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Eine gemeinsame Tochter des Paares verstarb im Alter von nur drei Jahren. Bei der Geburt ihrer Tochter trug sie selbst ein schweres Leiden davon, das letztlich zu ihrem Tod führte. | Eine gemeinsame Tochter des Paares verstarb im Alter von nur drei Jahren. Bei der Geburt ihrer Tochter trug sie selbst ein schweres Leiden davon, das letztlich zu ihrem Tod führte. | ||
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Aktuelle Version vom 31. März 2024, 12:47 Uhr
Irma von Troll-Borostyáni (* 31. März 1847 in der Stadt Salzburg; † 10. Februar 1912 ebendort), Schriftstellerin und Publizistin. Sie gilt als erste Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Frau in Österreich.
Leben
Irma von Troll-Borostyáni wuchs als Marie Troll behütet als Tochter einer gut situierten Beamtenfamilie in der Salzburger Griesgasse Haus Nr. 4 auf. Ab 1864 besuchte sie die Klosterschule im Benediktinenstift Nonnberg, aus Krankheitsgründen musste sie jedoch bald privat zuhause weiter unterrichtet werden. Die Erziehung der Mutter galt als liberal, Marie trug die Haare kurz, was zu dieser Zeit mehr als ungewöhnlich war.
1870 übersiedelte von Troll nach Wien, um der Salzburger Kleinbürgerlichkeit zu entfliehen, die nach dem Anschluss Salzburgs an die k. k. Monarchie eingesetzt hatte. Dort ließ sie sich zur Konzertpianistin ausbilden. 1872 zog sie weiter nach Budapest, Ungarn, heiratete dort den Journalisten Nándor Borostyáni und machte sich mit ihrem 1878 erschienenen Werk Die Mission unserer Jahrhunderts. Eine Studie über Frauenfragen auch einen Namen als Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. Neben Beifall erntete sie für dieses Werk aber natürlich auch genügend Protest für ihre Forderungen nach freier Bildungs- und Berufswahl bzw. dem allgemeinen Wahlrecht für Frauen.
Troll-Borostyáni schrieb nicht nur, sondern war auch bei der Gründung von Frauenvereinen tätig und hielt Vorträge. In der Zeitschrift "Deutsche Worte" in der Ausgabe September 1892 schrieb sie beispielsweise einen Aufsatz über "Die Aufgabe des Staates hinsichtlich der Jugenderziehung.". Weitere Werke waren Romane, Novellen, Erzählungen und Gedichte.
Eine gemeinsame Tochter des Paares verstarb im Alter von nur drei Jahren. Bei der Geburt ihrer Tochter trug sie selbst ein schweres Leiden davon, das letztlich zu ihrem Tod führte.
Als von Troll 1882 nach Salzburg zurückkehrte, um bei ihrer Mutter zu sein, nannte sie sich bereits Irma. Sie wohnte nun mit ihrer Schwester Wilhelmine in der Riedenburger Straße 7 und wurde in Salzburg ob ihrer radikal-feministischen Einstellung und ihres betont maskulinen Äußeren als Provokation empfunden.
1902 verstarb Ehemann Nándor. Ein Jahr später veröffentlichte von Troll das Werk Katechismus der Frauenbewegung.
Irma von Troll-Borostyáni verstarb am 10. Februar 1912 an einem Gehirnschlag. Sie ist am Salzburger Kommunalfriedhof begraben.
Pseudonyme
Irma von Troll-Borostyáni trat auch unter den Pseudonymen Leo Bergen und Veritas auf.
Gedenktafel und Ehrung
In der Griesgasse Nr. 4 befindet sich eine Gedenktafel für Irma von Troll-Borostyani.
Die Irma-von-Troll-Straße im Salzburger Stadtteil Maxglan und der seit 1995 jährlich zum Internationalen Frauentag vergebene Irma-von-Troll-Borostyáni-Preis sind nach ihr benannt.
Quellen
- Eintrag zu Irma von Troll-Borostyáni in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
- Land Salzburg [1]
- Stadt Salzburg [2]
- In Salzburg geboren, Seite 198f
