Die Schartenmauer als Teil des Schartenwalls: Unterschied zwischen den Versionen

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: "''Durch diesen Wall verschloss das Tal Erzbischof Paris aus dem Geschlecht der Lodron''"
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Version vom 1. Mai 2019, 09:44 Uhr

Datei:Schartenwall Mönchsbergscharte 04.jpg
Bürgermeisterloch in der Schartenmauer auf der Mönchsbergscharte
Lage der Schartenmauer auf Googlemaps
Datei:Schartenwall Mönchsbergscharte 03.jpg
Schartenmauer auf der Mönchsbergscharte

Die Schartenmauer (vereinzelt auch historisierend Schartenwall genannt) ist seit Fürsterzbischof Paris Graf Lodron die äußere Stadtmauer auf der Mönchsbergscharte im Grenzraum zwischen dem Mönchsberg und dem Festungsberg in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Die Konglomeratsteinmauer wurde in diesem Bereich der Zeit gemäß größtenteils zur Altstadtseite hin mit Erde verfüllt und bildete westlich des einstigen Äußeren Schartentores zur Altstadt hin einen leichten Wall.

Die Scharte im Bereich der Grenze zwischen dem Mönchsberg und Festungsberg bildete trotz der dortigen (doppelten) Stadtmauer und der dortigen Wehrtürme im Spätmittelalter durch die Entwicklung der Feuerwaffen zunehmend eine wehrbauliche Schwachstelle, über die ein Feind von Süden her in der frühen Neuzeit vergleichsweise leicht in die Altstadt hätte eindringen oder in die Nähe der Festung Hohensalzburg hätte vorrücken können. Um 1485 erbaute die Stadt die Katze nächst der alten Wehrmauer (Stadtmauer).

Die mittelalterlichen Wehrmauern (und auch die beiden dortigen mittelalterlichen Wehrtürme) verloren ihre Aufgabe, als 1635 und in den Folgejahren Fürsterzbischof Lodron hier die neue Schartenmauer sowie weitere aufwändige Mauerzüge errichten ließ, und außerdem die beiden Schartentore sowie eine wesentlich stärker und atilleriesichere "Katze" als Vorwerk der Festung erbaute. Mit diesen Baumaßnahmen wurde der Aufgang zur Stadt von Süden her zur Gänze gesperrt, der Sattel wurde nun wesentlich sicherer.[1]

Beschreibung

Die eigentliche Schartenmauer besitzt eine Länge von gut 140 Metern. Sie ist bis über zehn Meter mächtig und hat etwa in der Mitte etwa beim Bürgermeisterloch eine Höhe von etwa acht bis zehn Meter. Auf der Schartenmauer war der frühneuzeitlich übliche Erdwall in der Höhe von etwa 1,4 m Höhe aufgesetzt, der durch die Straßenverbreiterung im späten 19. Jahrhundert nur mehr teilweise erhalten ist.

Die Schartenmauer bildet ein Vorwerk zur Verteidigung der Festung Hohensalzburg, ist aber auch ein wichtiger Teil der Stadtmauer. Auf dieser Mauer stand früher das Äußere Schartentor, dahinter folgen zur Festung Hohensalzburg hin das Innere Schartentor und die Katze. im Osten schleißt als Teil der Schartenmauer eine Bastei an, die wesentlich der Sicherung der Festung, aber auch der besseren Verteidigung des geraden Abschnittes der Schartenmauer dient.

An der Schartenmauer ist nach Nonntal und Riedenburg hin eine Inschrift angebracht:

"Hoc vallo vallem clausit Paris e(x) com(itibus) Lodroni Arch(iepiscopus) 1635"
"Durch diese Schutzwehr verschloss das Tal Erzbischof Paris aus dem Geschlecht der Lodron im Jahr 1635"

Bilder

 Die Schartenmauer als Teil des Schartenwalls – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Fußnote