Dr.-Franz-Rehrl-Straße (Zell am See)

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Die Dr. Franz Rehrl Straße ist eine Straße in der Stadt Zell am See.

Name

Dr. Franz Rehrl war von 1922 bis 1938 Landeshauptmann von Salzburg.

Besondere Verdienste erwarb sich Rehrl in Zell am See im Zusammenhang mit dem Bau der Schmittenhöhebahn 1927 und der Stadterhebung im Jahr 1928. Nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluss (Sitzung vom 18. Jänner 1928) wurde Dr. Franz Rehrl die Ehrenbürgerurkunde von Zell am See überreicht.[1]

In Zell am See erwarb Rehrl 1930 die Liegenschaft Raingut in Erlberg von Agathe Whitehead und 1932 ein Wohnhaus am ehemaligen Kalvarienberg. 1938 wurden die Besitzungen Rehrls nach dessen Absetzung als Landeshauptmann als „volks­ und staatsfeindliches Vermögen“ eingezogen. Erst im Mai 1949 erstattete man diese Güter den Töchtern Rehrls, Eleonore und Ehrentrudis, zurück.[2]

Dr. Rehrl war auch die treibende Kraft bei den Vorbereitungen zum Bau der Großglockner Hochalpenstraße. Legendär wurde die erste motorisierte Überquerung des Alpenhauptkammes an der Seite des Straßenerbauers Hofrat Franz Friedrich Wallack am 22. September 1934. Darüber hinaus gilt er als wesentlicher Initiator bei der Errichtung der Tauernkraftwerke und des Fuscher Bärenwerkes.

Verlauf

Die Dr. Franz Rehrl Straße verbindet nahe dem Stadtzentrum von Zell am See die Brucker Bundesstraße mit der Bahnhofstraße.

Quellen

  • Salzburgwiki-Artikel Dr. Franz Rehrl
  • Rainer Hochhold: Cella in Bisontio - Zell im Pinzgau - Zell am See. Eine historische Zeitreise. 2013, ISBN 978-3-200-03385-6

Einzelnachweis

  1. Sitzungsprotokolle der Stadtgemeinde Zell am See 1928–29; 1930. Sitzung am 18. 1. 1928 und Festsitzung am 28. 1. 1928; In: R. Hochhold (2013): S. 421; FN 1433
  2. Verfügung vom 19. 4. 1939, Amtsgericht Zell am See: Dr. Franz Rehrl; Einziehung des Vermögens. F. Hölzl (1989): 1200 Jahre Zell am See; Bd. 2, S. 75–78. Demnach hatte während des Krieges die Frau des Gouverneurs von Krakau, Vizegouverneurs von Polen und Generalleutnant der SS, Otto Gustav (von) Wächter, das Gut in Thumersbach bewohnt. Vgl. ebd.,S. 78. In: R. Hochhold (2013): S. 425; FN 1603