Simon Palfinger (Stiftskanoniker)

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Simon Palfinger (* 13. Oktober 1822 in Rauris;[1]15. November 1890 in Mattsee[2]) war katholischer Priester, insbesondere Stiftskanoniker des Kollegiatstiftes Mattsee.

Leben

Simon Palfinger war ein Sohn des Rauriser Sprungbauern Josef Palfinger und der Ursula geborener Roßbacher.[1] Sein Onkel Simon Palfinger war Priester.

Er wurde am 12. Juli 1848 zum Priester geweiht.

Nachdem er mehrere Jahre als Hilfspriester – in Tamsweg, Leogang und Kirchbichl – gewirkt hatte, wurde ihm im Jahr 1863 die Vikarsstelle von Viehhofen und 1873 die Pfarrstelle von Goldegg verliehen. Von dort bewarb er sich auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen Salzburger Erzbischofs Maximilian Josef von Tarnóczy um die Dekanalpfarre St. Johann im Pongau. Am 26. Dezember 1878 wurde er zum Ehrendomherrn von Salzburg ernannt.

Seit dem 1. August 1880 war Palfinger Capitular und Residential-Canonikus im Kollegiatstift Mattsee, wo er auch als Lokalsenior und Kustos fungierte[2]. Er erfreute sich einer guten Gesundheit, bis ihm wiederholte Schlaganfälle binnen zwei Wochen den Tod brachten.

Der Verblichene war ein überall, wo man ihn kannte, hochgeachteter Priester. Herr Palfinger genoß wegen seines edlen Charakters als Mann ohne Arg und Falsch, als Priester wegen seines frommen und sehr erbaulichen Wandels und Wirkens und wegen seiner einsichtsvollen Klugheit allgemeine Liebe und Verehrung. Wegen seines wohlgeordneten soliden Wissens, welches er mit einer seltenen Klarheit und Gründlichkeit des Urtheils zu verbinden wußte, war er bei Geistlichen und Laien ein beliebter Rathgeber.

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Rauris II.228 f.
  2. 2,0 2,1 Sterbebuch der Pfarre Mattsee V.244
Zeitfolge
Zeitfolge
Vorgänger

Thomas Schößwender

Pfarrer von Goldegg
1873–1874
Nachfolger

Karl Fehringer

Zeitfolge
Vorgänger

Joseph Schober

Vikar von Viehhofen
18631873
Nachfolger

Johann Eder