Johann Huber (Kuchl)
Johann Capistran Huber (* 20. Oktober 1899 in Palting, Bezirk Vöcklabruck, OÖ; † 6. Oktober 1962 in der Stadt Salzburg)[1] war langjähriger Gemeindesekretär von Kuchl und in der NS-Zeit Bürgermeister dieser Tennengauer Marktgemeinde.
Aus seinem Leben
Der oberösterreichische Bauernsohn[2] wurde zu Beginn der 1930er-Jahre als Gemeindesekretär eingestellt.[3] Er heiratete am 29. März 1932 in Kuchl die 22-jährige Anna Schnöll aus Werfen.[1]
Der Marktgemeinde Kuchl stand Huber von 1943 bis 1945 als Bürgermeister vor.[4]
Im März 1950 wurde Huber, der seit 19 Jahren das Amt des Gemeindesekretärs von Kuchl bekleidete, wegen umfangreicher Unterschlagungen und Missbrauchs der Amtsgewalt verhaftet. Er wurde beschuldigt, insgesamt 13.235 Schilling an Gemeinde- und deponierten Privatgeldern unterschlagen zu haben. Durch Fälschungen in den Kassebüchern sei es ihm gelungen, die Veruntreuungen zu verschleiern. Huber habe die unrechtmäßig angeeigneten Gelder zum Bau eines zweiten Wohnhauses verwendet.[3] Am 18. Juni 1952 wurde er wegen Mangels an Beweisen freigesprochen.[5] Dieses Urteil hielt aber nicht, und in einem neuen Prozess wurde der frühere Gemeindesekretär wegen Verbrechens des Amtsmissbrauchs zu einer Strafe von vier Monaten strengen Arrests verurteilt.[6]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Trauungsbuch der Pfarre Kuchl, Bd. VIII S. 224
- ↑ Taufbuch der Pfarre Palting, Duplikat für 1899
- ↑ 3,0 3,1 Salzburger Nachrichten, S. 6: Gemeindegelder veruntreut
- ↑ Artikel "Bürgermeister der Marktgemeinde Kuchl"
- ↑ Salzburger Nachrichten, 19. Juni 1952, S. 8: Kuchler Gemeindesekretär freigesprochen
- ↑ Salzburger Nachrichten, S. 4: Vier Monate für Kuchler Gemeindesekretär
| Vorgänger |
Bürgermeister von Kuchl 1943–1945 |
Nachfolger |