Österreichischer Alpenverein
Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) mit dem Sitz in Innsbruck ist ein österreichischer ein Bergsteiger- und Wandererklub, der sich sowohl als Verband als auch als Dachverband sieht.
Zielsetzung
Der Österreichische Alpenverein sieht sich dem alpinen Natur- und Umweltschutz verpflichtet und hat sich folgende Vereinsziele gesetzt:
- Förderung und Ausübung des Bergsteigens,
- Förderung und Ausübung alpiner Sportarten und des Wanderns,
- Erhaltung der Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt und Erweiterung der Kenntnisse darüber,
- diesbezügliche Förderung von Wissenschaft und Forschung.
Schreibweise
Bis 2014 schrieb sich der Verein mit Oe. Seither schreibt er sich mit Ö.[1] Folglich werden Einträge vor 2014 'Oe' geschrieben.
Geschichte (Auszug)
Der Österreichische Alpenverein wurde 1862 um die Wiener Sektion Austria als erster Bergsteigerverband des europäischen Festlands und damit als zweitältester der Welt nach dem britischen Alpine Club gegründet.
Im Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein (DuÖAV, auch DÖAV bzw. DuOeAV) waren von 1873 bis 1938 der reichsdeutsche, der deutsch-österreichische und der deutsch-böhmische Zweig des Alpenvereins zusammengeschlossen.
Am 12. und 13. August 1882 fand in Salzburg in der Aula der alten Universität der IV. internationale alpine Kongress statt, dem am 14. August die neunte Generalversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins folgte[2].
1888 widmete der Deutsch-Oesterreichische Alpenverein dem Poeten des Wolfgangsees Joseph Victor von Scheffel eine Gedenkmarmortafel mit Auszügen aus den Bergpsalmen, auf dem durch den Alpenverein Salzburg geförderten „Victor von Scheffel Steig“.
Vom 16. bis 18. Juli 1893 fand die Generalversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins in Zell am See stattReferenzfehler: Für ein <ref>-Tag fehlt ein schließendes </ref>-Tag..
Gerichtlich festgestellte Haftungen
Ein zunehmend nicht mehr zu bewältigendes Problem stellen aber gerichtlich festgestellte Haftungen des OeAV dar.
Beispiel 1: Da turnt beispielsweise ein Kind auf einem Gipfelkreuz herum, fällt mit diesem um und verletzt sich. Ein Drittel Schuld wird der Republik Österreich zugewiesen, weil die Lehrkraft ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen war, ein Drittel trägt der OeAV als „Erhalter“ des Gipfelkreuzes und ein Drittel der Gipfelkreuzerrichter, weil er es nicht „stabil“ genug errichtet hatte.
Beispiel 2: Ein 150 kg schwerer Mann lehnte sich an ein Geländer eines Wanderweges am Attersee und brach ins Gelände ab. Der Bürgermeister wurde als Wegeerhalter, als unbescholtener Bürger, zu einer persönlichen unbedingten Geldstrafe verurteilt. Er hätte jährlich einen Holzsachverständigen die Geländer überprüfen lassen müssen.
Die Liste der Klagen und Verurteilungen zur Haftung ließe sich nun fortsetzten, wie Dr. Andreas Ermacora, Vizepräsident des OeAV und Rechtsanwalt, ausführte. Fakt ist, dass es dem OeAV finanziell unmöglich ist, jede Brücke, jeden Karabiner im Fels, jedes Seil jährlich von Experten überprüfen zu lassen. Der Ausweg? Eine Schließung der Wege, wobei allein der Hinweis „Betreten auf eigene Gefahr“ laut einem oberstgerichtlichen Urteil auch nicht reicht. „…denn einem Wanderer sei es nicht zuzumuten, selbst festzustellen, ob der Weg für ihn sicher sei oder nicht…“ erklärte Brigitte Slupetzky, Vorsitzende des Landesverbandes Salzburg des Oesterreichischen Alpenvereins.
„Wir stehen zur Wegeerhaltung, aber es geht um die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit, dass die Eigenverantwortung im Naturraum stärker werden muss“, meinte Dr. Wadsack und wurde ergänzt von DI Peter Kapelari, Referent für Hütten und Wege: „Wir wollen keine Besenreine Wege. Wir brauchen aber auch die Wege, um unseren Hütten das Überleben zu garantieren. Dem Wanderer muss klar werden, dass man sich in der Natur nicht hundertprozentig gegen alle Gefahren absichern kann“.
Siehe auch
Weiterführend
Für Informationen zum Thema Österreichischer Alpenverein, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.
Weblinks
- zum Tourenprogramm
- Ausbildung
- Landesverband Salzburg
- Österreichische Nationalbibliothek Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpenvereins von 1872 bis 1937
Quellen
- www.alpenverein.at, die Geschichte des OeAV
- Satzung des Österreichischen Alpenvereins
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein"
- Salzburgwiki-Einträge
- Abschnitt Probleme der Zukunft Benutzer:Peter Krackowizer
Fußnoten
- ↑ Quelle Oe zu Ö, abgefragt am 20. Jänner 2018
- ↑ Quelle Jahresbericht 1882, anno