Hofwirt Seekirchen

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Hofwirt in Seekirchen am Wallersee, Eingangsseite

Der Hofwirt Seekirchen ist ein historischer ehemaliger Gasthof in der Flachgauer Stadt Seekirchen am Wallersee, der heute ein Gasthaus und ein Veranstaltungszentrum beherbergt.

Geschichte

Erstmals wurde das Gebäude 1437 erwähnt und zählt somit zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Die Stadtgemeinde hatte 2015 das Gebäude um 574.000 Euro angekauft und 2016 stimmten bei einer Bürgerbefragung 68 Prozent für den Erhalt des Hofwirts und gegen den Abriss des historischen Gebäudes im Stadtzentrum.

Gasthof Hofwirt in Seekirchen, Hausschild

Für die Sanierung hatte die Stadt einen Kostenrahmen von 2,1 Millionen Euro beschlossen. Im August 2017 plante die Bürgermeisterin Monika Schwaiger (ÖVP) eine zehnprozentige Umbaureserve. Die Planer errechneten Umbaukosten von 2.466.000 Euro und schlugen Einsparungen in Höhe von 366.000 Euro vor: Die Toiletten im ersten Stock und der Speisenaufzug sollten gestrichen werden. Letztendlich kostete die Sanierung die Gemeinde 2,56 Millionen Euro.

Hofwirt in Seekirchen, Innenhof Nordwestseite

Das Innere des Gasthauses erstrahlt nach der Renovierung in warmen Brauntönen. Holz, soweit das Auge reicht. Highlights in der Gaststube sind die alte Holzdecke, die bei den Umbauarbeiten freigelegt wurde, sowie rund zehn alte Lampenschirme, die herausgeputzt auch nach der Renovierung wieder ihren Platz im Schankraum gefunden haben. Einen Stock höher präsentiert sich der Festsaal in neuem Glanz. Und das trotz des alten hölzernen Fußbodens, wie Bürgermeisterin Monika Schwaiger anmerkt. Abgeschliffen und neu geölt wirkt er wieder schön. Der Saal mit Platz für rund 140 Besucher soll in Zukunft Vereinen, Hochzeiten und Veranstaltungen offenstehen. Bei Bedarf kann der Raum mithilfe von Trennwänden unterteilt werden.

Pächter

Der erste Pächter aus Tirol sprang bereits wenige Monate vor der Eröffnung wieder ab.

Daniel Mild, dessen Vater der ehemalige Salzburger Tennisprofi Gerald Mild ist, war dann der erste Pächter des Hofwirts. Zuvor hatte er den Ansitz Wartenfels in Thalgau betrieben. Der 33‑jährige Salzburger setzte sich mit seinem Konzept für das prominente Haus gegen mehrere Mitbewerber durch. Eröffnet wurde der neue Hofwirt am 15. März 2019. Noch im selben Jahr wurde er vom Falstaff‑Magazin mit einer Gabel ausgezeichnet und hatte für 2020 bereits drei Mal so viele Veranstaltungen reserviert wie 2019. Doch ein Jahr nach der Eröffnung, während der Zeit der Infektionskrankheit Covid-19 (Corona‑Pandemie), löste Mild den Pachtvertrag mit der Stadtgemeinde auf. Wirtschaftlich sei er bis zur Krise im Plan gewesen, "trotz 120.000 Euro an Investitionen".

Dann stand der Hofwirt wieder leer. Am Sonntag, den 29. September 2023, wurde er unter neuer Führung wiedereröffnet. Der Familienbetrieb von Petar Barukcic, die Gasthof Entenwirt GmbH, hatte das Traditionswirtshaus gepachtet. Die Familie führte zudem in Seeham den Entenwirt als Hotelbetrieb mit Frühstück. In der Hofwirt‑Küche arbeiteten drei Köche mit kroatischen und serbischen Wurzeln. Doch die Betreiberfamilie kündigte schon 2024 wieder den Pachtvertrag und wollte spätestens im Sommer 2025 aufhören. Daraufhin war die Stadtgemeinde fest entschlossen, rasch einen Nachfolger zu finden und Verbesserungen zu schaffen.[1]

Nachdem Anfang 2026 ein indisches Restaurant im Gasthof Bräu eröffnet hatte, sperrte am 1. März 2026 nach einem Jahr Leerstand der gemeindeeigene Hofwirt wieder auf. Ende November 2025 hatten Mio Bosankic und Miroslav Marceta, beide in Guggenthal zu Hause, den Pachtvertrag mit der Gemeinde unterschrieben. Mio Bosankic war mehr als 20 Jahre Chefkoch und in den letzten beiden Jahren Betriebsleiter in einem bekannten Salzburger Gasthaus.

Daten (2025)

Der Pachtzins beträgt 3.900 Euro netto monatlich. Dazu kommen Betriebskosten von 3.200 Euro netto. Ohne Saal reduzieren sich beide Beträge. Als Kaution werden gut 37.000 Euro verlangt. "Kein Brauereivertrag, keine Ablöse" sind weitere Angaben. Drei Gasträume im Erdgeschoß haben insgesamt 102 Plätze. Der ebenfalls barrierefreie und teilbare Saal bietet 160 Plätze, der Gastgarten 30.[1]

Quellen

Einzelnachweis

  1. 1,0 1,1 www.sn.at, 22. März 2025