Kaiviertel

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Kartenausschnitt Salzburger Altstadt
Kaiviertel, Ansicht vom Nonnberg aus, mit KH der Barmh. Brüder, dz. Tiefgaragenbau

Das Kaiviertel ist ein Teil der Salzburger Altstadt. Es umfasst das Gebiet östlich von Mozartplatz, beidseitig der Kaigasse bis zum Kajetanerplatz, im Norden begrenzt durch die Salzach.

Entstehung

Das Kaiviertel entwickelte sich entlang der einstigen Hauptstraße, die vom Domplatz durch die Kaigasse über den Kajetanerplatz, das Erentrudistor (später Kajetanertor), und dann durch die Nonntaler Hauptstraße nach Hallein und Berchtesgaden führte.

Name

Der Name Kai soll von Uferschutzbauten abgeleitet worden sein. Damit die Salzach nicht die Ufer auswaschen konnte, hat man diese mit einm Flechtwerk aus Reisig versehen, das man Gehag oder Gehai nannte. Aus diesen Worten entwickelte sich Kai[1].

Gassen

Basteigasse

Hauptartikel: Basteigasse

Eine kurze Gasse außerhalb der alten Stadtmauer, eine von der Sebastian-Stief-Gasse abzweigende Gasse zum Rudolfskai führend.

Herrengasse

Hauptartikel: Herrengasse

In dieser kleinen von der Kaigasse Richtung Festung abzweigenden Gasse wohnten früher vorwiegend Domherren; daher auch der Name.

Kaigasse

Hauptartikel: Kaigasse

Die Kaigasse war die wichtigste Straße des Viertels, an der auch die Höfe der Domherren standen.

Krotachgasse

Sie führte zu den drei Domherrenhöfen:

Die Domherren mussten sich jährlich mindestens drei Monate in der Stadt Salzburg aufhalten und benötigten dazu entsprechende Häuser.

Pfeifergasse

Hauptartikel: Pfeifergasse

Sie führt vom Mozartplatz zum Kajetanerplatz und hat ihren Namen von einer Frau eines Stadtpfeifers, die der Stadt große Stiftungen hinterlassen hatte.

Schanzlgasse

Hauptartikel: Schanzlgasse

Die Schanzlgasse führt vom Kajetanerplatz am Ende der Kaigasse (und des Kaiviertels) nach Nonntal.

Sebastian-Stief-Gasse

Hauptartikel: Sebastian-Stief-Gasse

Eine kurze Gasse vom Rudolfskai zur Kaigasse, benannt nach dem Maler Sebastian Stief.

Plätze

Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz

Hauptartikel: Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz

Nach dem Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer benannt (am Ende der Pfeifergasse).

Kajetanerplatz

Hauptartikel: Kajetanerplatz

Der Kajetanerplatz, am Ende der Kaigasse in Richtung Südosten, begrenzt das Kaiviertel.

Papagenoplatz

Hauptartikel: Papagenoplatz

Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer 1944. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den 1960 die Salzburger Bildhauerin Hilde Heger geschaffen hat. Weiters befindet sich dort der Zirkelwirt, welcher 1647 erstmals erwähnt wird.

Bauten

Chiemseehof

Hauptartikel: Chiemseehof

Im Chiemseehof, ehemals Sitz der Bischöfe von Chiemsee, ist heute der Sitz der Salzburger Landesregierung.

Außerhalb der Stadtmauern

Unmittelbar zwischen der Salzach und dem Kaiviertel liegt der Rudolfskai mit der ehemaligen Gewerbeschule, heute Teil der Universität Salzburg, der Basteigasse und der Landhausgasse.

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

Fußnote

  1. Ein künstlich befestigtes Ufer im Hafen, siehe auch Wikipedia: Was ist ein Kai?

Vorlage:Bezirke Stadt Salzburg