Ancylosis oblitella: Unterschied zwischen den Versionen

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Von ''A. oblitella'' ist aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] bisher nur ein einziger Fund bekannt geworden: [[Friedrich Mairhuber|Mairhuber]] fand ein Exemplar am [[3. August]] [[1964]] in [[Söllheim]] in rund 450 [[m ü. A.]] (Zone I, [[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]], nach Embacher et al. 2011, siehe auch [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2018). Die Art ist nach František Slamka (1995) in Mitteleuropa mehr auf den Süden beschränkt und fliegt lokal auf trockenen, eher sandigen Stellen oder auf Salzböden in zwei Generationen pro Jahr von April bis September. ''A. oblitella'' hat daher in Salzburg keinen natürlichen Lebensraum und der Fund von Mairhuber muss als eingeschlepptes Exemplar oder als Irrgast betrachtet werden.
  
 
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==

Version vom 18. Mai 2023, 09:24 Uhr

Ancylosis oblitella (Ephestia oblitella Zeller, 1848) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Pyralidae (Zünsler).

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

Von A. oblitella ist aus Salzburg bisher nur ein einziger Fund bekannt geworden: Mairhuber fand ein Exemplar am 3. August 1964 in Söllheim in rund 450 m ü. A. (Zone I, Alpenvorland und Flyschzone, nach Embacher et al. 2011, siehe auch Kurz & Kurz 2018). Die Art ist nach František Slamka (1995) in Mitteleuropa mehr auf den Süden beschränkt und fliegt lokal auf trockenen, eher sandigen Stellen oder auf Salzböden in zwei Generationen pro Jahr von April bis September. A. oblitella hat daher in Salzburg keinen natürlichen Lebensraum und der Fund von Mairhuber muss als eingeschlepptes Exemplar oder als Irrgast betrachtet werden.

Biologie und Gefährdung

Die Raupen leben nach Slamka (1995) an Suaeda- (Soden), Salicornia- (Queller) oder Chenopodium-Arten (Gänsefüße). Lediglich von der letztgenannten Gattung sind einige Vertreter auch in Salzburg heimisch, während Soden und Queller hauptsächlich soda- und salzhaltige Böden besiedeln und somit in Salzburg höchstens vereinzelt an Straßenrändern vorkommen können, die im Winter oft mit Streusalz behandelt werden. Auf diese Weise ist auch der Fund von Mairhuber am ehesten zu erklären, der in der Nähe der Westautobahn liegt. A. oblitella ist in Salzburg als verschollen anzusehen, war hier aber vermutlich ohnehin nie heimisch.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

Logo nkis.jpg


Projekt: Fauna und Flora von Salzburg

Bilder

 Ancylosis oblitella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • Kurz, M. A.; Kurz, M. E. 2000–2018. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 19 Juli 2018].
  • Slamka, F. 1995. Die Zünslerfalter (Pyraloidea) Mitteleuropas. Bestimmen – Verbreitung – Fluggebiet – Lebensweise der Raupen. Verlag Prunella, Bratislava, 1-30, 108-112, 53 + XII Taf.