Eiszeitliche Konglomerate: Unterschied zwischen den Versionen

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K (Peter Krackowizer verschob die Seite Konglomerat nach Salzburger Konglomerat: da wir hier im Salzburgwiki nur das Salzburger Konglomerat behandeln )
(Klärung Begriff Konglomerat)
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<div class="blueboxcenter">Dieser Artikel behandelt das ''Salzburger Konglomerat''. Der Artikel [[Gosaukonglomerat]] beschreibt eine weiteres Sedimentgestein im  [[Salzburger Becken]]</div>
 
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[[Datei:Schautafel über den Ramsauer Mühlstein.jpg|thumb|Schautafel über den Ramsauer Mühlstein]]
 
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[[Datei:Am Hellbrunner Berg 06.jpg|thumb|Konglomeratfels am [[Hellbrunner Berg]] (Ostseite)]]
 
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[[Datei:Die Walser Kirche wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet.jpg|thumb|Die [[Pfarrkirche Wals]] wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet]]
 
[[Datei:Die Walser Kirche wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet.jpg|thumb|Die [[Pfarrkirche Wals]] wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet]]
Ein '''Konglomerat''' (lat. ''conglomerare'' = zusammenballen) ist eine Sedimentgesteinsart (Ablagerungsgestein) aus gerundeten detritischen Komponenten, deren Korndurchmesser zwei Millimeter übersteigt (Kies oder Geröll), und einem feineren Bindemittel. Nach der Entstehungszeit (Alter) und dem Fundort können verschiedene Arten von Konglomerat unterschieden werden.
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Das '''Salzburger Konglomerat''' ist ein regional auftretendes Konglomerat (lat. ''conglomerare'' = zusammenballen), [[Sedimentgestein]] aus gerundeten detritischen Komponenten, deren Korndurchmesser zwei Millimeter übersteigt (Kies oder Geröll), und einem feineren Bindemittel. Nach der Entstehungszeit (Alter) und dem Fundort können verschiedene Arten von Konglomerat unterschieden werden.
  
 
== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
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Univ.-Prof. Dipl.-Geograf Dr. [[Andreas Lang]], Fachbereichleiter Geographie und Geologie an der [[Naturwissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg]] hat auf Nachfrage des [[Salzburgwiki]]s<ref>E-Mail an Administrator [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] am 17. Dezember 2019</ref> das Salzburger Konglomerat wie folgt erklärt:<blockquote>''‚Konglomerat‘ ist eine Überbegriff aus der Sedimentologie und wird global verwendet. Gosau Konglomerat ist eine Ablagerung diesen Typs, das in einer spezifischen Zeit in einem spezifischen Ablagerungsmilieu entstanden ist und nur regional begrenzt vorkommt (wie auch richtig auf der Webpage [[Gosaukonglomerat]] beschrieben). Das Salzburg Konglomerat ist auch eine Ablagerung vom Typ Konglomerat und geologisch gesehen sehr jung (aus dem Eiszeitalter) und lediglich lokal im [[Salzburger Becken]] verbreitet.</blockquote>
 
Im [[Salzburger Becken]] gibt es mindestens zwei unterschiedliche Konglomeratarten. Die eine wird in den Quellen als ''Konglomerat'' (oder auch ''Nagelfluh'' bezeichnet und hat ein Alter von etwa 1,6 Mio Jahren, die andere wird als ''Gosaukonglomerat'' bezeichnet, da im [[oberösterreich]]ischen [[Gosau]] besonders schöne Funde gemacht wurden.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19250729&query=text:%22konglomerat%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 29. Juli 1925, Seite 2</ref>. Gosaukonglomerat hat ein Alter von etwa 80 bis 90 Mio Jahren.  
 
Im [[Salzburger Becken]] gibt es mindestens zwei unterschiedliche Konglomeratarten. Die eine wird in den Quellen als ''Konglomerat'' (oder auch ''Nagelfluh'' bezeichnet und hat ein Alter von etwa 1,6 Mio Jahren, die andere wird als ''Gosaukonglomerat'' bezeichnet, da im [[oberösterreich]]ischen [[Gosau]] besonders schöne Funde gemacht wurden.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19250729&query=text:%22konglomerat%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 29. Juli 1925, Seite 2</ref>. Gosaukonglomerat hat ein Alter von etwa 80 bis 90 Mio Jahren.  
  
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Die im nördlichen [[Alpenvorland]] vorkommenden geologisch jüngeren Konglomerate werden als "Nagelfluh" (der Ausdruck stammt aus dem [[schweiz]]erischen Volksmund) bezeichnet.
 
Die im nördlichen [[Alpenvorland]] vorkommenden geologisch jüngeren Konglomerate werden als "Nagelfluh" (der Ausdruck stammt aus dem [[schweiz]]erischen Volksmund) bezeichnet.
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Vereinzelt kommt Konglomerat auch lokal an anderen Orten im [[Bundesland Salzburg]] vor.
  
 
== Wirtschaftliche Verwendung ==
 
== Wirtschaftliche Verwendung ==
 
Konglomerat wurde und wird als Baustoff für Fundamentmauerwerk und Tür- und Fenstergesimse verwendet. In Platten geschnitten findet er auch bei Außenwandverkleidungen Anwendung.
 
Konglomerat wurde und wird als Baustoff für Fundamentmauerwerk und Tür- und Fenstergesimse verwendet. In Platten geschnitten findet er auch bei Außenwandverkleidungen Anwendung.
 
== Salzburger Konglomerat ==
 
Die in Salzburg vorkommenden Konglomerate, die mit Masse durch Feinkorn- und Mittelkornlagen aufgebaut ist, kommen in aus schräg übereinander liegenden Bänken, zwischen denen sich Sandlagen befinden, vor. Meist handelt es sich hierbei um groben Sand, feiner Sand bildet die Ausnahme. Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit leicht als Nischen in den natürlichen Felswänden zu erkennen.
 
  
 
== Vorkommen ==
 
== Vorkommen ==

Version vom 17. Dezember 2019, 11:13 Uhr

Begriffsklärungshinweis
Dieser Artikel behandelt das Salzburger Konglomerat. Der Artikel Gosaukonglomerat beschreibt eine weiteres Sedimentgestein im Salzburger Becken
Konglomeratblock, entdeckt in Maria Plain
Schautafel über den Ramsauer Mühlstein
Die Pfarrkirche Wals wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet

Das Salzburger Konglomerat ist ein regional auftretendes Konglomerat (lat. conglomerare = zusammenballen), Sedimentgestein aus gerundeten detritischen Komponenten, deren Korndurchmesser zwei Millimeter übersteigt (Kies oder Geröll), und einem feineren Bindemittel. Nach der Entstehungszeit (Alter) und dem Fundort können verschiedene Arten von Konglomerat unterschieden werden.

Einleitung

Univ.-Prof. Dipl.-Geograf Dr. Andreas Lang, Fachbereichleiter Geographie und Geologie an der Naturwissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg hat auf Nachfrage des Salzburgwikis[1] das Salzburger Konglomerat wie folgt erklärt:

‚Konglomerat‘ ist eine Überbegriff aus der Sedimentologie und wird global verwendet. Gosau Konglomerat ist eine Ablagerung diesen Typs, das in einer spezifischen Zeit in einem spezifischen Ablagerungsmilieu entstanden ist und nur regional begrenzt vorkommt (wie auch richtig auf der Webpage Gosaukonglomerat beschrieben). Das Salzburg Konglomerat ist auch eine Ablagerung vom Typ Konglomerat und geologisch gesehen sehr jung (aus dem Eiszeitalter) und lediglich lokal im Salzburger Becken verbreitet.

Im Salzburger Becken gibt es mindestens zwei unterschiedliche Konglomeratarten. Die eine wird in den Quellen als Konglomerat (oder auch Nagelfluh bezeichnet und hat ein Alter von etwa 1,6 Mio Jahren, die andere wird als Gosaukonglomerat bezeichnet, da im oberösterreichischen Gosau besonders schöne Funde gemacht wurden.[2]. Gosaukonglomerat hat ein Alter von etwa 80 bis 90 Mio Jahren.

Konglomerat entsteht durch die enns:Diagenese[3] aus verfestigtem Schotter. Dabei sind gerundete klastische Sedimente, mit mehr als 50 % Kiese und Steine aus oft unterschiedlichen Gesteinsarten durch toniges, kalkiges oder kieseliges Bindemittel miteinander verkittet.[4]

Die im nördlichen Alpenvorland vorkommenden geologisch jüngeren Konglomerate werden als "Nagelfluh" (der Ausdruck stammt aus dem schweizerischen Volksmund) bezeichnet.

Vereinzelt kommt Konglomerat auch lokal an anderen Orten im Bundesland Salzburg vor.

Wirtschaftliche Verwendung

Konglomerat wurde und wird als Baustoff für Fundamentmauerwerk und Tür- und Fenstergesimse verwendet. In Platten geschnitten findet er auch bei Außenwandverkleidungen Anwendung.

Vorkommen

Bauten aus Konglomerat

Bauwerke in Konglomerat-Gestein

Bildergalerie

weitere Bilder

 Eiszeitliche Konglomerate – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

Quellen

Einzelnachweis

  1. E-Mail an Administrator Peter am 17. Dezember 2019
  2. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 29. Juli 1925, Seite 2
  3. Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs
  4. Quelle enns:Konglomerat