Hermann Haagn der Ältere

Aus SALZBURGWIKI
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Kommerzial­rat Hermann Haagn (* 16. August 1873 in der Stadt Salzburg; † 20. Juni 1936 ebenda) war Sohn des Kaufmanns und Landesrates Julius Haagn.

Leben

Er trat in das im Drogerie- und Chemikalienhandel tätige Unternehmen seines Vaters (Drogerie Zezi) ein, welches ein Verkaufsgeschäft im Haus Getreidegasse 5 und mehrere Magazine umfasste.

Am 22. März 1918 wurde er zu Gremialvorsteher gewählt und Anfang der 1930er-Jahre war er Präsident des Salzburger Handelsgremiums.

Er war der Schwager des (nationalsozialistischen) Leiters des Reichsarchivs Wien (so hieß damals das österreichische Haus-, Hof- und Staatsarchiv) Ludwig Bittner (* 1877; † 1945).

Sein Sohn war Hermann Haagn der Jüngere (* 1. November 1901; † 4. Dezember 1963).

Hermann Haag erlag einem Schlaganfall.[1]

Nachruf

Ein Nachruf in der "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 23. Juni 1936:[2]

Kommerzialrat Hermann Haagn, der am 20. d. im 63. Lebensjahre aus dem Leben geschieden ist, war lange Zeit hindurch der bewährte und verdienstvolle Führer der Salzburger Kaufmannschaft. Er wurde am 16. August 1873 in Salzburg als Sohn des kaiserlichen Rates Julius Haagn, langjährigen Landtagsabgeordneten und Gemeinde­rates der Stadt Salzburg und bewährten Organisator des Feuerwehrwesens im Lande Salzburg geboren und über­nahm nach dessen Tode die Firma Jos. Ant. Zezi in Salz­burg; gleichzeitig war Haagn Mitinhaber der österreichi­schen Cirinewerke.

Im Jahre 1908 wurde Hermann Haagn bereits in den Gremialausschuß berufen, er war von 1909 bis 1911 Kassier des Gremiums und wurde am 22. März 1918 zu Gremialvorsteher gewählt. Von 1916 bis 1917 eingerückt, übernahm Haagn im Jahre 1918 wieder die Führung des Gremiums, 1920 wurde er als Vertreter des Handels zum Vizepräsidenten der Salzburger Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie gewählt, welche Funktion bis zur Neuordnung der österreichischen Handelskam­mern bekleidete. Seit dem Jahre 1924 war Kommerzial­rat Hermann Haagn Generalrat der österreichischen Nationalbank, seit der Gründung der Pensionsanstalt (1907) war er Mitglied des Vorstandes des Konjunkturforschungsinstitutes, Mitglied des Beirates für Handelsstatistik, fer­ner gehörte er dem Kuratorium für Wirtschaftlichkeit und dem Beirat der österreichischen Spiritusstelle als Mitglied an und war Vorstandsmitglied im österreichischen Drogistengremium. Die Beerdigung hat in aller Stille stattgefunden.

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ ANNO, "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 22. Juni 1936, Seite 7
  2. ↑ ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 23. Juni 1936, Seite 5