Salzburger Wacht

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Die Salzburger Wacht war eine Tageszeitung der Sozialistischen Partei, das zwischen 1899 und 1934 herausgegeben wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien es wieder als Demokratisches Volksblatt.

Geschichte

Bereits 1898 spielte sich die SPÖ mit dem Gedanken, eine eigene Tageszeitung herauszugeben. Ein eigenes Komitee war eingesetzt worden, um die Salzburger Wacht vorzubereiten. Ihm gehörte auch der spätere erste Chefredakteur Jakob Prähauser an. Am 14. April 1899 erschien die erste Nummer, doch bereits am 5. Jänner 1900 stellte man die Wacht auf eine Wochenzeitung um. Zahlreiche Nummern der Salzburger Wacht wurden beschlagnahmt, Prähauser geriet oft mit der Zensur in Konflikt und stand mehrmals vor Gericht.

Prähauser musste nach einem weiteren Konflikt 1904 die Zeitung verlassen, ihm folgte Robert Preußler nach, dem es gelang, die Auflage binnen eines knappen Jahres von 2.300 auf 4.500 zu erhöhen. Preußler überließ 1907 Josef Witternigg das Amt des verantwortlichen Redakteurs und schien fortan bis zur Einstellung des Blattes als Herausgeber auf. Er zog 1909 als erster sozialdemokratischer Abgeordneter in den Salzburger Landtag ein.

Ab Jänner 1911 konnte die Salzburger Wacht wieder sechsmal wöchentlich erscheinen. Ab Mai 1915 wurde die Salzburger Wacht während des Krieges als Lokalausgabe der Innsbrucker Volkszeitung weitergeführt, ab 16. Dezember 1918 wurde sie wieder zur Gänze in Salzburg erstellt.

Als am 12. Februar 1934 die SPÖ verboten wurde, musste auch die Salzburger Wacht kommentarlos ihr Erscheinen einstellen. Als Wochenzeitung durfte sie ab 24. März 1934 noch einmal verlegt werden, bevor es am 26. Mai 1934 zum endgültigen Aus kam.

Chefredakteure

Eine Auswahl der Chefredakteure die die Salzburger Wacht über einen längeren Zeitraum prägten:

Quellen

  • Waltraud Jakob: Salzburger Zeitungsgeschichte. Salzburg Dokumentationen Band 39, Landespressebüro 1979