
Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer 1944. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den 1960 die Salzburger Bildhauerin Hilde Heger geschaffen hat. Weiters befindet sich dort der Zirkelwirt, welcher 1647 erstmals erwähnt wird.
Bauten
Chiemseehof
- Hauptartikel: Chiemseehof
Im Chiemseehof, ehemals Sitz der Bischöfe von Chiemsee, ist heute der Sitz der Salzburger Landesregierung.
Außerhalb der Stadtmauern
Unmittelbar zwischen der Salzach und dem Kaiviertel liegt der Rudolfskai mit der ehemaligen Gewerbeschule, heute Teil der Universität Salzburg, der Basteigasse und der Landhausgasse.
Quellen
- Beitrag Altstadt von Salzburg
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974
Vorlage:Bezirke Stadt Salzburg
Fußnote
- ↑ Ein künstlich befestigtes Ufer im Hafen, siehe auch Wikipedia: Was ist ein Kai?